26.03.2026, 11:22
Eine Analyse des Handelsblattes, welche Schiffe bisher (offensichtlich mit Genehmigung des Iran) durch die Straße von Hormus gefahren sind.
Kurz zusammen gefasst:
die Passage wird auch und gerade von sanktionierten bzw. falsch deklarierten Schiffen genutzt, deren Transporte nicht im Interesse der USA liegen sollten.
Der Überfall auf den Iran hat diesbezüglich für die USA also wohl eher einen negativen Effekt gehabt.
Fürs nachlesen: Link und die für mich wesentlichen Aussagen:
Ergänzend ein Bericht von n-tv:
Meerenge wird gewaltiges Problem - "Iran nutzt Straße von Hormus für Ölausfuhr nach China"
Kurz zusammen gefasst:
die Passage wird auch und gerade von sanktionierten bzw. falsch deklarierten Schiffen genutzt, deren Transporte nicht im Interesse der USA liegen sollten.
Der Überfall auf den Iran hat diesbezüglich für die USA also wohl eher einen negativen Effekt gehabt.
Fürs nachlesen: Link und die für mich wesentlichen Aussagen:
Zitat:Wie „tote“ Schiffe die Straße von Hormus durchquerenpaywall, Kopie hier
Unter den wenigen Schiffen, die die Meerenge durchqueren, finden sich auch sogenannte Zombieschiffe. Hinter ihnen stecken fragwürdige Schiffsmanager.
Jana-Sophie Brüntjen
26.03.2026 - 04:03 Uhr
Zitat:Wer die Straße von Hormus digital im Blick behält, sieht auf Schiffstracking-Websites vor allem eines: viele bunte Punkte und Pfeile westlich und östlich der Meerenge. Selten bewegen sich einzelne Symbole, die je ein Schiff darstellen, durch die Wasserstraße hindurch; wenn überhaupt, dann meist iranische Schiffe oder auch mal ein indischer LNG-Tanker.das Schiff betreibt also offenbar einen Pendelverkehr durch die Straße von Hormus, weiter im Text:
Nun fielen zwei Schiffe mit einem Zusatz hinter ihrem Namen auf: Mit „Dead“ ergänzt der Trackingdienst Marinetraffic Schiffsnamen, die eigentlich nicht mehr unterwegs sein sollten. Dass sie nun doch nicht „tot“ sind, macht die beiden Tanker zu sogenannten Zombieschiffen.
Dabei handelt es sich um Schiffe, die die Identität eines verschrotteten, abgemeldeten oder stillgelegten Schiffes annehmen. Zombieschiffe übernehmen Namen, Flaggen oder IMO-Nummern. Die IMO-Nummer ist eine siebenstellige Kennung für Schiffe, die von der Kiellegung bis zur Verschrottung unverändert bleibt.
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Die Schiffe werden unter anderem dafür genutzt, Sanktionen zu umgehen oder Waren zu schmuggeln. Ihre Zahl hat mit Beginn der Einführung westlicher Sanktionen gegen Russland deutlich zugenommen.
Oftmals bedienen sich die Eigentümer weiterer illegaler Praktiken, etwa des AIS-Spoofings. Dabei manipulieren sie das Automatic Identification System (AIS) auf den Schiffen. Das Schiff sendet dann absichtlich falsche Positionsdaten, um vorzugeben, sich an einem anderen Ort zu befinden.
Ob auch die beiden Zombieschiffe an der Straße von Hormus – zwei Tanker – ihre Positionsdaten geändert haben, ist unklar.
Ein Öltanker mit der IMO-Nummer eines Schiffes namens Nabiin durchquerte am Sonntag die Straße von Hormus. Am Dienstag lag er im Golf von Oman, seitdem gibt es laut Marinetraffic keine neuen Positionsdaten. Die Nabiin wurde allerdings vor rund fünf Jahren abgewrackt.
Zugleich fuhr das Schiff unter dem Namen Nature Heart und der Flagge Mosambiks. Nach Angaben der Plattform Magicport wird das Schiff von dem in den Vereinigten Arabischen Emiraten ansässigen Unternehmen Muhit Maritime FZE verwaltet.
Einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters zufolge übernahm Muhit Maritime FZE im Jahr 2020 mehrere von den USA sanktionierte Tanker, die zuvor venezolanisches Öl transportiert hatten. Die Schiffe erhielten neue Namen und nahmen anschließend den Transport von venezolanischem Rohöl wieder auf.
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Bei dem zweiten Zombieschiff handelt es sich um einen Flüssiggastanker, der offenbar die Identität der LNG Jamal angenommen hat. Der Tanker durchfuhr unter japanischer Flagge die Straße bereits am Freitag und lag Trackingdaten zufolge mehrere Tage im Golf von Oman. Am Mittwoch wurde er dann wieder im Persischen Golf verortet.
Zitat: Die LNG Jamal ist allerdings recycelt worden. Das bedeutet, dass einzelne Bauteile zwar wieder- oder weiterverwendet werden können, nicht aber ganze Schiffe.
Als Verwalter des Schiffes fungiert laut Magicport das Unternehmen Resurgence Ship Management in Mumbai. Die Firma findet sich auch in der Datenbank der sanktionierten Schiffe der ukrainischen Regierung. Demnach verwaltete das Unternehmen zumindest bis September 2025 auch die Pione. Der Tanker soll trotz des Ölembargos der G7-Staaten gegen Russland russisches Öl und Ölprodukte transportiert haben.
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Nicht alle Schiffseigentümer und -manager mit fragwürdigem Hintergrund geben sich die Mühe, ihre Identität bei der Durchfahrt der Meerenge zu verschleiern. So durchfuhr auch die Meda die Straße von Hormus. Nach Angaben des Analysedienstes Windward läuft der Gastanker regelmäßig einen von den Huthi kontrollierten Hafen an,...
Am Freitag passierte der Öltanker North Star die Straße von Hormus. Die USA haben das unter der Flagge von Barbados fahrende Schiff im vergangenen Monat sanktioniert. Der Tanker habe zwischen Ende 2025 und Ende Februar 2026 fast zwei Millionen Barrel iranisches Flüssiggas transportiert, hieß es zur Begründung.
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Ergänzend ein Bericht von n-tv:
Zitat: +++ 20:57 Iran-Experte: Teheran nutzt Straße von Hormus für Ölausfuhr nach China +++mit Link auf_
Die Blockade der Straße von Hormus wird nach Einschätzung des iranischen Journalisten Ali Fathollah-Nejad zu einem immer größeren internationalen Problem. Doch die Meerenge ist längst nicht für jeden Tanker geschlossen.
Meerenge wird gewaltiges Problem - "Iran nutzt Straße von Hormus für Ölausfuhr nach China"
