24.03.2026, 23:29
(24.03.2026, 21:57)Nightwatch schrieb: Nun um dein Bild aufzugreifen: Die sitzen in ihren Höhlen und warten das die Amerikaner kommen. Die kommen aber nicht. Stattdessen fällt den Verteidigern im Zweifelsfall eine JDAM auf den Kopf – oder halt auch nicht. Es ist schließlich letztlich egal ob die da noch irgendwo sitzen und irgendwie asymmetrisch wirken wollen.und wie lange wollen das die Amerikaner durchhalten?
Der ntv-US-Experte Peter Kleim stellt fest: "Trump sucht den Ausgang". Das kann man bezweifeln - aber alle rationalen Argumente sprechen dafür, dass der Peter Kleim nicht falsch liegt.
Donald knickt jetzt schon ein - das zeigt seine Entscheidung, "die Öl-Sanktionen gegen den Erzfeind Iran zu lockern - mitten im Krieg. Ziel war, durch die Erlaubnis zum Kauf iranischen Öls, das bereits auf See ist, das Angebot auf dem Weltmarkt zu vergrößern und die Preissteigerung damit zu bremsen."
Und der Iran hat darauf kalt lächelnd reagiert. Es gäbe kein Öl mehr, das verkauft werden könne - das sei alles schon weg.
Da sitzt einer also in Washington, der so, wie er es bisher angepackt hat, nicht weiter kommt - und das zunehmend auch erkennt.
(24.03.2026, 21:57)Nightwatch schrieb: ...Darauf zu hoffen ist noch mehr Quark. Da ist der 6er im Lotte um ein Vielfaches wahrscheinlicher.
Mit reiner Luftherrschaft lässt sich der Krieg gegen den Iran in einer Nacht gewinnen. Dazu müsste nur die zivile dual use Infrastruktur angegriffen werden. Das Land würde binnen Tagen komplett kollabieren. Macht man halt aus Gründen nicht, aber möglich wäre es ohne weiteres.
Und natürlich sind Szenarien denkbar, in denen „ein paar Aufstände“ gepaart mit westlicher Luftunterstützung das Regime stürzen. Das pauschal zu verneinen ist einfach Quark.
Deine Wunschträume werden sich nicht erfüllen. Das hätte ein schneller Sieg werden müssen - jetzt entwickelt es sich zu einer Abnützungsschlacht, in der seitens des Iran abgewartet werden kann, weil die angegriffenen Iraner deutlich (!) weniger Aufwand betreiben müssen als ihre Angreifer.
(24.03.2026, 21:57)Nightwatch schrieb: Ich habe dir bereits ausführlich erläutert warum das Kostenargument inhaltlich falsch ist. Darauf hast du dann nicht geantwortet und stattdessen kommt der gleiche Unsinn jetzt wieder. Sie entsprechend hier: https://www.forum-sicherheitspolitik.org...#pid286475Itzo lass mich lachen. Immerhin hast Du noch Humor. Aber sonst ist die Antwort nur so schräg, dass man darauf gar nicht erst eingehen müsste - und das weißt Du auch.
...
Wieso - wenn das alles nichts kostet - werden jetzt hunderte von Millionen Dollar für den US-Kriegsetat gefordert? Es gibt eine ganz einfache Erklärung:
Denn all das, was jetzt verpulvert wird, muss man wieder füllen - und das schnell, wenn man weiter den großen Zampano spielen will.
Man kann natürlich darauf verzichten, und den Russen in der Ukraine und den Chinesen in Taiwan das Feld überlassen. Aber auch dann werden die Lager wieder gefüllt werden müssen, mit teurer Munition, das man jetzt wirkungslos im Iran verpulvert.
(24.03.2026, 21:57)Nightwatch schrieb: Mit dem Feuervolumen das sie derzeit aufbieten können erreichen sie keine Übersättigungen und erzielen bestenfalls Einzeltreffer.mit dem Feuervolumen kann der Iran mit deutlich minimalen Kosten wesentlich länger durchhalten als die Angreifer - die Revolutionsgarden können es bequem auf einer Backe absitzen, bis sich sogar die USA verpulvert haben. Logistikketten, die aus irgendwelchen Säcken auf Eselrücken bestehen, in denen Einzelteile von Drohnen transportiert werden - da musst Du viel investieren, um die zu unterbrechen.
