VAR - Vereinigte Arabische Emirate
#32
Die Tartaren-Meldungen aus den Emiraten bleiben auf "maximales Gefahrenpotential":
Zitat:Finanzplatz in der Krise – Stoppt der Iran-Krieg Dubais Aufstieg?
Drohnenangriffe, Evakuierungen und Milliardenabflüsse treffen Dubais Finanzwelt spürbar. Lange galt das Emirat als sicherer Hafen im Nahen Osten – doch der Iran-Krieg beschädigt dieses Bild.


25.03.2026 - 19:34 Uhr
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Internationale Bankhöuser wie Citi und HSBC haben ihre Filialen bis auf Weiteres geschlossen, "Diese Krise wird Dubai für immer verändern", sagte ein Finanzexprte dem Handelsblatt. "Ein Teil des Kapitals wird nicht zurückkehren."

Mehr als drei Wochen nach dem Ausbruch des Irankrieges ... herrscht im Dubai International Finance Eentre ungewwohnte Leere. Das geschäftige Viertel, in dem sonst Banker und Analysten aus aller Welt herumwuseln, ist zu einer der ruhigsten Gegenden der Stadt geworden ...

Jahrelang hatte sich Dubai das Image als sicherer Hafen im Nahen Osten aufgebaut: Es versprach Stabilität in einer instabilen Region. Neben London, New York und Hongkong wollte das Emirat zum viertgrößten Finanzplatz der Welt aufsteigen.

Doch der von Israel und den USA gestartete Irankrieg hat die Region ins Chaos gestürzt. Das Geschäftsmodell des Finanzplatzes steckt plötzlich in der Krise ....
abgesehen davon, dass die regierenden Emire den USA mit Sicherheit unendlich dankbar für diese Auswirkungen sein werden

- ich hab schon wieder ein Déjà-vu:
war nicht der Libanon auch einmal "die Schweiz des Nahen Ostens"? Die Credit Suisse - beispielsweise - eröffnete in der Hauptstadt eine Filiale. 1982 betrugen die Guthaben und Verpflichtungen im Libanon gemäss den Bilanzen der in der Schweiz niedergelassenen Banken und Finanzinstitute 648 bzw. 1'294 Mio. Franken, deren auf Treuhandbasis verwaltete Guthaben und Verpflichtungen beliefen sich auf 108 Mio. bzw. 3'408 Mio. Franken.
Auch dort hat die ständige Kriegsdrohung zu einem Zusammenbruch des Finanzplatzes geführt und die Zedernrepublik durch den Zusammenbruch der staatlichen Ordnung an den Rand zum „failed state“ gebracht.
Mit diesem "Negativ-Beispiel" vor Augen dürften die Golfstaaten allen Grund haben, auf eine schnelle Beendigung des Krieges und eine dauerhafte und stabile Friedensregelung hinzuarbeiten.
Zitat:Al-Busaidi, Omans Außenminister, hat Washington vorgeworfen, die Kontrolle über seine Außenpolitik verloren zu haben. Diese Woche rief er Amerikas Verbündete dazu auf, zu helfen, die USA aus dem Krieg herauszulösen. „Die größte Fehlkalkulation der amerikanischen Regierung war natürlich, dass sie sich überhaupt erst in diesen Krieg hineinziehen ließ“, sagte er. „Dies ist nicht Amerikas Krieg, und es gibt kein realistisches Szenario, in dem sowohl Israel als auch Amerika bekommen, was sie von ihm wollen.“

Es mag sein, dass Saudi Arabien in alter Rivalität nicht nur den Iran, sondern auch die Golfstaaten schwächen will, und daher auf eine Fortsetzung des Krieges drängt, und sogar selbst in den Krieg gegen den regionalen Dauerrivalen Iran eintritt.
Die Golfstaaten haben aber zumindest mittel- und langfristig massives Interesse an einer dauerhaft prosperierenden Region, und das setzt friedliche Beziehungen mit allen Staaten am Golf voraus. Der erhoffte Sicherheitsschirm durch die US-Stützpunkte hat sich für diese Staaten als extrem brüchig, durchlässig und sogar kontraproduktiv erwiesen.
Die Golfstaaten werden ihre Sicherheitsarchitektur überdenken - und sich andere Partner suchen.
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