Palästina
@Schneemann
das Ausmaß der Gewalt gegen Palästinenser wird nicht deutlich, wenn man sich in einem Zeitraum von drei Monaten auf zwei oder drei Einzelfälle fokussiert. Erst die beständigen und regelmäßigen Meldungen ergeben ein Bild, das eben nicht mehr verharmlost.
Damit es kein "Feuerwehrschlauch" wird ist zudem darauf geachtet, dass eben gerade unterschiedlichste Quellen mit zum Teil völlig konträren ideellen Grundsätzen verlinkt wurden - auch das führt zu einer entsprechenden Häufung von Meldungen, denen aber auch entsprechend gehäufte Ereignisse zugrunde liegen.

zu 1.
Wenn es tatsächlich nur "unter 300?" bzw. eine sehr niedrige dreistellige Anzahl von Radikalinskis wären, dann wären diese Massen an Übergriffen quer durch die Region auch schwer erklärbar. Eine effektiv arbeitende israelische Sicherheitsbehörde - und die gibt es - hätte 300 Radikalinskis längst aus dem Verkehr gezogen.
Also sind es entweder (deutlich) mehr Täter, oder aber, diese Täter arbeiten mit zumindest passiv duldender Unterstützung der israelischen Sicherheitsbehörde. Diese Erkenntnis habe ich aber nicht, wenn ich mich auf wenige Einzelfälle beschränken. Und: für beide Varianten finden sich Indizien in den Berichten.

Wobei . erkennbar den gleichen Ereignissen zuordenbare - unterschiedliche Berichte auch unterschiedliche Sichtweisen wiedergeben oder aber den schwer verdaulichen Inhalt bestätigen können. Aus der Distanz lässt sich der Wahrheitsgehalt dieser Sichtweisen schwer prüfen.
Insofern gebietet es auch die gebotene Objektivität, mehrere Berichte zu einem Ereignis "nachprüfbar zu machen".

zu 2.
Was nun die UN-Sonderberichterstatterin für Menschenrechte in den besetzten palästinensischen Gebieten, Francesca Albanese, betrifft:
ob man sie persönlich mag oder nicht, und ihre Aussagen für zutreffend hält oder nicht - sie spricht als offizielle Vertreterin der UN, und daher wäre es unvollständig, ihre Aussagen nicht wiederzugeben.
Ich darf und kann die Aussage einer solchen "Amtsperson" nicht ignorieren und verdrängen, wenn mir die Aussage und oder die Aussagende nicht gefallen.
Dann kann ich mich gleich auf die Blase beschränken, die meine Erwartung am intensivsten wiedergibt.
Damit verliert aber ein Diskussionsforum, in dem unterschiedliche Sichtweisen dargestellt werden sollten, jede Rechtfertigung. Ein solches Forum degeneriert zum Propagandainstrument, in der eine Mehrheit der Forenmitglieder mit der Nabelschau der eigenen Meinung und deren gegenseitiger Bekräftigung beschäftigt ist.
Diese Gefahr besteht schon, wenn einzelne User die Diskussion ohne Gegenmeinung oder "Kontra" dominieren, und die Darstellungsmöglichkeit konträrer Sichtweisen beschränkt wird.

Damit würde ein solches Forum zumindest für mich langweilig und uninteressant.
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