Sicherung des Seeverkehrs im Nahen und Mittleren Osten
#55
Trump stellt dem Iran Ultimatum von 48 Stunden für Öffnung von Straße von Hormus
Zunächst einmal:
Das ist ein Eingeständnis, dass der Iran die Straße sperren konnte und die USA bisher nicht in der Lage waren, das zu verhindern.

Dann aber:
Solche Ultimaten - faktisch eine bedingungslose Einstellung aller Handlungen - sind entweder Signal der absoluten Übermacht, der absoluten Überheblichkeit oder der absoluten Hilflosigkeit (die man mit einem "Befreiungsschlag" beenden möchte) - und klar ist auch, dass keine Regierung weltweit und erst recht nicht in Asien (drohender Gesichtsverlust) auch nur darüber nachdenken kann, einem solchen Ultimatum nachzukommen.
Siehe auch:
Zitat:Trump stellt Iran Ultimatum - Teheran warnt
dpa
So., 22. März 2026 um 5:31 AM GMT+1

Washington/Teheran (dpa) - US-Präsident Donald Trump droht dem Iran mit der Zerstörung seiner Energieanlagen, sollte das Land nicht innerhalb von 48 Stunden die Straße von Hormus vollständig und «ohne Drohungen» öffnen. Andernfalls würden die USA Irans Kraftwerke angreifen und zerstören, «beginnend mit dem größten!», schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social.

Aus Teheran folgte prompt eine Gegenwarnung: Sollte die Kraftstoff- und Energieinfrastruktur des Irans angegriffen werden, werde das iranische Militär alle Energieinfrastrukturen und Entsalzungsanlagen mit Verbindungen zu den USA in der gesamten Golfregion ins Visier nehmen, zitierte die den Revolutionsgarden nahestehende Nachrichtenagentur Fars einen Sprecher.
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ich sehe es so:
1. Analyse:
Eine absolute Übermacht mag auf dem Papier bestehen - sie hat aber nicht dazu verholfen, die schmerzhafte (auch für die USA) Sperre der Straße von Hormus zu verhindern.
Eine absolute Übermacht besteht also nicht. Vielmehr tritt bisher hinsichtlich dieser Sperre zunehmend eine "absolute Hilflosigkeit" zu Tage.
in seiner absoluten Hilflosigkeit wegen der bisher nicht erfolgten Kapitulation des Iran (die wagen es auch noch, sich gegen den Überfall durch die westliche Supermacht zu wehren und zurück zu schießen) droht DT mit dem (fast schon) "totalen Krieg".

Er hat offensichtlich nicht verstanden, dass sich die USA längst in einen asymetrischen Krieg manövriert haben, in denen die Überlegenheit der US-Streitkräfte nicht mehr zielführend für ein schnelles Ergebnis ist.

Und er versteht wohl auch nicht, dass trotz massiver Bombardements (es gibt keine Ziele mehr) noch genug Möglichkeiten für die Garden bestehen, aus unbekannten und versteckten Plätzen heraus mehr als nur "Nadelstiche" zu verteilen.

Mit seinen Ultimaten manövriert es sich nun selbst in die Abseitsfalle. Denn entweder, er lässt dem Ultimatum nun verlustreiche Ausführungen der Drohungen folgen - oder er kneift. Bei beidem verliert er - nicht nur an Glaubwürdigkeit.

2. Bewertung:
DT reagiert emotional "aus dem Bauch heraus" wie ein Schulhofschläger - und tritt damit möglicherweise in eine Falle, die ihm ein kühl kalkulierender Gegner stellen könnte.

gerade gelesen - auf meiner Linie:
Weißes Haus habe "keine Strategie"
Fischer: Trump stellt sich mit Ultimatum selbst "eine Falle"

22.03.2026, 11:03 Uhr
Zitat:Die USA erhöhen den Druck auf den Iran - doch eine klare Strategie ist laut Klemens Fischer nicht erkennbar. Der Politologe warnt: US-Präsident Trump bringe sich mit seinem Ultimatum selbst in eine gefährliche Lage und treibe den Konflikt weiter in Richtung Eskalation.
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Nachrichten in diesem Thema
RE: Sicherung des Seeverkehrs im Nahen und Mittleren Osten - von Kongo Erich - 22.03.2026, 14:01

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