19.03.2026, 18:02
Ich stimme den folgenden Ausführungen weitestgehend zu. Ergänzend:
Was ja genau meine Rede von Beginn war. In den allerersten Stunden des Angriffs schrieb ich schon, dass die Kräftekonzentration unzureichend ist. Insbesondere, da ja mit einer Ablenkung bzw. einem Parallelgeschehen zumindest durch die Hisbollah zu rechnen war. Man hat sich viel zu sehr von der Möglichkeit Khamenei zu töten leiten lassen und zu wenig Kräfte zusammen gezogen. Man hätte mehr Kräfte zusammen ziehen können als man hat. Dies nicht zu tun, wenn die tatsächliche Möglichkeit dafür bestünde, ist ein schwerwiegender strategischer Fehler.
Denn die Auftaktschlacht ist die entscheidende im modernen konventionellen Krieg. Nachdem diese vorbei ist, greifen mehr Kräfte nicht gleichermaßen wie unmittelbar mit Kriegsbeginn.
Das ist auch ein wesentlicher Punkt. Da dies aber immer so ist, benötigt man stärkere Reserven, womit wir wieder bei 1. sind. Denn hätte man mehr Kräfte, hätte man mehr Reserven ausbilden können und wäre damit durchhaltefähiger.
Und das hätte absolut jedem von vornherein klar sein müssen. Dass die Ölaraber die USA und Israel die Drecksarbeit erledigen lassen, nicht zuletzt in ihrem Sinn und bezüglich Saudi-Arabien auch in deren Mit-Auftrag, dass die Ölaraber zugleich selbst nichts investieren wollen. Das war so völlig klar, dass man die Ölaraber niemals mit einplanen hätte dürfen und dies auch weiterhin nicht darf.
Auch wenn man zwingendermaßen gegen die Ablenkung durch die Hisbollah etwas unternehmen muss, so ist auch dies eine Verzettelung die strategische falsch ist. Man hätte den Libanon weitgehend den israelischen Bodeneinheiten überlassen sollen, die Luftwaffe aber müsste man komplett auf den Iran konzentrieren. Jeder Luftangriff auf den Libanon ist meiner Ansicht nach ein Fehler gewesen. Mechanisierte Großkampfverbände mit Artillerie etc. hätten auch so die Hisbollah aus ihren grenznahen Stellungen geworfen, zwar mit höheren Verlusten aber dennoch. Es fehlt hier die eindeutige Schwerpunktbildung für die Luftwaffe.
Was man sich gegen den Iran selbst dann nicht leisten kann, wenn dieser so weit unter seinen Möglichkeiten und unter seiner Gewichtsklasse kämpft.
Sehe ich nicht so. Diese Stellungen bei starker Dislozierung in schwierigem Gelände bei der Größe des Landes weitgehend niederzuhalten ist schlicht und einfach selbst dann sehr schwierig, wenn ich es priorisiere. Item sind wir damit erneut bei 1. - mehr Quantität. Die aber unmittelbar bei Kriegsbeginn eben eine größere Wirkung hat, als wenn sie stückweise entfaltet wird. Die Wirkung ist also nicht einfach linear zur Masse, sondern immer auch unterschiedlich im zeitlichen Verlauf und dabei vor allem Anfangs überproportional.
Zitat:1. Wie schon thematisiert, man hat insgesamt wenig Plattformen vor Ort und hätte im Vorfeld des Krieges mehr Kräfte verlegen sollen.
Was ja genau meine Rede von Beginn war. In den allerersten Stunden des Angriffs schrieb ich schon, dass die Kräftekonzentration unzureichend ist. Insbesondere, da ja mit einer Ablenkung bzw. einem Parallelgeschehen zumindest durch die Hisbollah zu rechnen war. Man hat sich viel zu sehr von der Möglichkeit Khamenei zu töten leiten lassen und zu wenig Kräfte zusammen gezogen. Man hätte mehr Kräfte zusammen ziehen können als man hat. Dies nicht zu tun, wenn die tatsächliche Möglichkeit dafür bestünde, ist ein schwerwiegender strategischer Fehler.
Denn die Auftaktschlacht ist die entscheidende im modernen konventionellen Krieg. Nachdem diese vorbei ist, greifen mehr Kräfte nicht gleichermaßen wie unmittelbar mit Kriegsbeginn.
Zitat:3. Es ist in der dritten Kriegswoche auch normal das eine operative Regenerationsphase erfolgen muss, die (zu wenigen) eingesetzten Kräfte können nicht über Wochen im Surge-Modus arbeiten.
Das ist auch ein wesentlicher Punkt. Da dies aber immer so ist, benötigt man stärkere Reserven, womit wir wieder bei 1. sind. Denn hätte man mehr Kräfte, hätte man mehr Reserven ausbilden können und wäre damit durchhaltefähiger.
Zitat:5. Es ist nicht hilfreich, dass sich die schwer unter Beschuss liegenden Golfanrainer bei der aktiven Bekämpfung der iranischen Offensivfähigkeiten vornehm zurückhalten.
Und das hätte absolut jedem von vornherein klar sein müssen. Dass die Ölaraber die USA und Israel die Drecksarbeit erledigen lassen, nicht zuletzt in ihrem Sinn und bezüglich Saudi-Arabien auch in deren Mit-Auftrag, dass die Ölaraber zugleich selbst nichts investieren wollen. Das war so völlig klar, dass man die Ölaraber niemals mit einplanen hätte dürfen und dies auch weiterhin nicht darf.
Zitat:6. Womöglich sind auch zu viele israelischen Assets gerade zusätzlich noch im Libanon gebunden,
Auch wenn man zwingendermaßen gegen die Ablenkung durch die Hisbollah etwas unternehmen muss, so ist auch dies eine Verzettelung die strategische falsch ist. Man hätte den Libanon weitgehend den israelischen Bodeneinheiten überlassen sollen, die Luftwaffe aber müsste man komplett auf den Iran konzentrieren. Jeder Luftangriff auf den Libanon ist meiner Ansicht nach ein Fehler gewesen. Mechanisierte Großkampfverbände mit Artillerie etc. hätten auch so die Hisbollah aus ihren grenznahen Stellungen geworfen, zwar mit höheren Verlusten aber dennoch. Es fehlt hier die eindeutige Schwerpunktbildung für die Luftwaffe.
Was man sich gegen den Iran selbst dann nicht leisten kann, wenn dieser so weit unter seinen Möglichkeiten und unter seiner Gewichtsklasse kämpft.
Zitat:womöglich hat die Allianz insgesamt die Raketen und Drohnen der Iraner nicht ausreichend priorisiert.
Sehe ich nicht so. Diese Stellungen bei starker Dislozierung in schwierigem Gelände bei der Größe des Landes weitgehend niederzuhalten ist schlicht und einfach selbst dann sehr schwierig, wenn ich es priorisiere. Item sind wir damit erneut bei 1. - mehr Quantität. Die aber unmittelbar bei Kriegsbeginn eben eine größere Wirkung hat, als wenn sie stückweise entfaltet wird. Die Wirkung ist also nicht einfach linear zur Masse, sondern immer auch unterschiedlich im zeitlichen Verlauf und dabei vor allem Anfangs überproportional.
