14.03.2026, 03:14
Ich möchte weiterhin nur auf Basis von Fakten diskutieren, wobei ich gewohnt bin, die Fakten, die ich heranziehe, auch zu belegen. Es wird mir schwer fallen, von belegbaren Fakten auf unbelegte Behauptungen auszuweichen. Ist das wirklich die Intention des Forums?
Hier wurde ja schon öfter die iranische Insel Kharg erwähnt. In deren Umfeld wurden jetzt militärische Einrichtungen angegriffen - nicht die Ölanlagen. Gleichzeitig verlegen die USA Marineinfanterie und das zuvor in Japan stationierte amphibische Angriffsschiff "USS Tripoli" in den Nahen Osten.
Das könnte darauf hindeuten, dass in einer (begrenzten) Bodenoperation die Insel mit ihren Öleinrichtungen besetzt werden soll. Damit wäre dem Iran eine wichtige Devisenquelle entrissen.
(siehe auch das Handelsblatt, Berichte vom 13.03.2026 – 23:34 Uhr und vom 14.03.2026 – 00:45 Uhr - in dem Kontext wird dort auch gemeldet, dass Trump abgelehnt hat, iranisches angereichertes Uran an einen Drittstaat zu übergeben, Bericht vom 14.03.2026 – 00:03 Uhr)
Das lässt langsam bei mir den Verdacht aufkommen, dass es der US-Regierung beim Überfall auf den Iran nicht um irgendwelche phantasievollen Atomprogramme ging, die ja laut Trump ohnehin seit dem Bombardement im letzten Jahr völlig vernichtet sein sollen - und auch nicht um einen Regimechange, sondern allenfalls darum, den Iran durch die Kappung seiner Führungsspitze ins Chaos und zu stürzen und damit verteidigungsunfähig zu machen.
Allerdings frage ich mich immer noch, was die Besetzung der Insel (den USA) nutzen sollte. Denn auch die wären zur Verwertung der Ressourcen auf einen Tankertransport durch die Straße von Hormus angewiesen.
Und solange dort eine Gefahr besteht, könnte auch der Iran sein Öl aus dem Golf nicht auf den Weltmarkt absetzen.
Die Straße von Hormus wurde bis zum Überfall auf den Iran täglich von 30 bis 40 Schiffen passiert. Danach waren es insgesamt wohl nur noch 4 oder 5 Schiffe (vgl die ZEIT und ES&T).
Alleine vereinzelte Angriffe und die Drohung des Iran mit Minen und Flugkörpern haben ausgereicht, um den Verkehr komplett einbrechen zu lassen. Von den 20 % der weltweiten Öl- und 25 % der weltweiten Gastransporte kann nicht mehr die Rede sein. Der Schiffsverkehr in der Meerenge ist nach Angriffen auf Schiffe durch den Iran praktisch zum Erliegen gekommen. Alternativen bestehen schlichtweg nicht.
Der gesamte Golf ist aber auch Kriegsgebiet. Seit Kriegsbeginn trafen Raketen 20 Handelsschiffe, darunter auch eines von rund 30 deutschen Schiffen im Kriegsgebiet.
Also:
was bringt die Besetzung von Kharg?
Hier wurde ja schon öfter die iranische Insel Kharg erwähnt. In deren Umfeld wurden jetzt militärische Einrichtungen angegriffen - nicht die Ölanlagen. Gleichzeitig verlegen die USA Marineinfanterie und das zuvor in Japan stationierte amphibische Angriffsschiff "USS Tripoli" in den Nahen Osten.
Das könnte darauf hindeuten, dass in einer (begrenzten) Bodenoperation die Insel mit ihren Öleinrichtungen besetzt werden soll. Damit wäre dem Iran eine wichtige Devisenquelle entrissen.
(siehe auch das Handelsblatt, Berichte vom 13.03.2026 – 23:34 Uhr und vom 14.03.2026 – 00:45 Uhr - in dem Kontext wird dort auch gemeldet, dass Trump abgelehnt hat, iranisches angereichertes Uran an einen Drittstaat zu übergeben, Bericht vom 14.03.2026 – 00:03 Uhr)
Das lässt langsam bei mir den Verdacht aufkommen, dass es der US-Regierung beim Überfall auf den Iran nicht um irgendwelche phantasievollen Atomprogramme ging, die ja laut Trump ohnehin seit dem Bombardement im letzten Jahr völlig vernichtet sein sollen - und auch nicht um einen Regimechange, sondern allenfalls darum, den Iran durch die Kappung seiner Führungsspitze ins Chaos und zu stürzen und damit verteidigungsunfähig zu machen.
Allerdings frage ich mich immer noch, was die Besetzung der Insel (den USA) nutzen sollte. Denn auch die wären zur Verwertung der Ressourcen auf einen Tankertransport durch die Straße von Hormus angewiesen.
Und solange dort eine Gefahr besteht, könnte auch der Iran sein Öl aus dem Golf nicht auf den Weltmarkt absetzen.
(13.03.2026, 16:54)Nightwatch schrieb: ....Beherrschbar ist da gar nichts, wie die Fakten zeigen. Wenn der Iran will, ist die Straße dicht - Punkt.
Nachdem nun wenigstens die kurzfristigen politischen Folgen der Schließung der Straße von Hormuz für die US-Admin wenigstens beherrschbar bleiben und sich die dahingehenden iranischen Hoffnungen wenigstens nicht vollumfänglich erfüllt haben müsste es daher bald alternative Schritte geben um aus dieser Nummer rauszukommen.
...
Die Straße von Hormus wurde bis zum Überfall auf den Iran täglich von 30 bis 40 Schiffen passiert. Danach waren es insgesamt wohl nur noch 4 oder 5 Schiffe (vgl die ZEIT und ES&T).
Alleine vereinzelte Angriffe und die Drohung des Iran mit Minen und Flugkörpern haben ausgereicht, um den Verkehr komplett einbrechen zu lassen. Von den 20 % der weltweiten Öl- und 25 % der weltweiten Gastransporte kann nicht mehr die Rede sein. Der Schiffsverkehr in der Meerenge ist nach Angriffen auf Schiffe durch den Iran praktisch zum Erliegen gekommen. Alternativen bestehen schlichtweg nicht.
Der gesamte Golf ist aber auch Kriegsgebiet. Seit Kriegsbeginn trafen Raketen 20 Handelsschiffe, darunter auch eines von rund 30 deutschen Schiffen im Kriegsgebiet.
Also:
was bringt die Besetzung von Kharg?
