Vor 2 Stunden
Eine interessante Einschätzung von Omid Nouripour (seit 2006 für Bündnis 90/Die Grünen im Bundestag. Er kam im Alter von 13 Jahren mit seiner Familie aus dem Iran nach Frankfurt am Main. In seiner Parlamentsarbeit lag ein Schwerpunkt auf der Außen- und Sicherheitspolitik. Er war außenpolitischer Sprecher seiner Fraktion. Von 2022 bis 2024 war Nouripour gemeinsam mit Ricarda Lang Bundesvorsitzender seiner Partei. Seit März 2025 ist er Vizepräsident des Deutschen Bundestags).
Zitat:Eine komplette Fokussierung auf die Urananreicherung und auf das iranische Atomprogramm halte ich für falsch. Natürlich ist ein solches Regime mit einer Atombombe eine Gefahr für die iranische Bevölkerung, für die Region, für Israel und für die Welt. Ich sehe nicht, wie man ein wirksames Abkommen mit einem Regime abschließen soll, dem man nicht vertrauen kann. Teheran lügt, betrügt und hat sich bisher an keine Vereinbarung gehalten.
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In den USA wäre eine militärische Intervention unbeliebt. Außerdem gibt es Berichte, dass Russland und China dem Regime mit großer Wucht Waffen geben – und das vereinfacht die Lage nicht. Ein neues Atomabkommen mag für den amerikanischen Wahlkampf von Relevanz sein. Aber es wäre in erster Linie ein Stabilisator für das iranische Regime.
