16.03.2026, 10:11
(15.03.2026, 13:07)Schneemann schrieb: Südkorea prüft offenbar die Entsendung von Kriegsschiffen zur Sicherung von Hormuz:...und
Schneemann
(15.03.2026, 16:44)Kongo Erich schrieb: "Prüfen" ist noch keine Zusage.inzwischen berichtet u.a. das Handelsblatt, dass Donald der Leibhaftige die Nato zu Hilfe bei Straße von Hormus drängt - und dabei vor Drohungen nicht zurückschreckt.
Die Trump-Forderung stößt vielmehr weltweit auf Zurückhaltung
Zitat: ...Die Nato werde vor einer „sehr schlechten“ Zukunft stehen, sollten US-Partner dabei nicht helfen, sagte Trump in einem kurzen Interview mit der „Financial Times“. Sollte es „keine Reaktion geben oder sollte die Reaktion negativ ausfallen, wird dies, denke ich, sehr schlecht für die Zukunft der NATO sein“, wurde Trump zitiert. ...Wie ich schon einmal feststellte: irgendwer muss ihm erklären, dass die NATO ein Verteidigungsbündnis ist. Und die USA als NATO-Partner wurden nicht vom Iran angegriffen, sondern umgekehrt. Und die NATO dient nicht dazu, irgendwelche Hegemonialpositionen außerhalb des NATO-Gebietes blindwütig zu unterstützen. Den Begriff "Nibelungentreue" hatte ich an anderer Stelle bereits eingebracht.
Darüber hinaus braucht er wohl Geographie-Unterricht. Schließlich liegt die Straße von Hormuz außerhalb des NATO-Gebietes. Das östliche Mittelmeer - als "Randmeer des Nordatlantiks" und das "Schwarze Meer" als "Randmeer des Randmeeres" kann man gerne als NATO-Gebiet ansehen, zumal mit der Türkei und Griechenland (bzw. Bulgarien und Rumänien) jeweils mindestens zwei NATO-Mitglieder direkt an diesen Meeren anliegen. Aber die Straße von Hormuz ist da ganz weit weg.
Ich bin daher auch etwas unglücklich darüber, dass der Thread von Anfang an sowohl den Nahen wie auch den Mittleren Osten einbezogen hat. Die Bedingungen sind in beiden Regionen völlig unterschiedlich, sowohl was die beteiligten Staaten als auch was die geographischen und materiellen Umstände betrifft.
Was es nun mit den unterstützenden Staaten auf sich hat, berichtet darüber hinaus dann konkret auch n-tv.
Zitat:"Rechtlich schwierig"es gibt also noch keine einzige definitive Zusage.
Trump will Nato-Unterstützung in der Straße von Hormus - und kassiert Absagen
16.03.2026, 08:13 Uhr
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Folgende Staaten sagen ab:
Deutschland
Die Bundesregierung schloss eine deutsche Beteiligung bereits am Freitag aus. Für Kanzler Friedrich Merz gebe es im Augenblick "keine Veranlassung, über eine militärische Absicherung der Seewege nachzudenken", sagte der CDU-Vorsitzende. Deutschland sei nicht Teil dieses Kriegs, "und wir wollen es auch nicht werden", betonte er. "Und insofern sind alle unsere Bemühungen darauf gerichtet, den Krieg zu beenden." Am Sonntag sagte Bundesaußenminister Johann Wadephul in der ARD, für eine deutsche Beteiligung an einem Marineeinsatz zur Sicherung der Straße von Hormus sehe er zum jetzigen Zeitpunkt keine "unmittelbare Notwendigkeit". Der Minister forderte von den USA und Israel mehr Informationen über die Kriegsziele und die weiteren Planungen im Krieg gegen den Iran.
Japan
"In der derzeitigen Situation im Iran erwägen wir im Moment nicht, einen maritimen Sicherheitseinsatz anzuordnen", sagte Japans Verteidigungsminister Shinjiro Koizumi vor dem Parlament in Tokio. Die japanische Regierungschefin Sanae Takaichi erklärte, jeder maritime Sicherheitseinsatz wäre "rechtlich außerordentlich schwierig". Der Einsatz der japanischen Selbstverteidigungsstreitkräfte im Ausland ist im offiziell pazifistischen Japan politisch heikel.
Australien
Die australische Regierung lehnte eine Beteiligung ebenfalls ab. "Wir werden kein Schiff in die Straße von Hormus schicken", sagte Australiens Verkehrsministerin Catherine King dem australischen Sender ABC. "Wir wissen, wie unglaublich wichtig das ist, aber das ist nichts, worum wir gebeten wurden oder zu dem wir beitragen", fügte sie hinzu.
In diesen Ländern laufen Beratungen zu dem US-Hilfsgesuch:
Frankreich
Paris hat selbst einen Begleitschutz für Handelsschiffe ins Spiel gebracht. ...
Großbritannien
Der britische Energieminister Ed Miliband sagte dem Sender Sky News, die Regierung werde mit ihren Verbündeten - darunter den USA - zusammenarbeiten, um dafür zu sorgen, dass die Straße von Hormus wieder befahrbar wird. ....
Südkorea
Das Präsidialamt in Seoul teilte am Sonntag mit, es werde seine Reaktion auf Trumps Bitte in enger Abstimmung mit Washington sorgfältig prüfen. ...
China hält sich zurück, Iran droht
Aus Peking gibt es noch keine Reaktion auf Trumps Ankündigung, dass neben den USA auch andere Staaten Kriegsschiffe entsenden könnten, um die Straße von Hormus offenzuhalten und abzusichern. Im Tagesverlauf kommen die Außenminister der EU-Staaten zum ersten Mal seit Beginn des Iran-Kriegs zu einem persönlichen Treffen in Brüssel zusammen. Da könnten Trumps Forderungen auch Thema sein.
Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi warnte nach Trumps erster Aufforderung, andere Länder sollten Kriegsschiffe zum Schutz der Handelsroute entsenden, vor Maßnahmen, die zu einer Ausweitung des Kriegs seines Landes gegen die USA und Israel führen könnten. ...
