Vor 4 Stunden
Broensen schrieb:Ich teile zwar ein wenig diese Vermutung, aber die von dir aufgezeigte Konsequenz finde ich grundsätzlich in Ordnung. Das liegt aber eben daran, dass ich in der Nachfolge der MJ332 eine spezialisierte Randmeereinheit als gemeinsamen Nachfolger für einen Teil der Korvetten betrachte. Dementsprechend ist es aus meiner Sicht positiv zu bewerten, wenn diese nicht auf Expeditionskontext ausgelegt werden.
Zitat:Ich würde im MCM soweit gehen, zu sagen, dass wir uns da auch mal ein wenig auf unserer Spezialisierung ausruhen könnten. [...]Das Problem, dass ich darin sehe ist, dass "Expeditionsfähigkeit" hier hauptsächlich größere Reichweite und Ausdauer bedeuten wird, was auch in der Ostsee von Vorteil wäre. Randmeeroperationen für die zukünftigen MCM-Toolboxen ja, wir können diese aber nicht befähigen, als wären diese Plattformen nur im deutschen Küstenschutz aktiv.
Wenn diese Einheiten, sobald sie mal 3 Tage in der "Ferne" (sagen wir mal im Baltikum) operieren müssen inhärente Tenderunterstützung brauchen, ist damit nichts gewonnen. Da kämen wir vermutlich auch nicht mit nur 3x Tendern aus, ebenfalls würde es sie auch als teilweisen Korvettenersatz ineffektiv machen.
Zitat:Doch, da man auch einen Teil der Korvetten damit ablösen würde. (Den anderen Teil durch leichte Fregatten.) Ich wäre weiter bei 12 solchen MCM-Korvetten und zusätzlich 4-6 leichten Fregatten anstelle von 12xMCM+10xK130.Um ehrlich zu sein bin ich inzwischen der Auffassung, dass wir mit den K130 bereits ausreichend potente Einheiten für bspw Geleitschutzaufgaben in der Ostsee hat, wenn man ihr Potential entsprechend ausreizt.
Als Herzstück dessen eine Aufrüstung mit IRIS-T SLX (wie vor einiger Zeit im K130-Thread skizziert), zusammen mit DART Befähigung via Spexer 2000, dem Ersatz der 27mm durch 30mm sowie der Einrüstung eines kleineren Schleppsonarsystems. Da kann man dann gucken ob man beide Baulose auf diesen Standard bringt oder ein drittes Baulos beauftragt um das erste zu ersetzen aber damit wären wir in der Ostsee äußerst stark aufgestellt. Durch das Wegfallen der Helikopterfähigkeit hätte man sogar noch reichlich Platz für Missionsmodule, bspw eben MCM, Maritime Strike oder SIGINT. Dann kann man auch gleich die fixe Idee mit dem FCSS begraben.
Die Idee, die Korvetten durch Fregatten zu ersetzen rührte ja primär daher, dass man eine Interimsfregatte überhaupt benötigt und diese dann nachher zweitbefähigt. Sofern die aber nicht kommt, was ich weder für FDI noch für A-200 erwarte, ist der reine Ersatz der Korvetten aber mMn kein Beschaffungsgrund für solche Einheiten.
Da können die MCM-Toolboxen mMn gerne reine MCM-Toolboxen bleiben.
Zitat:Allerdings ist das eine Gesamtkonzept-Betrachtung, die etwas wegführt von MUsE. (Eigentlich sogar eher ein Wunschkonzert.) In dem Zusammenhang wäre für mich nur relevant, dass ich im Ostsee-MCM keine UxV sehe, die so klein wären, dass sie von einer MUsE in den Einsatz gebracht werden müssten, aber zu groß für einen simplen Bordkran wären. [...]Da bin ich bei dir.
Zitat:Ich frage mich halt wirklich, ob es sinnvoll ist, in der Ostsee und im Nordmeer die gleichen Tender für unsere U-Boote einzusetzen. In der Ostsee brauchen wir perspektivisch regulär keine bemannten U-Boote mehr. Und für einzelne Operationen erfordern 30 Tage Ausdauer in der Ostsee keinen Tender, da kann man sichere Häfen anlaufen. Spezialisierte U-Boot-Versorger brauchen wir im Nordmeer für die U212CD. Und da muss man sich Gedanken darüber machen, welche Einheiten dort insgesamt zum Einsatz kommen werden (XLUUV?) und dann möglichst eine gemeinsame Versorgungseinheit dafür einsetzen. Da würde ich persönlich allerdings dafür plädieren, auf die Ausstattung von EGV zu diesem Zweck zu setzen und die U-Boot-Versorgung dort im Zuge der Versorgung von MSC durchzuführen, statt durch zusätzliche Tender.Ich bin mir da sehr unsicher, ob es operativ sinnvoll ist, eine seegestützte Komponente zur Versorgung von U-Booten im Nordmeer zu unterhalten. Tendenziell werden dort ja weder EGVs noch Tender weit nördlich operieren können, dafür ist die Gefahr durch russische U-Boote zu groß. Die müssten also, sofern sie nicht selber als Teil einer Task Force in der Region operieren, wo sie aber natürlich den U-Booten nicht zur Verfügung stehen würden, relativ weit südlich Station beziehen.
Die U-Boote müssten dann aus den Einsatzgebieten im Norden gen Süden verlegen, was ja erstmal kein Problem ist. Aber im Süden ist auch die norwegische 212CD Basis in Haakonsvern, in dem die Boote nicht nur Treibstoff und Proviant sondern auch gleich Torpedos, Lfk und Ersatzteile beziehen können.
Laut NavalTechnology soll dieser Standort bis zu 9x U-Boote gleichzeitig unterhalten können, da werden auch deutsche Boote inbegriffen sein. Das dürfte in jedem Fall effektiver sein, als eine Zweitbefähigung der EGVs.
Zumal die Boote Treibstoff und Proviant ja auch bspw in den diversen Häfen der norwegischen Nordküste bunkern können, ohne den langen Weg bis nach Bergen oder das Seegebiet vor Bergen zurückzulegen.
Deshalb weiß ich nicht, wie sinnvoll so ein seegestützter Ansatz wäre.
