18.03.2026, 17:35
LS2 nun im Einsatz für die belgischen Landstreitkräfte
FOB (französisch)
Nathan Gain 16. März 2026
[Bild: https://www.forcesoperations.com/wp-cont...ge_001.png]
Kaum sechs Wochen nach seiner Gründunghat das Konsortium LS2, bestehend aus John Cockerill Defense, FN Herstal und Thales Belgium, bereits mit den ersten Wartungsarbeiten am Fahrzeugpark der belgischen Landstreitkräfte begonnen.
Der Start ist für die drei Partner von LS2 gelungen. Eine erste Gruppe von Technikern für Fahrzeugmechanik, Bewaffnung sowie Informations- und Kommunikationssysteme (ICS) ist seit diesem Montag in den Standorten Marche-en-Famenne und Bourg-Léopold im Einsatz, wo die kürzlich neu gebildeten 7. und 1. Brigaden stationiert sind. Als Zivilisten inmitten von Soldaten leiten sie die schrittweise Wiederaufnahme der Wartung des Großteils der wichtigsten Ausrüstungsgegenstände der Landstreitkräfte ein – ein zentrales Anliegen einer Ende Januar gestarteten, beispiellosen Initiative.
Hinter dieser Stabübergabe kündigt diese Zwischenphase den Bau einer brandneuen Unterstützungsinfrastruktur auf dem Militärgelände von Rocourt an. Zunächst müssen die bestehenden Gebäude abgerissen und die Böden saniert werden, bevor der Grundstein für ein 20.000 m² großes Schiff gelegt wird, dessen volle Betriebsfähigkeit für 2028 erwartet wird. Der Standort wird rund vierzig Hallen beherbergen, die mit den entsprechenden Werkzeugen ausgestattet sind. Investitionskosten für Gebäude, die im Besitz des Verteidigungsministeriums bleiben? Mehrere Dutzend Millionen Euro.
Das auf 20 Jahre angelegte Projekt LS2 konzentriert sich vorerst auf „Legacy“-Fahrzeuge, also solche, die schon lange im Einsatz sind, wie die Logistiktransporter Astra und die Panzerfahrzeuge Dingo II. Langfristig wird sich das Fachwissen auf mehrere Tausend Fahrzeuge und Teilsysteme erstrecken, darunter die rund 700 Griffon, Griffon MEPAC, Serval, CAESAR und Jaguar, die bisher im Rahmen der französisch-belgischen Partnerschaft CaMo bestellt wurden. Diese bleiben noch mehrere Jahre unter Herstellergarantie. LS2 wird die Wartung übernehmen, sobald diese abgelaufen ist und die Anlagen in Lüttich voll funktionsfähig sind.
Parallel dazu laufen weitere spezifische Supportverträge bei LS2 in Zusammenarbeit mit CaMo. Ende 2025 war FN Herstal bereits für die Wartung der ferngesteuerten Turmchen T1B und T2B ausgewählt worden, mit denen der Griffon, die demnächst ausgelieferten Griffon MEPAC und Serval sowie in weiterer Zukunft das derzeit in Entwicklung befindliche gepanzerte Einsatzunterstützungsfahrzeug (VBAE) ausgerüstet sind. Bis 2030 werden dafür mehr als 50 Mio. € bereitgestellt.
Die Verwaltung der Ersatzteile verbleibt zudem in den Händen des Militärs. In diesem Zusammenhang wurde gerade ein mehrjähriger Auftrag an KNDS France für die Unterstützung der CaMo-Ausrüstung vergeben, einschließlich der Lieferung eines Anfangslagers an Ersatzteilen. Das französische Unternehmen erhält fast 360 Mio. € und damit offenbar die erste Tranche eines Auftrags im Wert von über 2,2 Mrd. €. Ein weiterer Auftrag befindet sich im Bereich der SIC in der Startphase. Dieser künftige Vertrag mit dem Namen „LAND C4I“ steht im Zusammenhang mit der Einführung von Funkgeräten der neuen Generation SYNAPS in der aktiven Flotte, eine Maßnahme, die mit der Einsatzbereitschaft einer ersten kombinierten Brigade bis zum Jahr 2030 verbunden ist.
Etwa zehn Mitarbeiter rüsten derzeit LS2 aus. Bis zum Jahresende wird ihre Zahl auf das Zwei- bis Dreifache oder sogar noch mehr ansteigen. Und sobald der Standort Rocourt seinen vollen Betrieb erreicht hat, werden es bis zu 200 Mitarbeiter sein – ebenso viele technische Profile, für die das Joint Venture auf externe Rekrutierung setzen wird. Es kommt nämlich nicht in Frage, die Teams der Aktionäre zu schwächen, die aufgrund der allgemeinen Aufrüstung nun unter Druck stehen. Ebenso wenig kommt es in Frage, belgische Soldaten abzuwerben, da Rekrutierung und Mitarbeiterbindung für das Verteidigungsministerium nach wie vor große Herausforderungen darstellen. Der schrittweise Hochlauf erfordert vielmehr die Suche in den Einzugsgebieten der verschiedenen betroffenen Standorte.
