15.03.2026, 11:13
(14.03.2026, 22:55)Quintus Fabius schrieb: Er ist nicht komplett zusammen gebrochen, da reihenweise Schiffe mit Duldung der Iraner die Straße passieren.ich habe bereits darauf hingewiesen: Dieser gestiegene Export
Tatsächlich exportiert der Iran aktuell sogar etwas mehr Öl als vor Kriegsbeginn, was ja an Abstrusität nicht zu überbieten ist.
...
(14.03.2026, 12:28)Kongo Erich schrieb: ... erlaubt aber nicht den (unterschwelligen) Schluss, der Iran sei für seine Ölexporte ausschließlich auf den Seeweg durch die Straße angewiesen.Die Gesamtsumme der Exporte sagt nicht, auf welchem Wege diese Mengen transportiert wurden.
=> Der Iran verfügt über eine lange Landgrenze nach Zentralasien und die Möglichkeit, das kaspische Meer zu nutzen.
Beispielhaft aufgeführt:
a) Die Baku-Tiflis-Ceyhan-Pipeline, auch BTC-Pipeline oder Transkaukasische Pipeline, führt nicht nur von Aserbaidschan in die Türkei, sondern hat auch einen Anschluss bis Täbris im Iran.
b) Der Iran ist seit Jahren über Zentralasien mit dem russischen und chinesischen Pipeline-Netz verbunden.
[Bild: https://datawrapper.dwcdn.net/Z6lW4/full.png]
[Bild: https://www.top-energy-news.de/wp-conten...istan-.jpg]
Diese Verbindungen sind in den letzten Jahren weiter ausgebaut worden.
Selbst eine Totalsperre der Straße von Hormuz, etwa durch aktive Kriegshandlungen, Treibminen u.ä, bedingt, wird den Iran also nicht vollständig seiner Exportmöglichkeiten berauben.
Hier noch ein Bild mit der Verbindung zwischen dem iranischen und dem zentralasiatischen Pipeline-Netz:
[Bild: https://www.bpb.de/cache/images/9/156469....jpg?FFEA1]
Quelle: Bundeszentrale für politische Bildung - Öl und Gas in der Kaspischen Region
Die (nur wenigen) Tanker, die seit Kriegsbeginn auf dem Seeweg aus dem Golf ausgelaufen sind, können für die gesamte Exportmenge auch gar nicht verantwortlich sein.
Konkret also:
ein nicht unerheblicher Teil der höheren Exporte könnte auch über die Pipelineverbindungen nach Zentralasien und China, also auf dem "Landkorridor" - erfolgt sein.
