25.03.2026, 08:13
(24.03.2026, 23:29)Kongo Erich schrieb: und wie lange wollen das die Amerikaner durchhalten?Nach Lage der Dinge und wie es von Anfang an kommuniziert wurde vier bis sechs Wochen. Womöglich auch etwas länger, aber sicherlich nicht Monate oder Jahre.
Ich weiß nicht was so schwer daran sein soll, die amerikanischen Zielsetzungen in diesem Krieg zu erkennen. Höchstwahrscheinlich will man sie einfach nicht zu Kenntnis nehmen um Trump die eigenen Narrative ans Bein flicken zu können. Es geht in diesem Krieg nicht darum das Mullah-Regime zu stürzen. Das kann man gut oder schlecht, vernünftig oder ambitionslos, kurz- oder weitsichtig finden und ich habe da auch meine eigene Meinung dazu - was man aber anhand aller vorliegenden Äußerungen aus den USA und Israels nicht guten Gewissens tun kann ist zu behaupten, dass sei Kriegsziel und man hätte die Kriegsziele nicht erreicht, wenn es nicht dazu kommt.
Insofern ist die Erkenntnis, dass Trump einen Ausgang "sucht" auch nicht neu. Wenn man hingehört hätte / hinhören hätte wollen kommuniziert er das so quasi ab Tag 3 des Krieges. Trump ist mit (relativ) beschränkten Zielen in dieses Krieg gegangen. Welche das waren haben wir hier bereits mehrfach skizziert. Auch den Umstand, dass diese jetzt (technisch nahezu) erreicht sind. Entsprechend kommt früher oder später, mithin wohl jetzt der Punkt, dass man eine Beendigung der Kampfhandlungen aushandelt und es nicht bis zur letzten Raketen ausficht.
(24.03.2026, 23:29)Kongo Erich schrieb: Darauf zu hoffen ist noch mehr Quark. Da ist der 6er im Lotte um ein Vielfaches wahrscheinlicher.Es ist argumentativ etwas dünn von Wunschträumen zu schreiben ohne zu begründen warum die Aussage ein Wunschtraum sein soll.
Deine Wunschträume werden sich nicht erfüllen. Das hätte ein schneller Sieg werden müssen - jetzt entwickelt es sich zu einer Abnützungsschlacht, in der seitens des Iran abgewartet werden kann, weil die angegriffenen Iraner deutlich (!) weniger Aufwand betreiben müssen als ihre Angreifer.
Es ist technisch betrachtet nun mal so, dass es unter den gegebenen Umständen sehr einfach ist die Infrastruktur des Irans soweit zu beschädigen, dass das Land binnen Tagen kollabiert. Ich könnte dazu jetzt über Kraftwerke, Stauseen, LNG Produktion und Entsalzungsanlagen referieren, aber das ist in meinen Augen eigentlich eine sehr offensichtliche Position.
Was wie auch immer geartete Aufstände angeht - es ist nun mal eine Tatsache, dass es im Iran seit Jahr und Tag Massenaufstände aus dem Volk gibt. Bislang waren die nicht erfolgreich, es sind aber sehr wohl Szenarien denkbar, in denen sich das anders darstellt. Diese mögen nicht allzu wahrscheinlich sein, liegen aber um Welten nicht in einer Region in Richtung "6er im Lotto".
(24.03.2026, 23:29)Kongo Erich schrieb: Itzo lass mich lachen. Immerhin hast Du noch Humor. Aber sonst ist die Antwort nur so schräg, dass man darauf gar nicht erst eingehen müsste - und das weißt Du auch.Wieder keine sachbezogenen Argumentation, stattdessen ein reichlich dümmliche Ablenkung. Wo steht denn bitte in meinen Beitrag, dass das "alles nichts kostet"?
Wieso - wenn das alles nichts kostet - werden jetzt hunderte von Millionen Dollar für den US-Kriegsetat gefordert? Es gibt eine ganz einfache Erklärung:
Denn all das, was jetzt verpulvert wird, muss man wieder füllen - und das schnell, wenn man weiter den großen Zampano spielen will.
Man kann natürlich darauf verzichten, und den Russen in der Ukraine und den Chinesen in Taiwan das Feld überlassen. Aber auch dann werden die Lager wieder gefüllt werden müssen, mit teurer Munition, das man jetzt wirkungslos im Iran verpulvert.
Ich lege dar, dass keine unmittelbaren Kosten dadurch entstehen, dass man vor Jahren beschaffte Abfangraketen heute einsetzt. Das sollte doch so schwer nicht sein? Eine PAC-3 kostet nicht heute 4 Millionen US-$ wenn sie auf was auch immer abgeschossen wird. Die Kosten standen vor Jahren mal im Haushalt und fallen erst wieder an, wenn man sich dazu entschließt, die verschossene PAC-3 in den kommenden Jahren zu ersetzen.
