21.03.2026, 11:08
(22.12.2025, 20:49)lime schrieb: Außerhalb der EU wird nicht über die Zukunft des Verbrenners gestritten, weil die anderen produzierenden Staaten nicht so dumm sind und Verbrennerfahrzeuge in Zukunft verbieten wollen. Diesen ideologischen Fimmel gibt es nur in Teilen der EU.Das sind leider Schlagworte und Behauptungen ohne Begründung und Belege.
Wie sich die Fokussierung auf die Ölwirtschaft in den USA auswirkt, habe ich hier dargelegt.
Ich hatte dann ja hier im Forum auch schon geschrieben, dass China die Abhängigkeit von Importen fossiler Energien deutlich reduziert hat.
Aktuell befasst sich nun ein Breitband-Medium mit dem Thema
Zitat:Iran-Krieg trifft Asiens Wirtschaft ins Mark
Aktualisiert am 21.03.2026, 06:06 Uhr
Asiatische Länder beziehen große Mengen Öl und Gas aus der Golfregion. Die Folgen sind bereits deutlich spürbar - auch für deutsche Unternehmen.
Peking - Die Blockade der Straße von Hormus trifft weite Teile Asiens besonders schwer und dürfte auch Folgen für deutsche Unternehmen dort haben. Das geht aus einer Analyse von Germany Trade & Invest (GTAI) hervor, der Außenwirtschaftsagentur des Bundes.
Demnach stammt ein großer Teil der Öl- und Gasimporte in Asien aus der Golfregion. Tanker meiden aufgrund iranischer Drohungen oder fehlender Versicherungen die Route. Auch die Luftfrachtkosten auf der Europa-Asien-Route sind dem Bericht zufolge zuletzt um bis zu 60 Prozent gestiegen.
Energiepreise und Nachfrage unter Druck
Stark betroffen sind energieabhängige Volkswirtschaften wie Japan, das nahezu sein gesamtes Rohöl aus der Golfregion bezieht. Vor allem in Süd- und Südostasien sind die Folgen laut dem Bericht bereits spürbar: Steigende Energiepreise und Versorgungsengpässe belasten Wirtschaft und Haushalte.
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China weniger stark betroffen
Auch China ist als weltweit größter Rohölimporteur betroffen. Durch direkte Pipelines aus Russland und große Reserven ist das Land jedoch dem Bericht zufolge weniger stark auf Tankerlieferungen angewiesen als viele Nachbarländer. Zudem profitiert China laut GTAI vom Ausbau erneuerbarer Energien.
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China entwickelt sich damit zum Vorbild für Asien und insgesamt auch für den "globalen Süden".
Und als Marktführer in Sachen "erneuerbare Energien gewinnen" und "Elektromobilität fördern" wird China einen großen Teil dieser Branche für sich abschöpfen.
Die USA - und wir - haben es dagegen versäumt, rechtzeitig den anfahrenden Zug zu besteigen.
Beispiel: Solarenergie:
Wir waren 2010 z.B. noch Weltmarktführer im Bereich "Solarenergiegewinnung". Heute (Stand 2024) ist das China mit fast dem 12fachen unserer Produktion. Unter den 10 größten Solarunternehmen sind acht aus China.
Beispiel: Windenergie:
Auch hier ist China inzwischen mit der doppelten Kapazität gegenüber dem nächsten Land in der Tabelle zum Weltmarktführer bei der Energiegewinnung geworden. Und der Vorsprung wird dank der jährlich neu installierten Kapazitäten massiv weiter ausgebaut.
Beispiel Elektrofahrzeuge:
Von den fünf größten Herstellern batterieelektrischer Autos sind drei aus China. Der Marktführer - Tesla in den USA - hat Probleme, und reduziert die Verkaufszahlen und die Produktion. Unser Volkswagenkonzern kann dagegen insbesondere in Europa noch halbwegs mithalten.
Wie lange noch?
Global schaut das ohnehin schon anders aus.
Die "Energiewende" wird bei uns insgesamt zurück gedreht - egal ob KFZ-Industrie, Heizung oder was auch immer, Wollen wir auch zu einem Industriemuseum werden?
