Vor 2 Stunden
Vielleicht sollte man generell erstmal definieren, was für Fähigkeiten man in welcher Tiefe wie haben möchte.
Vorher ist die Debatte über Träger ja/nein vollkommen unerheblich, denn Träger sind kein Selbstzweck.
Ich für meinen Teil würde die Hauptbefähigungen von "Trägern" (im vollumfänglichen Sinne) in drei Arten unterteilen:
-> Aufklärung/Lagebild
-> Verbandsschutz
-> Strike
Alle diese drei Befähigungsarten bringen teils deutlich unterschiedliche individuelle Auslegungen mit sich, die man erstmal abstecken sollte. Benötigen wir diese Art luftgestützten Aufklärungsfähigkeiten? Oder sollen diese Schiffe einen Verband luftseitig schützen? Oder doch als verlängerter Arm des Maritime Strike gegen Schiffe und Landziele wirken? Oder alle drei? Brauchen wir eine permanente Trägerpräsenz mit entsprechenden Stückzahlen oder wird diese nur kontextual benötigt? Kommt das Personal für den luftseitigen Betrieb aus der Marine oder der Luftwaffe? Braucht es bemannte oder unbemannte Plattformen? Brauchen wir diese Fähigkeit als Singularbefähigung oder ist sie als Zusatz anderer Aufgabenbereiche ausreichend?
Das alles wirkt sich auf die Art der Einheiten, dessen Größe, dessen Personalbedarf und die letztendliche Stückzahl aus und muss vorher geklärt werden.
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Im Kontext der DM würde ich persönlich sowohl luftseitigen Verbandsschutz wie auch den luftseitigen Strike unter "kann aber muss nicht" verorten. Die Komponente Aufklärung/Lagebild ist für uns sowohl Zuhause wie auch in Übersee aktuell deutlich wichtiger, da unsere dafür verfügbaren Ressourcen ziemlich dünn gefächert sind. Bekanntlich bin ich ja aufgrund einer Reihe von Gründe ein großer Freund des JSS-Hybrids aus LHD und EGV, über den diese Komponente auch in Übersee gestellt werden könnte. Allerdings natürlich nur per Helikopter und VTOL-UAV, da sich reine Flattops sehr mit RAS-Equipment beißt.
Sofern man sich tatsächlich Richtung Carrier Capability bewegen möchte, tendiere ich da sehr Richtung @Broensen. Das wäre kein reiner Träger, sondern ein recht klassisches LHD, dass bei Bedarf mit CCA für verschiedene Missionen bestückt werden könnte. Das wäre zwar weniger fähig als ein purpose built Carrier, aber wäre vermutlich noch einigermaßen realistisch umsetzbar. Idealerweise indem man sich bei der Luftwaffe dafür unbeliebt macht und dessen CCA-Personal bei Bedarf einfach einschifft.
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Das gilt mMn im Übrigen auch wenn sich das nachteilig auf diese erfundene Zahl der Kriegstüchtigkeit 2029 auswirkt.
Vorher ist die Debatte über Träger ja/nein vollkommen unerheblich, denn Träger sind kein Selbstzweck.
Ich für meinen Teil würde die Hauptbefähigungen von "Trägern" (im vollumfänglichen Sinne) in drei Arten unterteilen:
-> Aufklärung/Lagebild
-> Verbandsschutz
-> Strike
Alle diese drei Befähigungsarten bringen teils deutlich unterschiedliche individuelle Auslegungen mit sich, die man erstmal abstecken sollte. Benötigen wir diese Art luftgestützten Aufklärungsfähigkeiten? Oder sollen diese Schiffe einen Verband luftseitig schützen? Oder doch als verlängerter Arm des Maritime Strike gegen Schiffe und Landziele wirken? Oder alle drei? Brauchen wir eine permanente Trägerpräsenz mit entsprechenden Stückzahlen oder wird diese nur kontextual benötigt? Kommt das Personal für den luftseitigen Betrieb aus der Marine oder der Luftwaffe? Braucht es bemannte oder unbemannte Plattformen? Brauchen wir diese Fähigkeit als Singularbefähigung oder ist sie als Zusatz anderer Aufgabenbereiche ausreichend?
Das alles wirkt sich auf die Art der Einheiten, dessen Größe, dessen Personalbedarf und die letztendliche Stückzahl aus und muss vorher geklärt werden.
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Im Kontext der DM würde ich persönlich sowohl luftseitigen Verbandsschutz wie auch den luftseitigen Strike unter "kann aber muss nicht" verorten. Die Komponente Aufklärung/Lagebild ist für uns sowohl Zuhause wie auch in Übersee aktuell deutlich wichtiger, da unsere dafür verfügbaren Ressourcen ziemlich dünn gefächert sind. Bekanntlich bin ich ja aufgrund einer Reihe von Gründe ein großer Freund des JSS-Hybrids aus LHD und EGV, über den diese Komponente auch in Übersee gestellt werden könnte. Allerdings natürlich nur per Helikopter und VTOL-UAV, da sich reine Flattops sehr mit RAS-Equipment beißt.
Sofern man sich tatsächlich Richtung Carrier Capability bewegen möchte, tendiere ich da sehr Richtung @Broensen. Das wäre kein reiner Träger, sondern ein recht klassisches LHD, dass bei Bedarf mit CCA für verschiedene Missionen bestückt werden könnte. Das wäre zwar weniger fähig als ein purpose built Carrier, aber wäre vermutlich noch einigermaßen realistisch umsetzbar. Idealerweise indem man sich bei der Luftwaffe dafür unbeliebt macht und dessen CCA-Personal bei Bedarf einfach einschifft.
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C-152 schrieb:Wollen wir uns das wirklich antun? Also abseits von humanitärer Hilfe mit EGVs dort mit Trägern (egal welcher Art) militärisch agieren?Das klingt so als hätten wir eine Wahl. Die Welt ist durchglobalisiert, so etwas wie regionale Konflikte gibt es für Weltwirtschaften wie wir sie sind nicht. Je nachdem wen man fragt kommen aus Taiwan zwischen 70-80% des deutschen Halbleiterbedarfs, ohne die wir hier im tiefsten Mittelalter hausen würden. Und dem Großteil der westlichen Welt geht es damit ebenso. Sollte Taiwan von China übernommen werden, hätte Peking damit einen Zustand erreicht, der dem Begriff "Weltherrschaft" ganz schön nahe kommen würde, jedenfalls auf der politischen und wirtschaftlichen Ebene.
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Leuco schrieb:Last uns mal mit der A-200 anfangen und kleine Brötchen backen Big Grin Wir haben mit der A200, F126, F127, Muse, Minenjagtbooten usw. so viele Baustellen….Das sehe ich persönlich anders. Blind von A nach B zu taumeln hat uns in den letzten 20 Jahren nichts gebracht und es wird uns in den nächsten 20 Jahren nichts bringen. Wenn man fundamentale Änderungen an der Flottenstruktur vornehmen will, muss man es jetzt machen, sonst wird man den Bestand irgendwann nicht los wenn man ihn losweren müsste.
Das gilt mMn im Übrigen auch wenn sich das nachteilig auf diese erfundene Zahl der Kriegstüchtigkeit 2029 auswirkt.
