27.02.2026, 09:42
(27.02.2026, 09:21)Broensen schrieb: Ja, genau. Das ist ja auch Sinn der Sache.
Ich glaube, worauf @Milspec_1967 hinaus will ist, dass andere Nationen beim "Testen" schon weiter sind.
Siehe Orca, Ghost Shark oder Huilong.
Zum letzteren und dessen Reifegrad:
https://www.twz.com/news-features/our-be...-submarine
Da wirkt es schon befremdlich, dass die Ambitionen unserer Marine, die ja von sich selbst behauptet, "energisch" bis 2035 die Flotte mit UxV aufzurüsten, gerade mal für ein Gerät gereicht hat, mit dem man Choke Points überwachen kann. Eine Lösung für die U-Jagd im Nordatlantik ist das jedoch nicht.
Ausdrücklich noch mal von mir, ich freue mich für die Marine und sehe auch einen Einsatzzweck des BlueWhale in der Ostsee. Allein dafür hat sich die Beschaffung gelohnt.
Aber mehr als ein kleiner, langsamer Schritt im 5. Jahr Krieg in der Ukraine, ist es nun mal nicht. Mit dem BlueWhale hat die Deutsche Marine dann jetzt in diesem Moment exakt 1 (in Worten EIN) Schleppsonar operativ.
Das ist und bleibt Rüstung in Zeitlupe, auch wenn manche Leuchtturmprojekte jetzt zeitnah durchgepeitscht werden.
https://www.navalnews.com/event-news/imd...ultiplier/
Zitat:Using Bi-static and Multi-static external active sonar sources, the system delivers the revolutionary ability to extend a submarine barrier over areas that were previously impossible to monitor in an efficient way. Operating undetected with a passive array to a dive depth of 300 meters, BlueWhale™ creates a true dilemma for enemy submarine forces.
Sprich, dass volle Potential entfaltet der BlueWhale dann, wenn es einen externen aktiven Pinger gibt - oder auf gut deutsch, ein aktives Schleppsonar auf einem Überwasserfahrzeug, wenn man große Reichweiten erzielen will.
Ein U-Boot wird wohl niemals aktiv gehen und sich selber verraten, um ein Ziel für den BlueWhale zu "beleuchten".
Dann bleibt noch das Problem, dass der BlueWhale getaucht scheinbar seine Daten nicht senden kann, da er dies über SATCOM machen wird.
Nehmen wir mal an, der ist auf 200 m Tiefe unterwegs und empfängt etwas. Dann muss er erstmal mit seiner geringen Geschwindigkeit auftauchen, Daten senden, wieder abtauchen und dann ist das Ziel mit hoher Wahrscheinlichkeit weg, weil ein getauchtes U-Boot mehr Fahrt macht als die 2 Knoten des BlueWhale.
So gesehen kann der BlueWhale aus meiner Sicht im Bereich der ASW nur eine "Tretmine" sein, in die ein gegnerisches U-Boot reinfährt. Dann taucht er auf, meldet den Kontakt und weitere Kräfte wie eine MPA oder Überwasserverbänden müssen herangeführt werden, um den Kontakt erneut zu finden.
Oder übersehe ich da in der technischen Lösung etwas?
