20.03.2026, 17:24
lime:
Das ist meiner Meinung nach komplexer. Die Führung dort hat ja jahrzehntelang Propaganda getrieben und sich auf religiöse Fanatiker abgestützt um dadurch ihre Macht gegenüber dem eigenen Volk aufrecht zu erhalten. Wenn man nun "kapitulieren" würde, ja selbst bei "zu weit reichenden" Zugeständnissen, würde dies die Legitimierung dieser Führung gegenüber ihren direkten wesentlichen Gefolgsleuten völlig zerstören. Entsprechend steht das Regime komplett am Abgrund und kann daher gar nicht nachgeben. Denn jedes nachgeben hätte noch wesentlich sicherer und umfassender den Tod der Führung zur Folge. Also versucht man durch verstecken und mobil bleiben irgendwie zu überleben und die Sache auszusitzen. Würde man nun unter der Bedrohung durch "das Böse" nachgeben, würde man in jedem Fall sterben. Man kann nicht jahrzehntelang den Märtyrertod über alles stellen und dann sofort nachgeben nur weil man selbst drauf geht, wenn man tatsächliche Fanatiker unter sich hat, die dies niemals tolerieren würden.
Deshalb war die Verbissenheit der iranischen Führung angesichts der systematischen Ermordung derselben für mich in keinster Weise überraschend. Die haben gar keine andere Wahl.
Zitat:Man hat die Führungsstrukturen im Iran wohl leider falsch eingeschätzt. Die scheinen tatsächlich an ihr zukünftiges Leben im Paradies zu glauben und gehen lieber in den Tot statt aufzugeben. Für mich tatsächlich auch eher unerwartet.
Das ist meiner Meinung nach komplexer. Die Führung dort hat ja jahrzehntelang Propaganda getrieben und sich auf religiöse Fanatiker abgestützt um dadurch ihre Macht gegenüber dem eigenen Volk aufrecht zu erhalten. Wenn man nun "kapitulieren" würde, ja selbst bei "zu weit reichenden" Zugeständnissen, würde dies die Legitimierung dieser Führung gegenüber ihren direkten wesentlichen Gefolgsleuten völlig zerstören. Entsprechend steht das Regime komplett am Abgrund und kann daher gar nicht nachgeben. Denn jedes nachgeben hätte noch wesentlich sicherer und umfassender den Tod der Führung zur Folge. Also versucht man durch verstecken und mobil bleiben irgendwie zu überleben und die Sache auszusitzen. Würde man nun unter der Bedrohung durch "das Böse" nachgeben, würde man in jedem Fall sterben. Man kann nicht jahrzehntelang den Märtyrertod über alles stellen und dann sofort nachgeben nur weil man selbst drauf geht, wenn man tatsächliche Fanatiker unter sich hat, die dies niemals tolerieren würden.
Deshalb war die Verbissenheit der iranischen Führung angesichts der systematischen Ermordung derselben für mich in keinster Weise überraschend. Die haben gar keine andere Wahl.
