16.03.2026, 06:24
Zitat:...Überfall auf den Iran...Die Formulierung finde ich recht interessant. Darüber, dass einmal von einem völkerrechtswidrigen Angriffskrieg und ein andermal von einem legitimen Präventivschlag gesprochen wird, werden wir wohl keinen richtigen Konsens finden können.
Aber ein Überfall? Das würde voraussetzen, dass die Iraner völlig überrascht worden wären und nicht hätten kommen sehen können, was sich abzeichnet. Das ist aber nicht anzunehmen. Es gab genügend Hinweise und auch klare Drohungen, dass es zum Angriff kommen würde, wenn sie nicht einlenken. Zudem hätte die iranische Feindbeobachtung nur den Fleet Tracker bei USNI News und diverse Newsticker verfolgen müssen, um zu sehen, dass sich da was zusammenbraut - und anscheinend soll es ja auch in Iran gelegentlich Internet geben.
Zum Vergleich: Am 7. Oktober 2023 wurden die Israelis tatsächlich völlig überrascht, egal ob nun wegen eines Feiertages, eigener Saumseligkeit oder naivem Unvermögen. Und dies war tatsächlich ein überraschender Überfall, der im schlimmsten Massaker an Juden seit dem Zweiten Weltkrieg endete.
Folglich denke ich, ist der Begriff des "Überfalls" im Kontext des Irankrieges der falsche Ansatz.
Schneemann