Bildnachweis: LS2
FOB (französisch)
Nathan Gain 16. März 2026
[Bild: https://www.forcesoperations.com/wp-cont...ge_001.png]
Kaum sechs Wochen nach seiner Gründunghat das Konsortium LS2, bestehend aus John Cockerill Defense, FN Herstal und Thales Belgium, bereits mit den ersten Wartungsarbeiten am Fahrzeugpark der belgischen Landstreitkräfte begonnen.
Der Start ist für die drei Partner von LS2 gelungen. Eine erste Gruppe von Technikern für Fahrzeugmechanik, Bewaffnung sowie Informations- und Kommunikationssysteme (ICS) ist seit diesem Montag in den Standorten Marche-en-Famenne und Bourg-Léopold im Einsatz, wo die kürzlich neu gebildeten 7. und 1. Brigaden stationiert sind. Als Zivilisten inmitten von Soldaten leiten sie die schrittweise Wiederaufnahme der Wartung des Großteils der wichtigsten Ausrüstungsgegenstände der Landstreitkräfte ein – ein zentrales Anliegen einer Ende Januar gestarteten, beispiellosen Initiative.
Hinter dieser Stabübergabe kündigt diese Zwischenphase den Bau einer brandneuen Unterstützungsinfrastruktur auf dem Militärgelände von Rocourt an. Zunächst müssen die bestehenden Gebäude abgerissen und die Böden saniert werden, bevor der Grundstein für ein 20.000 m² großes Schiff gelegt wird, dessen volle Betriebsfähigkeit für 2028 erwartet wird. Der Standort wird rund vierzig Hallen beherbergen, die mit den entsprechenden Werkzeugen ausgestattet sind. Investitionskosten für Gebäude, die im Besitz des Verteidigungsministeriums bleiben? Mehrere Dutzend Millionen Euro.
Das auf 20 Jahre angelegte Projekt LS2 konzentriert sich vorerst auf „Legacy“-Fahrzeuge, also solche, die schon lange im Einsatz sind, wie die Logistiktransporter Astra und die Panzerfahrzeuge Dingo II. Langfristig wird sich das Fachwissen auf mehrere Tausend Fahrzeuge und Teilsysteme erstrecken, darunter die rund 700 Griffon, Griffon MEPAC, Serval, CAESAR und Jaguar, die bisher im Rahmen der französisch-belgischen Partnerschaft CaMo bestellt wurden. Diese bleiben noch mehrere Jahre unter Herstellergarantie. LS2 wird die Wartung übernehmen, sobald diese abgelaufen ist und die Anlagen in Lüttich voll funktionsfähig sind.
Parallel dazu laufen weitere spezifische Supportverträge bei LS2 in Zusammenarbeit mit CaMo. Ende 2025 war FN Herstal bereits für die Wartung der ferngesteuerten Turmchen T1B und T2B ausgewählt worden, mit denen der Griffon, die demnächst ausgelieferten Griffon MEPAC und Serval sowie in weiterer Zukunft das derzeit in Entwicklung befindliche gepanzerte Einsatzunterstützungsfahrzeug (VBAE) ausgerüstet sind. Bis 2030 werden dafür mehr als 50 Mio. € bereitgestellt.
Die Verwaltung der Ersatzteile verbleibt zudem in den Händen des Militärs. In diesem Zusammenhang wurde gerade ein mehrjähriger Auftrag an KNDS France für die Unterstützung der CaMo-Ausrüstung vergeben, einschließlich der Lieferung eines Anfangslagers an Ersatzteilen. Das französische Unternehmen erhält fast 360 Mio. € und damit offenbar die erste Tranche eines Auftrags im Wert von über 2,2 Mrd. €. Ein weiterer Auftrag befindet sich im Bereich der SIC in der Startphase. Dieser künftige Vertrag mit dem Namen „LAND C4I“ steht im Zusammenhang mit der Einführung von Funkgeräten der neuen Generation SYNAPS in der aktiven Flotte, eine Maßnahme, die mit der Einsatzbereitschaft einer ersten kombinierten Brigade bis zum Jahr 2030 verbunden ist.
Etwa zehn Mitarbeiter rüsten derzeit LS2 aus. Bis zum Jahresende wird ihre Zahl auf das Zwei- bis Dreifache oder sogar noch mehr ansteigen. Und sobald der Standort Rocourt seinen vollen Betrieb erreicht hat, werden es bis zu 200 Mitarbeiter sein – ebenso viele technische Profile, für die das Joint Venture auf externe Rekrutierung setzen wird. Es kommt nämlich nicht in Frage, die Teams der Aktionäre zu schwächen, die aufgrund der allgemeinen Aufrüstung nun unter Druck stehen. Ebenso wenig kommt es in Frage, belgische Soldaten abzuwerben, da Rekrutierung und Mitarbeiterbindung für das Verteidigungsministerium nach wie vor große Herausforderungen darstellen. Der schrittweise Hochlauf erfordert vielmehr die Suche in den Einzugsgebieten der verschiedenen betroffenen Standorte.
Bildnachweis: LS2
