Sicherung des Seeverkehrs im Nahen und Mittleren Osten
#34
(16.03.2026, 14:34)Nightwatch schrieb: ...
Negiert hat völlig die Sperrung wenn es sich so verhält. Die USA oder Israel haben dort keine eigene Öltanker.
Heißt übrigens auch, dass die Verminung der Straße von den Iranern nicht erwogen wird und sich die Sperrung weiterhin weitgehend auf Pressemitteilungen beschränkt. Bedeutet wiederum, dass kein wirkliches militärisches Problem darstellt die Straße gewaltsam zu öffnen wenn die Tripoli vor Ort ist.
...
das ist jetzt interessant:
willst Du uns damit sagen, dass etwa die USA ihren Reedereien rechtzeitig vor dem Angriff gesagt haben, sie müssten den Golf räumen, damit sich zufällig kein US-Schiff zu diesem Zeitpunkt im Golf aufhält - oder, dass die USA gar keine Öltanker haben sondern die US-Öl-Multis auf Mietschiffe aus irgendwelchen Billiglohnländern zurück greifen?
Ansonsten - wie ich schon schrieb: die Straße von Hormuz ist zwar für 20 % der weltweiten Öl- und 25 % der weltweiten Gas-Transporte maßgeblich, aber nicht alleine für diese Ladungen von fossilen Energien von Interesse.
Was da - zumdest zivil - gerade rumschippert ist auf https://schiffsradar.org/ erkennbar.

Aber von Anfang an:
Sind wir uns einig, dass die NATO ein Verteidigungsbündnis gegen Angriffe auf die Mitglieder im Bereich des Nordatlantik ist, und kein Machtinstrument, um die Hegemonialansprüche und Angriffe von Mitgliedsstaaten auf Dritte außerhalb des NATO-Gebietes zu unterstützen?
Dann ist es reichlich daneben (das Handelsblatt schreibt "leichtfertig", n-tv kommentiert "Unverschämtheit"), wenn Donald der Lahme, der sich selbst in einen Schlammassel sondergleichen geritten hat, jetzt unter versteckten Drohungen gerade die NATO zu seiner Unterstützung zu erpressen oder zu nötigen scheint. Er hat vorher nicht konsultiert, und kann daher auch nachher schauen, wie er die Suppe wieder auslöffelt.

Das schließt nicht aus, dass ihm NATO-Mitglieder aus seiner selbst einebrockten "Patschensuppe" helfen. Aber das muss dann auch partnerschaftlich "auf Augenhöhe" passieren. Und ehrlich gesagt - ich weiß deutlich bessere Methoden als einfach mit Gewalt drauf los zu prügeln.
Indien - das sogar "militärisch vor Ort" wäre - setzt auf Verhandlungen mit dem Iran und Indien bringt seine Schiffe durch den Engpass (siehe auch die FAZ, Kopie hier).

Kallas hat übrigends zwei Möglichkeiten für EU-Operationen im Golf genannt (Kopie hier):
Zitat:Die EU könne ihre Operation „Aspides“ zum Schutz der Schifffahrt im Roten Meer auf den Persischen Golf ausweiten, sagte Kallas am Montag vor einem EU-Außenministertreffen.
Die zweite Möglichkeit sei, eine „Koalition der Willigen“ zu bilden, zu der die Mitgliedstaaten der Lage entsprechend militärische Mittel beisteuern könnten.
Kallas ist hier - mit Verlaub - reichlich spekulativ unterwegs. Ich kann mir keine von beiden Alternativen so richtig vorstellen.
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RE: Sicherung des Seeverkehrs im Nahen und Mittleren Osten - von Kongo Erich - 16.03.2026, 19:30

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