26.03.2026, 18:51
(26.03.2026, 16:01)alphall31 schrieb: Die Ukraine ist derzeit nicht mal annähernd in der Lage ihren täglichen Bedarf an Drohnen alleine zu decken . Da will man bei den Abfangdrohnen auch noch die Hälfte Abgeben . Das wird auf längere Sicht weder den Ukrainern gefallen noch denen die das ganze mit finanzieren .Die Ukraine benötigt dringend (!) hocheffektive Abwehr gegen russische Raketen, während sie die Drohnenangriffe selbst halbwegs im Griff hat.
Und die Angreifer im Golfkrieg haben diese hocheffektive Abwehr zumindest anfänglich auch gegen Billigdrohnen eingesetzt:
Zitat:Ukrainer fassungslos: Westen verschwendet „naiv“ Millionen im Kampf gegen Iran-Drohnen(Videoplayer von glomex)
Während die USA und Golf-Staaten massenhaft millionenschwere Patriot-Raketen gegen iranische Shahed-Drohnen abfeuern, muss Kiew „jeden Cent umdrehen“.Techniker aus der Ukraine sprechen von einem „unglaublich verschwenderischen“ Verhalten.
Inzwischen prüft die US-Regierung sogar die Umleitung von zugesagten Abwehrmitteln statt an die Ukraine an den Golf. Zudem will Washington wohl auch Gelder aus der EU für die Ukraine-Hilfe zweckentfremden. Geht's noch? Die Ukraine verteidigt sich (und damit auch den NATO-Raum) seit Jahren gegen russische Ansprüche und Vorstöße. Hätte man sich das nicht vor dem Überfall auf den Iran überlegen müssen?
Da liegt die Überlegung tatsächlich nahe, ukrainische Drohnenabwehr gegen hocheffektive Raketenabwehr zu tauschen.
(24.03.2026, 23:35)Quintus Fabius schrieb: ...Ich kann Deinen Euphemismus nicht nachvollziehen. Mir fehlt eine wirklich überzeugende Begründung.
Ich kann mich da immer nur wieder wiederholen: die Frage was Siegen in einem Krieg bedeutet hängt von der Frage der Zielsetzung ab. Die Seite hat gesiegt, die ihre Ziele ausreichend erreicht hat.
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Der Krieg ist bereits hier und heute ein Sieg für Israel, dass zu leugnen ist abstrus.
Die bittere Wahrheit für Trump lautet jetzt doch tatsächlich: Vorteil Iran
Zitat:Trumps Iran-Kurs gerät außer Kontrolle: Drohungen und Wenden wechseln sich ab. Während die USA unter Druck sind, gewinnt Teheran die Oberhand.Man kann über diese Analyse durchaus geteilter Meinung sein. Aber die Fakten, die auch DT verkündet, sprechen für sich. So lautetet eine aktuelle Meldung:
Selbst gemessen an seinen chaotischen Maßstäben hat Donald Trump eine außergewöhnlich turbulente Woche in seinem verfehlten Krieg gegen Iran erlebt. Der Präsident drohte zunächst mit unmittelbar bevorstehenden Strafbombardements gegen Irans zivile Energieinfrastruktur. Während Teheran unbeeindruckt blieb, reagierten die Märkte nervös. Es folgte eine Kehrtwende: Trump erklärte, er habe von geheimen Vorschlägen für Friedensgespräche erfahren und halte deshalb vorerst inne.
Strategisch scheint Iran im Vorteil zu sein
Kurz darauf kündigte das Pentagon an, Teile eine Bodentruppe zu entsenden – ein Zeichen dafür, dass eine Eskalation weiterhin möglich ist. Trotz dieser Unsicherheit zeigt sich das iranische Regime unbeeindruckt. Bemerkenswert: Strategisch scheint es derzeit sogar im Vorteil zu sein.
Zwar hat die Islamische Republik schwere Schläge erlitten. Viele ihrer Führungsfiguren und Hunderte Zivilisten sind tot. Die Luftabwehr ist weitgehend zerstört, Marine und Raketenwerfer sind größtenteils ausgeschaltet.
Und dennoch hält sich das Regime. Wie bereits zu Beginn des Krieges absehbar war, gilt allein sein Überleben bereits als eine Art Sieg.
Hardliner der Revolutionsgarden haben Macht im Iran fest im Griff
Im Inland hat sich die Kontrolle des Regimes nicht gelockert – im Gegenteil, sie wurde durch die Angriffe aus den USA und Israel offenbar sogar gestärkt. Die Hardliner der Revolutionsgarden haben die Macht fest im Griff. Oppositionelle, ob ethnische Separatisten oder städtische Protestbewegungen, sind verstummt. Irans Vorräte an hochangereichertem Uran – rund 400 Kilogramm – sind offenbar unversehrt geblieben, vermutlich weiterhin unter Trümmern verborgen.
Besonders gravierend ist jedoch: Iran hat eine Art Würgegriff über die Straße von Hormus gelegt und blockiert damit Öl- und Gasexporte aus dem Golf, die etwa ein Fünftel des weltweiten Angebots ausmachen.
Iran hält die USA in Schach
US-Militärplaner haben dieses Risiko seit Jahrzehnten einkalkuliert. Doch der Krieg zeigt nun, dass Iran die Meerenge tatsächlich abriegeln kann – und dass es extrem schwierig wäre, diese Blockade zu lösen.
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Zitat:Trump: Iran erlaubt zehn US-Öltankern Hormus-DurchfahrtDas ist - mit Verlaub - nichts anderes als das Eingeständnis einer Niederlage. Denn es ist eine schwere Niederlage, wenn man selbst nicht in der Lage ist, den eigenen Tankern ausreichend Schutz zu gewähren sondern auf die Erlaubnis. einen "Gnadenakt" des überfallenen Iran zurückgreifen muss, um diese Passage zu ermöglichen.
Trump zeigt seine Hilflosigkeit. Auch ein ehemaliger General sieht die USA im Nachteil.
(25.03.2026, 08:13)Nightwatch schrieb: ...das ist aber jetzt reichlich spekulativ. In diversen weit verstreuten Anlagen sind trotz der drückenden Luftüberlegenheit der Alliierten weiterhin hoch effektive Kriegsmittel produziert worden. Noch im Februar und März 1945 erreichte z.B. die Produktion der Me 262 mit jeweils monatlich knapp 300 Maschinen (!) nie vorher erreichte Ergebnisse. Die Luftwaffe erhielt bis zum 10. April 1945 insgesamt 1039 Flugzeuge.
Die Rüstungsbemühungen des Reiches kollabierten schon ab Herbst 1944 und wären über 1945 vollständig zum erliegen gekommen, auch wenn man das Reich nicht besetzt hätte.
...
Lediglich der rasche Vormarsch der Alliierten mit ihren Bodentruppen hat dazu geführt, dass sich diese Produktionen nicht mehr kriegsentscheidend auswirken konnten.
Und mit welchen Bodentruppen, mit Verlaub, will Donald der Leibhaftige den gesamten Iran oder auch nur Randbereiche am Golf besetzen?
Die paar Tausend Elitesoldaten der 82ten entsprechen einer Verlustrate, die Russland innerhalb weniger Tage im Drohnenkrieg mit der Ukraine erleidet.
