(See) BlueWhale - LUUV
#23
Broensen schrieb:Autarke Operation heißt nicht zwingend, dass die vom deutschen Heimathafen in den Einsatz und zurück verlegen, ohne dazwischen auf schwimmende Versorger und vorgeschobene Stützpunkte bei Verbündeten zurückgreifen.
Zitat:Man muss sie dort zumindest abstützen. Aber das muss man Fregatten und erst recht U-Boote letztlich ja auch.
Diese UUV würden ja nicht mit klassischen Betriebsstoffen versorgt werden müssen, sondern eben mit Strom um die Batterien zu laden. Eventuelle Brennstoffzell-Elemente wie flüssiger Sauerstoff und co lass ich mal außen vor. Den Strom muss ein Versorger erstmal erzeugen können, sonst hängt unser UUV dabei drei Tage am seegehenden CarPort. Ich stell mir RAS mit einer umbenannten Komponente generell schwierig vor, da niemand dort ist um eine Kabelverbindung auf dem UUV herzustellen.

Daher gehe ich davon aus, dass man ein UUV für einen solchen Prozess an Bord holen müsste. Was dieses aber natürlich auch in seiner Größe extrem einschränkt und (zumindest aktuell) von keinem unserer Versorger erbracht werden kann. Eine Fregatte hingegen könnte dafür eine Heckschleppe verwenden und dürfte von ihren Generatorkapazitäten auch besser zum schnellen Laden geeignet sein. Diesen Energieoutput braucht es schließlich auch für DEWs.

Bei vorgeschobenen Stützpunkten wäre ich bei dir, aber das negiert mEn den Bedarf, diese UUV permanent in Deutschland anzusiedeln. Wenn man ohnehin schon Infrastruktur für diese vor Ort anlegt wäre es vermutlich sinnvoll, einen Schritt weiter zu gehen und direkt eine permanente Präsenz dort aufzubauen.
Zitat:Das bringt aber nichts, wenn aufgrund der Größe eine mangelnde Leistung erbracht wird. Ich hab' ja nichts gegen durch Fregatten verbrachte UUV, aber die können halt keinen Beitrag zur U-Jagd leisten, außer evtl. Verstecke in Fjorden zu entdecken. Als relevanter Sensorträger bei der U-Jagd benötigt so ein UUV eine Größe, die nicht durch Fregatten transportiert werden kann, sondern allenfalls durch darauf spezialisierte Dockschiffe.
Da bin ich mir sehr unsicher. Letztendlich ist die Größe ja kein Eigenzweck sondern dient nur dazu, Kapazitäten vorzuhalten. Für die U-Jagd wären das auf jeden Fall ein passives Schleppsonarsystem, Flank Arrays und zumindest ein Obstacle Avoidance Sonar. Das alles dürfte relativ wenig Platz brauchen, Knackunkt werden die Batterien sein.

Laut NavyLookout soll HERNE bspw in seiner Standartkonfiguration eine Ausdauer von 7-10x Tagen aufweisen, sofern keine zusätzlichen Batterien in den Payload Bays mitgeführt werden und vollständig zum ASW befähigt sein. Cellula soll zudem ein alternatives System testen, indem die Batterien durch Wasserstoff-Brennstoffzellen ergänzt werden was die Ausdauer auf 45x Tage oder 5.000km Reichweite anheben soll. Und dies während das UUV 12m lang und leicht genug sein soll um im Mission Bay der T26 mitgeführt zu werden.

Da der Transit bei einer Verbringung per Fregatte (oder etwas anderem) wegfällt, kann das UUV auch natürlich kleiner werden als wenn es selber diesen Weg zurücklegen müsste. Die Leistungsfähigkeit würde ich deshalb nicht an der Größe festmachen.
Zitat:Diese Wartung erfolgt durch den Versorger im Operationsraum. Was der nicht leisten kann, kann auch keine Fregatte leisten.
Ich stelle mir das eher so vor wie beim BHS-Betrieb auf den MSC. Also ein eingeschifftes Kontingent das zumindest die Einsatzfähigkeit routinemäßig erhalten kann. Die BHS schicken wir ja auch nicht zur Wartung auf die EGVs außer wenn sie unbedingt müssen.
Zitat:Die Einschätzung teile ich. Effektoren auf unbemannten Plattformen bringen eine ganze Menge Hürden mit hinsichtlich der Steuerung des Einsatzes. Und gerade im maritimen Sektor kann man nicht so einfach "kill-zones" definieren, in denen automatisierter Waffeneinsatz vertretbar wäre. Dementsprechend käme beim Waffeneinsatz von UUV aus immer schnell die Problematik der eingeschränkten Kommunikationsmöglichkeiten unter Wasser zum Tragen.
Zum einen genau das, was ja generell auch eine Hürde in der Verwendung von KI bei der Feindbekämpfung. Zum anderen aber auch, da wir im ASW mEn keinen weiteren Bedarf an Effektorträgern haben. Da ist man mit BHS, Borddrohne, Langstrecken-UAV und MPA schon ganz gut aufgestellt, was wir in diesem Kontext aber brauchen ist situational Awareness um diese auch großflächig einsetzen zu können.
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BlueWhale - LUUV - von Frank353 - 25.02.2026, 19:03
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