14.03.2026, 12:37
@Nightwatch
Zu Hormuz:
Genau genommen ist die Straße auch jetzt noch nicht "zu". Es fährt nur niemand durch, weil die Reeder befürchten, dass bei einem der wenigen Treffer tatsächlich und zufällig ihr Schiff betroffen sein könnte. Würden die Schiffe indessen einfach durchlaufen, so schätze ich, würden 95% ohne Zwischenfall durchkommen. Die 5%, die es treffen könnte, wirken aus dem Hintergrund jedoch wie ein böser und zugleich ängstlicher Schatten und verhindern, dass sich überhaupt etwas tut.
Hinzu kommen auch die Meldungen bei uns (und auch in der englischsprachigen Presse), die dem Leser suggerieren, dass faktisch eine unüberwindbare Blockade besteht. Dass dies so berichtet wird, ist a) einerseits der relativen Unerfahrenheit vieler heutiger Korrespondenten und Journalisten in Kriegsthemen zuzuschreiben - die alten Charakterköpfe, die früher von einer Kriegszone in die andere hüpften und die selbst teils Kriegserfahrungen hatten, gibt es nicht mehr -, und b) andererseits auch eine Folge der iranischen psychologischen Kriegsführung, die eben auf diese Unerfahrenheit einwirkt. Und diese psychologischen Schachzüge sind durchaus relativ erfolgreich, weil sie uns glauben lassen, dass die Sperre der Straße mit militärischen Wirkmitteln vollumfänglich und unüberwindbar sei. In Wirklichkeit jedoch wäre ein Durchbruch ohne größere Ausfälle durchführbar.
Schneemann
Zitat:Die Israelis setzen Glyphosat ein um die Vegetation in Grenznähe niedrig zu halten.Das ist aber nicht unbedingt neu. Ich kann mich entsinnen, eine solche Meldung irgendwann schon letztes Jahr und auch Anfang des Jahres gelesen zu haben. Ich vermute einfach, es geht darum, eine Art Pufferzone von ca. 15 bis 20 km Tiefe zu "entlauben" und somit eine frei einsehbare free fire zone zu haben.
Zu Hormuz:
Genau genommen ist die Straße auch jetzt noch nicht "zu". Es fährt nur niemand durch, weil die Reeder befürchten, dass bei einem der wenigen Treffer tatsächlich und zufällig ihr Schiff betroffen sein könnte. Würden die Schiffe indessen einfach durchlaufen, so schätze ich, würden 95% ohne Zwischenfall durchkommen. Die 5%, die es treffen könnte, wirken aus dem Hintergrund jedoch wie ein böser und zugleich ängstlicher Schatten und verhindern, dass sich überhaupt etwas tut.
Hinzu kommen auch die Meldungen bei uns (und auch in der englischsprachigen Presse), die dem Leser suggerieren, dass faktisch eine unüberwindbare Blockade besteht. Dass dies so berichtet wird, ist a) einerseits der relativen Unerfahrenheit vieler heutiger Korrespondenten und Journalisten in Kriegsthemen zuzuschreiben - die alten Charakterköpfe, die früher von einer Kriegszone in die andere hüpften und die selbst teils Kriegserfahrungen hatten, gibt es nicht mehr -, und b) andererseits auch eine Folge der iranischen psychologischen Kriegsführung, die eben auf diese Unerfahrenheit einwirkt. Und diese psychologischen Schachzüge sind durchaus relativ erfolgreich, weil sie uns glauben lassen, dass die Sperre der Straße mit militärischen Wirkmitteln vollumfänglich und unüberwindbar sei. In Wirklichkeit jedoch wäre ein Durchbruch ohne größere Ausfälle durchführbar.
Schneemann
