15.03.2026, 08:32
Ich schätze mal, dass sich das Verhältnis wieder beruhigen wird. Man darf nicht übersehen, dass es zwischen den proamerikanischen Golfanrainern und den USA schon öfters geknirscht und dass man sich danach doch wieder verständigt hatte.
Ein Beispiel wäre der 1. Golfkrieg (1980-1988). Die USA waren zunächst recht zögerlich, auf welche Seite sie sich schlagen sollen - das wird heute übrigens gerne übersehen. Mit dem Iran lag man nach der Botschaftsbesetzung in Teheran völlig über Kreuz, aber das Baath-Regime in Bagdad hatte seit den späten 1960ern einen stramm antiwestlichen und prosowjetischen Kurs gefahren (die Baath war ja eine sozialistisch-säkulare Partei). In Washington - gerade unter dem überzeugten Antikommunisten Reagan - galt der Irak als sowjetischer Satellit und man wollte von einer Unterstützung Saddams, dessen Arsenale ja mit Sowjetgerät aufgefüllt waren, eigentlich nichts wissen.
Als aufflog, dass die USA im Rahmen der "Iran-Contra-Affäre" den Persern Waffen und Ersatzteile hatten zukommen lassen, um mit dem dafür erhaltenen Geld die Contras in Nicaragua zu unterstützen, gab dies einen Aufschrei bei den Arabern und in den Emiraten, da man dort es als gravierenden Affront, ja beinahe als Verrat, ansah, dass Washington den schiitischen Fanatikern und damit den konfessionellen Gegnern Waffen geliefert hatte. In der Folge drohten die Saudis den USA sogar mit einem Ölboykott (sic!). Um die Wogen wieder zu glätten, beeilte sich Washington mit einem direkten (und damit auch symbolischen) eigenen Eingreifen zum Schutz der Araber im sogenannten Tankerkrieg und initiierte die Operation Earnest Will (Geleitschutzmissionen der US-Marine für Tanker im Golf). Erst danach entspannte sich das Verhältnis wieder.
Insofern: Im Vergleich zu früheren Interruptionen sind die jetzigen Nickeligkeiten unbedeutend.
Schneemann
Ein Beispiel wäre der 1. Golfkrieg (1980-1988). Die USA waren zunächst recht zögerlich, auf welche Seite sie sich schlagen sollen - das wird heute übrigens gerne übersehen. Mit dem Iran lag man nach der Botschaftsbesetzung in Teheran völlig über Kreuz, aber das Baath-Regime in Bagdad hatte seit den späten 1960ern einen stramm antiwestlichen und prosowjetischen Kurs gefahren (die Baath war ja eine sozialistisch-säkulare Partei). In Washington - gerade unter dem überzeugten Antikommunisten Reagan - galt der Irak als sowjetischer Satellit und man wollte von einer Unterstützung Saddams, dessen Arsenale ja mit Sowjetgerät aufgefüllt waren, eigentlich nichts wissen.
Als aufflog, dass die USA im Rahmen der "Iran-Contra-Affäre" den Persern Waffen und Ersatzteile hatten zukommen lassen, um mit dem dafür erhaltenen Geld die Contras in Nicaragua zu unterstützen, gab dies einen Aufschrei bei den Arabern und in den Emiraten, da man dort es als gravierenden Affront, ja beinahe als Verrat, ansah, dass Washington den schiitischen Fanatikern und damit den konfessionellen Gegnern Waffen geliefert hatte. In der Folge drohten die Saudis den USA sogar mit einem Ölboykott (sic!). Um die Wogen wieder zu glätten, beeilte sich Washington mit einem direkten (und damit auch symbolischen) eigenen Eingreifen zum Schutz der Araber im sogenannten Tankerkrieg und initiierte die Operation Earnest Will (Geleitschutzmissionen der US-Marine für Tanker im Golf). Erst danach entspannte sich das Verhältnis wieder.
Insofern: Im Vergleich zu früheren Interruptionen sind die jetzigen Nickeligkeiten unbedeutend.
Schneemann
