Vor 4 Stunden
Der Zeithorizont für diesen Krieg bemisst sich sich in Wochen. Die Zwischenwahlen sind im November.
Militärisch ist der Sachstand einfach zu bilanzieren: Der Iran ist verteidigungsunfähig und steht vor der Wahl rasch einzulenken oder das (rüstungs)industrielle Fundament des Landes zu verlieren. Nachdem letzteres das Regime noch weiter schwächen würde und sich das Regime den Krieg grundsätzlich überhaupt nicht leisten kann wenn es längerfristig überleben will, stehen die Chancen gut, dass die Operation alsbald ausläuft.
Alles weitere wird man sehen.
Eine Meerwasserentsalzungsanlage ist nicht das einfachste Ziel der Welt. Großflächig, viel Rohr- und Tankzeug aber halt keine Raffinerie die nach jedem Treffer medienwirksam abbrennt. Da müsste schon reichlich Feuerkraft aufgewendet werden um diese Anlagen dauerhaft außer Betrieb zu nehmen. Zumal genügend Expertise und Material vor Ort ist um die Anlagen schnell wieder zusammenzuflicken.
Plus es sind mehrere Dutzend Anlagen die in Blöcke unterteilt sind und schon aus Wartungsgründen unabhängig voneinander laufen werden. Da löst man keine Katastrophe aus wenn irgendwo eine Shahed oder SRBM reinfällt.
Abgeschreckt wird der Iran von solch einem Move logischerweise dadurch, dass man die Golfanrainer nicht mit in den Krieg hineinziehen möchte.
Militärisch ist der Sachstand einfach zu bilanzieren: Der Iran ist verteidigungsunfähig und steht vor der Wahl rasch einzulenken oder das (rüstungs)industrielle Fundament des Landes zu verlieren. Nachdem letzteres das Regime noch weiter schwächen würde und sich das Regime den Krieg grundsätzlich überhaupt nicht leisten kann wenn es längerfristig überleben will, stehen die Chancen gut, dass die Operation alsbald ausläuft.
Alles weitere wird man sehen.
(Vor 4 Stunden)Quintus Fabius schrieb: Etwaig halten sich die Ölaraber sogar genau deshalb so zurück (!) weil es per Geheimdiplomatie entsprechende Drohungen gab. Millionen von Menschen sind in diesem Raum beispielsweise von Meerwasserentsalzungsanlagen abhängig. Diese zu zerstören ist kein Hexenwerk (feste Ziele mit festen Koordinaten).Warum sollten die Ölaraber sich auch exponieren, Israel und USA bieten mehr als genug militärische Schlagkraft auf.
Quintus Fabius schrieb:Was eigentlich wenn der Iran schlagartig über Nacht Millionen von Menschen das Trinkwasser kappt? Und in dieser Region ist dann nach wenigen Tagen Weltuntergang für die entsprechenden Staaten. Zuverlässiger als mit Atomwaffen.Wie denn? Die Handvoll Wirkmittel die noch über den Golf gehen werden größtenteils abgefangen. Schlagen sie ein sind die Schäden überschaubar.
Eine Meerwasserentsalzungsanlage ist nicht das einfachste Ziel der Welt. Großflächig, viel Rohr- und Tankzeug aber halt keine Raffinerie die nach jedem Treffer medienwirksam abbrennt. Da müsste schon reichlich Feuerkraft aufgewendet werden um diese Anlagen dauerhaft außer Betrieb zu nehmen. Zumal genügend Expertise und Material vor Ort ist um die Anlagen schnell wieder zusammenzuflicken.
Plus es sind mehrere Dutzend Anlagen die in Blöcke unterteilt sind und schon aus Wartungsgründen unabhängig voneinander laufen werden. Da löst man keine Katastrophe aus wenn irgendwo eine Shahed oder SRBM reinfällt.
Quintus Fabius schrieb:Nun könnte man den Iran - wenn er ein rationaler Spieler wäre - dadurch abschrecken, dass man ihm im Fall eines solchen Angriff den Einsatz von Nuklearwaffen androht. Aber wie Nightwatch es immer so sehr betont, sind wesentliche Gruppen in der iranischen Führung Anhänger einer apokalyptischen Sekte.Die sind eine Apokalyptische Sekte. Die wolle einen Vernichtungskrieg gegen Israel führen. In einem Krieg gegen ihre Glaubensbrüder unterzugehen ist diesem Ziel eher hinderlich.
Abgeschreckt wird der Iran von solch einem Move logischerweise dadurch, dass man die Golfanrainer nicht mit in den Krieg hineinziehen möchte.
Quintus Fabius schrieb:Von da aus gehend gibt es über die Zerstörung der Trinkwasserversorgung der arabischen Anrainer viele recht interessante Szenarien wie dieser ganze Krieg vollkommen außer Kontrolle gerät. Den Israelis ist das natürlich vollkommen egal, Hauptsache Israel und Israel allein, aber der ganze Rest der Region könnte sehr leicht in nicht mehr eindämmbare Abwärtspiralen gestürzt werden.Weder ist das den Israelis egal (ist das jetzt dein neues Mantra?!) noch ist das skizzierte Szenario irgendwie realistisch.
