Vor 1 Stunde
@Kongo Erich
Übrigens - gerade die aktuellen Ereignisse im Sudan habe ich bspw. durchaus hier im Forum angesprochen (https://www.forum-sicherheitspolitik.org...hp?tid=712), aber die Sudanesen hatten halt das Pech, dass sie ihre Tragödie durchlitten, als die Palästinenser in Gaza meinten ihre private Fehde mit den Israelis bestreiten zu müssen. Und da sich irgendwelche totgeschlagenen Schwarze wenig eignen, um Israel zu kritisieren, zumal wenn man sich an einem angeblichen Genozid in Gaza abarbeiten kann, hat sich auch niemand großartig dafür interessiert. Leider.
Und ich hatte zudem in Iran das Nichtreagieren bei den jüngsten Massakern auch thematisiert und kritisiert. Die Reaktion? Sanfte Zurückhaltung, um es mal höflich zu sagen. Und Broensen hat mir dann sogar erklärt, dass man da ja keine da Reaktion erwarten könne (sollte?), da wir alle doch wüssten, dass es da eben "so sei" und man sich deswegen nicht so arg darum kümmern würde. Fand ich irritierend bis hochinteressant.
Insofern: Dass du mir nun vorwirfst, ich würde nicht aufschreien bei anderen Themen, entbehrt nicht einer gewissen bitteren Ironie.
Schneemann
Zitat:Die habt ihr persönlich gezählt?Das ist nun ein wenig sachdienlicher Versuch, um vom Thema hier abzulenken. Ruanda liegt über 30 Jahre zurück, der zweite Kongokrieg über 20 Jahre. Wenn es aktuelle Ereignisse wären - zumal du ja gerne uns vorzugsweise das herausragende Potenzial Afrikas verkaufen möchtest -, so wären sie sicher angesprochen worden.
Und wo bleibt Euer Aufschrei zu den Gemetzteln in Afrika wie etwa
in Ruanda
im Ostkongo (Mehr als 10 Millionen Tote, 500.000 vergewaltigte Frauen und zahlreiche weitere Menschenrechtsverletzungen)
im Sudan oder
in der Zentralafrikanische Republik ?
=> Buchempfehlung
Übrigens - gerade die aktuellen Ereignisse im Sudan habe ich bspw. durchaus hier im Forum angesprochen (https://www.forum-sicherheitspolitik.org...hp?tid=712), aber die Sudanesen hatten halt das Pech, dass sie ihre Tragödie durchlitten, als die Palästinenser in Gaza meinten ihre private Fehde mit den Israelis bestreiten zu müssen. Und da sich irgendwelche totgeschlagenen Schwarze wenig eignen, um Israel zu kritisieren, zumal wenn man sich an einem angeblichen Genozid in Gaza abarbeiten kann, hat sich auch niemand großartig dafür interessiert. Leider.
Und ich hatte zudem in Iran das Nichtreagieren bei den jüngsten Massakern auch thematisiert und kritisiert. Die Reaktion? Sanfte Zurückhaltung, um es mal höflich zu sagen. Und Broensen hat mir dann sogar erklärt, dass man da ja keine da Reaktion erwarten könne (sollte?), da wir alle doch wüssten, dass es da eben "so sei" und man sich deswegen nicht so arg darum kümmern würde. Fand ich irritierend bis hochinteressant.
Insofern: Dass du mir nun vorwirfst, ich würde nicht aufschreien bei anderen Themen, entbehrt nicht einer gewissen bitteren Ironie.
Zitat:Warum sind diese Konflikte nicht genauso "im Fokus" wie die ideologische Verbohrtheit einer klerikalen Machtelite?Möglicherweise liegt es daran, dass der Sudan oder der Kongo eben das sind, was sie sind, nämlich in sich zerstrittene, uneinige und zerbröselnde Staatsgebilde ohne größere Projektionsmacht auf außerhalb gelegene Gebiete und wo dutzende Gruppen um die Macht ringen, während der Iran nicht nur von einem elitär-klerikalen Regime recht einheitlich und zentral beherrscht wird, sondern noch regelmäßig anderen mit der Vernichtung droht, einen entsprechenden Militärapparat hat, Terrorgruppen im halben Nahen Osten finanziert und unterhält (die sogar die internationale Schifffahrt angreifen), ein umfangreiches Raketenprogramm pflegt und zudem noch an einem Atomprogramm herumbastelt.
Was hat der Iran, was diese Länder nicht haben?
Schneemann
