Gestern, 13:03
Helios schrieb:Entschuldige bitte meine späte Antwort, leider war ich die letzten Tage verhindert und auch aktuell habe ich leider nicht so viel Zeit. Was die konkrete Weiterentwicklung angeht gab es beispielsweise zwischen der A-200SAN und der A-200EN eine Steigerung der Energieversorgung um über 25%, zudem kann durch Optimierungen bei der Anordnung für zukünftige Klassen eine weitere Steigerung vergleichsweise einfach umgesetzt werden. [...]Ach kein Problem, manchmal ist das Leben so.
Danke erstmal für den Hintergrundeinblick. Damit dürften sich meine Sorgen bezüglich der technischen Aktualität des Designs erledigt haben.
Inwiefern zeichnen sich diese "flexiblen Infrastrukturvorbereitungen" denn aus? Sind damit bspw vorgelegte Anschlussmöglichkeiten gemeint die eine flexiblere/positionsunabhängigere Integration von Komponenten ermöglichen oder geht es dabei nur um die einfacherer Integration an den dafür vorgesehen stellen? Unabhängig des Zeitfaktors steht ja auch die Frage im Raum, ob bspw Mk49 und RWS unabhängig voneinander auf dem Entwurf umsetzbar sind.
Zitat:Damit meinte ich primär die Anordnung von Infrastrukturkomponenten, deren Verbindungen, usw. Ich möchte da nicht weiter ins Detail gehen.Verstehe, trotzdem danke

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Broensen schrieb:Alles darüber ist für eine A200 Wunschdenken, alles darunter ist schlechter Kompromiss. Und ich habe die Vermutung, dass es seitens der Marine da jetzt keinen schlechten Kompromiss dieser Art geben wird und man diese Grundbewaffnung nicht zugunsten eines schnellen Zulaufs unterschreiten wird.Davon gehe ich ebenfalls aus, worauf sich zum Teil auch meine Ablehnung gegenüber dieses Beschaffungsvorhabens begründet.
Als reine Interimsbeschaffung die man nachher wieder los wird, wäre diese Plattform mEn akzeptabel, aber das würde sie hier wohl kaum sein. Wie du schon sagst wird man seitens der Marine keine "schlechten Kompromisse" eingehen.
Mit allerlei Anpassungen werden diese Einheiten meiner Vermutung nach nicht rechtzeitig kommen um als Interimslösung Mehrwert zu bieten, gleichzeitig werden sie bei den kommunizierten Stückpreisen auch deutlich zu teuer sein um als "Wegwerfprodukt" behandelt werden zu können. Auf diesen Einheiten würden wir sitzen bleiben und dabei belegen sie (vor allem personaltechnische) Ressourcen, die dann nicht an fähigere oder auf die Bedürfnisse der DM zugeschnittene Einheiten verwendet werden können. Zeigt sich ja alleine schon in den Fachdiskussionen um das Thema, Stichwort K130-Ersatz.
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Milspec_1967 schrieb:Bofirs 57mm wird es nicht geben, da nicht in der Marine eingeführt = Zeitfaktor... und Logistik Alptraum
Zitat:Die Abnahme dauert um einiges länger, da es für BW Prototyp Installationen wären.Das scheint mir ein wenig zu selektiv zu sein wenn ich ehrlich bin. Unabhängig des letztendlichen fits würden eine Menge Komponenten auf der A-200DEU eingeführt, die vorher nicht im Bestand der Marine wären. Selbst wenn man dabei nur auf Bestandskomponenten zurückgreift, das schiffseigenen Komponenten werden auch nicht alle schon auf anderen Einheiten eingeführt sein. Ein gewisser logistischer Mehraufwand dürfte grundsätzlich zu erwarten sein, alleine schon weil es eine neue Schiffsklasse ist. Das würde vermutlich wirklich nur durch entweder sehr eng verwandte oder identische Klasse nicht der Fall sein.
Logistik halte ich generell aber auch für die geringere Hürde hier. Der Faktor Zeit dürfte bei der Beschaffung von Komponenten der wesentlich größere sein.
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DorJur schrieb:Ich hoffe, dass man sich Gedanken darüber macht, welche Rolle die MEKO A-200DEU kurzfristig, vor allem aber mittel- bis langfristig spielen soll.Sofern es zu einer Beschaffung kommt sollte man sich erst einmal Gedanken machen, woher man überhaupt die Personalressourcen hernimmt um diese auch einsetzen zu können. Idealerweise bevor es zu einer Beschaffung kommt.
Zitat:Wenn man die A-200DEU dann später als leichte Mehrzweckfregatte nutzt, oder als Teilersatz für die K130, dann könnte man immer noch nachrüsten.MMn ist das vom falschen Ende her gedacht.
Vor einer Beschaffung darf die Frage nicht sein "wir haben jetzt Schiff X, was machen wir damit?"
Vor einer Beschaffung muss die Frage sein "Wir haben Aufgabenprofil X, welches Schiff brauchen wir dafür?"
Es ist ein Problem, wenn man eine Einheit nimmt und dann erst guckt, welches Auftragsprofil man ihr denn "hinzudichten" könnte. Viele kritisieren ja die ständigen Goldrandlösungen der Marine, vom reinen Prozess her betrachtet ist es aber der richtige Ansatz, auch wenn man sich über die konkrete Ausführung streiten kann.
Man kann durchaus der Ansicht sein, dass eine A-200 ein fähiger Ersatz der K130 wäre (Personal etc mal ausgeblendet) weil sie überlebensfähiger ist und darüber kann man sich ebenfalls streiten, Fakt ist aber, dass eine K130 Fähigkeitstechnisch deutlich mehr ist als ihre 76mm und RAM-Starter ist. Angerissen sind diese Einheiten umfassend befähigte Aufklärungsplattformen, verfügen über SIGINT und IMINT, können umfangreich im R-ECM wirken, feindliche Kommunikation stören, verfügen über eine umfassende Befähigung zum Minenlegen und sind teilwiese auch gegen Cyberangriffe gehärtet. Mir persönlich kommen Fähigkeiten zur bspw Verbandsflugabwehr hier auch zu kurz, aber so einfach ist es eben nicht.
Da sollte man sich Fragen ob eine A-200 a) ebenfalls dazu befähigt werden kann und b) ob sie dazu befähigt werden sollte, immerhin ist das Einsatzkonzept nicht unbedingt äquivalent.
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fabian schrieb:Ich denke mal mit den 4 Meko200DEU, will man die 18 Fregatten (Nato Vorgabe) zukünftig erreichen:Nur als kurzer Einschub, die Marine hat der NATO keine Fregattenanzahl x zugesagt, Vorgaben dafür gibt es nicht. Zwar erfolgt durchaus eine Abstimmung der Bestände zwischen den einzelnen NATO-Partnern, aber es gibt keine Vorgaben x Anzahl Fregatten zu Datum x vorzuhalten. Das ist freiwillig und nicht-bindend, dient lediglich der Koordination für bspw SNMGs und Manöver.
