VAR - Vereinigte Arabische Emirate
#27
(15.03.2026, 08:32)Schneemann schrieb: ....
Insofern: Im Vergleich zu früheren Interruptionen sind die jetzigen Nickeligkeiten unbedeutend.

Schneemann
Da gebe ich zu bedenken, dass früher die Sicherheit der Emirate nie beeinträchtigt war.
Das unterscheidet die "klimatischen Spannungen von früher" eindeutig von der jetzigen Situation, in der die Emirate zu einem echten Kriegsschauplatz geworden sind.
Das Adjektiv "unbedeutend" würde ich daher im Vergleich eher den früheren Interruptionen zuweisen.

Ergänzend:
die Blockade der Straße von Hormus - damals wie heute - betrifft nicht nur die Gas- und Ölversorgung (und das weltweit) sondern greift tief in die Industriealisierungsbemühungen, also den auf die Zukunft orientierten Strukturwandel der Emirate ein.
Die Industrie der Golfstaaten steckt in einer Sackgasse
Zitat: Die Sperrung der Straße von Hormus hat nicht nur die Ölexporte aus der Golfregion hinaus lahm­gelegt und die Förderländer gezwungen, auf Pipelines ans Rote Meer *) auszuweichen. Die iranische Drohkulisse verhindert auch Importe, die für die Produktion von Industriegütern in Bahrain, Katar, Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) benötigt werden.
...

Die Golfstaaten haben eigene Stahl- und Aluminiumwerke. (Anm.: die von den örtlich vorhandenen fossilen Energien befeuert werden und für den Bauboom vor Ort produzieren) ... Seit Kriegsausbruch am 28. Februar hat der Daten- und Analysedienst Kpler kein mit Eisenerz beladenes Frachtschiff ausgemacht, das in den Golf gefahren wäre.
...
und dann ein Hinweis auf die seit den früheren Interruptionen deutlich geänderten und gestiegenen Bedürfnisse:
Zitat: ...
Im Jahr 2025 verschiffte Oldendorff (die auf diese Fracht spezialisierte Reederei aus Deutschland) weltweit 415 Millionen Tonnen trockenes Massengut, fast doppelt so viel wie vor zwölf Jahren. Mitte Februar schloss die Lübecker Reederei mit dem größten Stahl­konzern der VAE, Emsteel, einen neuen Fünfjahresvertrag über die Lieferung von jährlich 5,2 Millionen Tonnen Eisenerzpellets ab.
...
*) wobei ich auch schon darauf hingewiesen hatte, dass die Pipelines zwischen Golf und dem Roten Meer faktisch ausschließlich den Saudischen Bedarf decken. Die anderen Golfstaaten sind davon abgeschnitten. Und es gibt auch keine andere Transportverbindung für Massengüter zwischen diesen beiden Randmeeren.
Das wäre in friedlichen Zeiten auch völlig unwirtschaftlich.
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