Vor 8 Stunden
(Vor 11 Stunden)DopePopeUrban schrieb: Die Gründe für diesen Personalmangel sind nicht kurzfristig behebbar. Von der Unterbringungssituation über das generelle Arbeitsumfeld, den Ausbildungsprozess usw usw sind alle diese Probleme strukturell.Ich würde diese Punkte alle zurückstellen hinter dem Problem der geringen Attraktivität wiederholter langer Einsatzfahrten für langfristige Ausbildungsposten. Denn alles andere könnte man beheben, wenn man wollte. Aber diese Einschränkung der Lebensqualität nehmen heute nur noch wenige Bewerber hin, denen auf einem vergleichbaren Ausbildungsniveau vielfältige attraktivere Alternativen geboten werden, tlw. sogar innerhalb der Truppe.
Zitat:Das sagst du jetzt so aber diese Aussage habe ich so noch nie irgendwo gehört.Interessante Feststellung, aber das ist doch die einzige logische Erklärung, abseits des von dir sicher zurecht implizierten Lobbyismus, die eine kurzfristige A-200-Beschaffung rechtfertigt.
Zitat:Das beißt sich auch sehr mit der genannten Aufrüstung der F123B, dessen Ertüchtigung weiter in die ASW-Domäne spielt.Ja, das tut es, deshalb predigen wir beide hier ja auch die Verbandsflugabwehrlücke, aber diesen Widerspruch sehen halt die meisten so nicht. Was mMn an der simplen Kausalkette liegt, dass die verspätete F126 ja die F123 ersetzen soll(te). Also wird eine Interimslösung für diese Verspätung ebenfalls als Ablösung der F123 betrachtet, obwohl diese jetzt sinnvollerweise nochmal modernisiert wird, weswegen die F126-Verspätung dahingehend längst als kompensiert zu betrachten sein sollte. Es sein denn, man geht davon aus, dass die F123B trotz Modernisierung 2029ff. außer Dienst gehen muss.
Zitat:"NATO-Zusagen" spielen dabei überhaupt keine Rolle, da es diese fix überhaupt nicht gibt.Natürlich gibt es die und sie sind auch mehr oder weniger "fix", nachdem sie getroffen wurden. Darauf basieren ja auch NATO-Planungen und es verlassen sich Partner-Streitkräfte darauf, dass sie eingehalten werden.
Was nicht stimmt ist der Mythos, die NATO würde uns von oben herab etwas vorschreiben, was wir zu erfüllen haben. Die NATO erwartet Beiträge ihrer Mitglieder und koordiniert diese. Da können wir frühzeitig viel Einfluss drauf nehmen, was konkret wir zur Verfügung stellen wollen. Aber wenn wir das dann zugesagt haben, können wir nicht beliebig davon abweichen. Ein Revision unserer NATO-Beiträge wäre zwar sicher auch möglich, müsste aber zumindest abgestimmt werden und dürfte nicht einfach nur zu einer Minderleistung führen. Wir müssten also eine entsprechende Kompensation bieten können, idealerweise in direkter Abstimmung mit anderen Partnern. Bspw. könnten wir statt ASW- mehr AAW-Fregatten stellen, wenn im Gegenzug z.B. Dänemark oder Norwegen den Fokus ihrer bisher vorgesehenen AAW-Einheiten hin zu ASW verlagern.
Zitat:Und als solche wurde die A-200DEU auch nicht präsentiert. Die Idee dazu kam erstmals auf, als Hiobsbotschaften einer F126-Verzögerung bis 2034+ durch die Gegend kursierten und man sich parallel auf die Fahnen geschrieben hatte, bis 2029 kriegstüchtig zu werden. Nicht (!) von der Marine und auch nicht vom BMVg, dieses musste per Maßgabebeschluss gezwungen werden eine solche Option überhaupt zur Debatte zu stellen. ... Ist das nicht ein bisschen viel Verhinderungsaufwand für ein Produkt, dass doch so toll den eigenen Anforderungen entspricht?Für mich ist da kein Widerspruch erkennbar, wenn man klar auseinander hält, wer hier welche Rolle spielt. Diejenigen, die eine A-200 befürworten, sind nicht diejenigen, die sie nutzen müssten, während diese wiederum nicht bei der NATO Kapazitätszusagen treffen.
Dass im Endeffekt eine Menge Lobbyismus und andere politische Aspekte hineinspielen, ist natürlich richtig und sicher auch relevanter als dieser tatsächliche Erklärungsversuch. Da bin ich grundsätzlich deiner Meinung. Ich versuche nur auch, die vermeintlichen Argumente ernst zu nehmen.
Zitat:Entweder ist das hier eine tatsächliche Beschaffungsabsicht, hat seine Meinung also entsprechend geändert, oder man bleibt beim ursprünglichen Kurs und hält die Politikszene hin damit diese keinen Widerstand leistet bis Rheinmetall "zur Rettung eilt". Vorstellen kann ich mir beides.Ich auch. Gut möglich, dass man erkennt, dass hier Unmengen von Rüstungsausgaben getätigt werden, bei denen man sich jetzt entscheiden kann, ob man davon gar nichts haben will oder wenigstens eine irgendwie brauchbare Schiffsklasse. Dafür spricht für mich die Zahl von vier Schiffen.
(Vor 8 Stunden)Milspec_1967 schrieb: - A200... jetzt... 4 Einheiten....Zulauf ab 2030...... ersetzen 2038 5 K-130 alt vollständig.Also entweder verstehe ich deine Aussage nicht oder du hast das 1.Los K130 doppelt verplant. Du schreibst, dass dieses durch die A-200 ersetzt wird, rechnest es aber trotzdem mit bei den 24 Schiffen. Oder meinst du, die A-200 sollen erstmal zusätzlich bemannt werden und die K130 erst später ersetzen, wenn diese ihr NDE erreichen?
- 4x F-123B bis 2031
= 7 aktive ASW Fregatten 2030/31 für die NATO + 4 IKM F125 (NATO nur bedingt tauglich) + 3 F-124 + 10 K-130 = 24 größere Schiffe.
Außerdem führst du 7 F-123B und A-200 an, obwohl beide Klassen je vier Schiffe umfassen. Liegt das am frei gewählten Betrachtungszeitpunkt 2031?
Zitat:F-126 wird gebaut, aber ab Schiff 3 in jetziger Version komplett aufgegeben!!!...Mit welchem Sinn dahinter? Warum jetzt eine Kleinserie bauen und erst dann umrüsten und nicht gleich?
... und bis 2028 wird F-126 umkonstruiert
Wenn man der Meinung ist, wir sollten A-200 und F126 beschaffen, letztere aber aufrüsten, dann wäre doch die logische Konsequenz, so lange bei der Produktion von A-200 zu bleiben, bis man die gewünschte Ausgestaltung der F126 beziehen kann.
Dieses Klein-Klein unterschiedlicher Klassen würde die Marine im Betrieb überfordern. Nach der 3er-Rotation wäre dann schlussendlich kein Schiff im Einsatz 1:1 gegen ein anderes austauschbar.