Dann aber sehr wahrscheinlich zu günstigeren Konditionen als man die Dinger ursprünglich produziert hat. Plus man erhält eine modernere Variante die man jetzt wieder länger einlagern kann anstatt sie alsbald verschrotten oder aufarbeiten zu müssen.
Im Bezug auf einen Waffengang mit den Chinesen ist der Krieg mit dem Iran übrigens auch dahingehend positiv, dass der bestehende Nachkaufdruck (nicht nur USA sonder va auch Golfanrainer) die Produktionskapazitäten deutlich ausweiten wird. Der Aufbau der Fähigkeit mehrere tausend PAC-3 im Jahr herzustellen ist viel relevanter, als der Umstand, dass man jetzt ein paar Milliarden investiert um eingesetzte Mittel zu ersetzen.
(24.03.2026, 23:29)Kongo Erich schrieb: mit dem Feuervolumen kann der Iran mit deutlich minimalen Kosten wesentlich länger durchhalten als die Angreifer - die Revolutionsgarden können es bequem auf einer Backe absitzen, bis sich sogar die USA verpulvert haben. Logistikketten, die aus irgendwelchen Säcken auf Eselrücken bestehen, in denen Einzelteile von Drohnen transportiert werden - da musst Du viel investieren, um die zu unterbrechen.Die Rüstungsbemühungen des Reiches kollabierten schon ab Herbst 1944 und wären über 1945 vollständig zum erliegen gekommen, auch wenn man das Reich nicht besetzt hätte.
Niemand weiß, wieviele und wo noch versteckte Produktionsanlagen sind. Schau mal zurück in das Jahr 1945 - da sind in irgendwelchen Stollen und Kellern weiter die Arsenale der Wehrmacht gefüllt worden, trotz drückender Luftüberlegenheit der Alliierten. Meinst Du, die Iraner hätten in den letzten Jahren nicht auch entsprechend vorgebaut?
Aber seis drum. Shaheds materialisieren sich in verstecken Produktionsanlagen nicht aus der Luft. Wie jedes andere Rüstungsgut auch bestehen sie aus zig Subkomponenten die zusammengeführt werden müssen. Im vorliegenden Fall inklusive Importe aus dem Ausland.
Entsprechend, würde man es auskämpfen wollen (was wie gesagt eh nicht passieren wird), würde man Produktionsstätten für Subkomponenten und die korrespondierenden Logistikketten angreifen. Beginnend damit, dass man die Treibstoffversorgung lahmlegt. Mag sein, dass man im Iran dann auf Esel ausweicht, aber das hätte hinsichtlich der Produktionszahlen wohl noch drastischere Effekte als im Reich 1944.
Ansonsten um mich zu wiederholen, wenn der Iran 150 Drohnen verschießt und man diese (hauptsächlich die Golfstaaten btw) größtenteils mit diversen Wirkmitteln abfängt ist das keine Situation die wegen Wirkung oder Kosten zu eine vorzeitigen Beendigung der Kampfhandlungen führen müsste. Auf dem jetzigen Niveau könnte man das sehr lange durchhalten. Aber auch wie gesagt, das wird so nicht kommen.
Kongo Erich schrieb:Und Donald hat keine guten Option, wie der den Krieg beenden kann. Trump bleiben nur schlechte Optionen.Donald wird nach erreichen seiner beschränkten Kriegsziele mit irgendwem im Iran einen Deal machen und die Sache wird sich unspektakulär auslaufen.
Kongo Erich schrieb:= ein "Überraschungsschlag" zur Inbesitznahme der möglicherweise in Isfahan vermuteten Uran-Vorräte führt tief in iranisches Territorium und ist seit längerer Zeit "keine Überraschung" mehr, zumal die dortigen Anlagen tief verbunkert und massiv geschützt sind.Das HEU ist in welchen Zustand auch immer dort begraben und der Iran hat keine Infrastruktur mehr um mit diesem HEU irgendetwas anzufangen. Entsprechend wird es einfach dort bleiben und man wird ein Auge drauf haben, dass der Iran das nicht ausgräbt.
Kongo Erich schrieb:= Du kannst mir gerne jede militärische Alternative nennen, die Dir einfällt. Ich werde alle zerpflücken.Militärische Alternativen um welche Ziele zu erreichen? Du postulierst hier Ziele, die nicht die Ziele Trumps sind.
Wenn es darum gehen soll das Mullah-Regime gefügiger zu machen besteht die Option Ziele anzugreifen, die die Stabilität des Regimes schwächen. Die Idee, dass die Mullahs alles ignorieren könnten was im Iran stattfindet ist abwegig. Ihre Machtbasis ist nicht Gottgegeben sondern basiert auf den Gewehrläufen ihrer Anhänger die versorgt, bezahlt und am Ende des Tages auch nicht sterben wollen.
Im Extremfall wie schon oben skizziert - beginne damit die iranische Infrastruktur zu zerstören. Wir schwierig auch nur den Kaspischen Kaviar zu verbringen, wenn es im Land keinen Strom und Treibstoff mehr gibt.