Mal abgesehen, dass man die Gefahr nicht begrenzen muss da der Krieg in absehbarer Zeit eh endet – würde man es auskämpfen wollen bleibt eine Bekämpfung aus der Luft die sinnvollste Option. Bekämpft würden dabei weniger die Launch-Teams als die Logistikkette dahinter bis zur Produktionsfabrik. Es wäre nur eine Frage der Zeit bis diese Fähigkeit ausreichen degeneriert ist.
Niemand weiß, wieviele und wo noch versteckte Produktionsanlagen sind. Schau mal zurück in das Jahr 1945 - da sind in irgendwelchen Stollen und Kellern weiter die Arsenale der Wehrmacht gefüllt worden, trotz drückender Luftüberlegenheit der Alliierten. Meinst Du, die Iraner hätten in den letzten Jahren nicht auch entsprechend vorgebaut?
Zitat:Die Mullahs müssen diesen Krieg nicht gewinnen, das können sie auch gar nicht. Sie können nur darauf setzen, durch lang anhaltenden militärischen Widerstand inklusive der Hormus-Blockade die Weltwirtschaft im Schlingerkurs zu halten, Märkte in Aufruhr zu versetzen und den Bürgern der USA die Lust am Tanken und am Einkauf im Supermarkt zu vermiesen. Das würde für Trump schon bald gefährlich, denn für die Zwischenwahlen im November braucht er seine bisherigen seine Wählerhinter sich.
Und zu bedenken ist - Donald gerät tatsächlich immer mehr unter Druck. Die Lebenshaltungskosten in den USA, insbesondere die "heiligen Benzinpreise" steigen massiv. Und die nächsten Wahlen rücken immer näher. Er sucht jetzt schon Schuldige, um denen die Verantwortung für den Krieg aufzudrücken.
Und Donald hat keine guten Option, wie der den Krieg beenden kann. Trump bleiben nur schlechte Optionen.
= ein "Überraschungsschlag" zur Inbesitznahme der möglicherweise in Isfahan vermuteten Uran-Vorräte führt tief in iranisches Territorium und ist seit längerer Zeit "keine Überraschung" mehr, zumal die dortigen Anlagen tief verbunkert und massiv geschützt sind.
= die Besetzung der iranischen Insel Charg im Persischen Golf ist eine hochgefährliche Aktion - angefangen von einer Verminung der Energieanlagen bis hin zum Eindringen in ein Gebiet, dass massiv vom Festland aus mit Drohnen und Kanonen unter Beschuss genommen werden kann, und dann berücksichtige ich noch nicht einmal, dass Landungstruppen "per Schiff" erst mal hunderte von Kilometer entlang der iranischen Küsten vordringen müssten, in ständiger Beschuss- und Minengefahr
Und was hätte eine erfolgreiche Besetzung für Folgen? "Wirtschaftlicher Druck auf einen Gegner funktioniert nur dann, wenn der Gegner dafür empfänglich ist. Die Mullahs aber haben schon mehrfach bewiesen, dass ihnen die wirtschaftliche Situation der Bevölkerung vollkommen egal ist. Sie agieren ohne Rücksicht auf Verluste." Die Mullahs würden also die Marines ins Feuer locken und bei kaspischem Kaviar kaltlächelnd zusehen, wie sich nach den Luftabwehrraketen auch die Marines dort verheizen. Tolle Alternative ...
= Du kannst mir gerne jede militärische Alternative nennen, die Dir einfällt. Ich werde alle zerpflücken.
Zitat:Den Krieg mit einem militärischen Sieg zu beenden, scheint nach Lage der Dinge unwahrscheinlich. Bliebe die Option für Donald Trump, zu erklären, man habe in den vergangenen Wochen dieses oder jenes immens wichtige Ziel mit dem Krieg erreicht und könne sich jetzt zufrieden zurückziehen. Nur, wie wird das Mullah-Regime darauf reagieren?Bled dabei, wenn die Mullahs weiter schießen lassen - dann kann Donald nicht einfach bei seiner Behauptung bleiben.
Und noch bleder, wenn die irgendwelche Schläferzellen aktivieren und dann einige Kamikaze-Drohnen auf Ziele in den USA runter fallen ...
Und nachdem die Luftbombardemens das Regime nicht einmal im Ansatz zum wackeln bringen - der geköpften Hydra sind mehrere Köpfe nachgewachsen - werden es die Mullahs auch durchaus drauf anlegen, Donald nicht so einfach einen Rückzug zu eröffnen.
