Vor 1 Stunde
(Vor 2 Stunden)Pmichael schrieb: Als Gegengeschäft soll Airbus größere Anteile an den Pillars Remote Carriers und Combat Cloud erhalten.Was gar nicht so falsch wäre. Meinetwegen kann Dassault 50% am NGF-Pillar haben, so lange die vergebenen Unteraufträge die nationalen Wertschöpfungsanteile nicht zuungunsten der beiden anderen Partner verschieben. Also wenn bspw. Thales FR einen Anteil bekommt, dann muss der von Dassaults 50% abgehen, geht der Unterauftrag an Leonardo, wird er zu gleichen Teilen auf Airbus und Dassaults Anteile angerechnet.
Das funktioniert mMn deswegen, weil Frankreich einen höheren Stückzahlbedarf am NGF haben wird als Deutschland, während wir mehr CCA brauchen. Frankreich betreibt einen Teil seiner FCAS-Flotte auf Trägern und allgemein im expeditionären Kontext, wo die Einsatzmöglichkeiten für CCA geringer ausfallen dürften. Außerdem setzen sie stärker als wir auf einfachere Drohnensysteme, weshalb es ja auch bei EuroMALE zu Differenzen kommt. Und noch relevanter: Dassault wird nicht zusätzlich zum Rafale-Nachfolger NGF noch einen Mirage-Nachfolger auflegen können, für den sie keinen Entwicklungspartner haben. Wir hingegen haben die F35.
Das alles lässt mich annehmen, dass für Deutschland ein höherer Anteil an CCA gegenüber NGF sinnvoller wäre als für Frankreich. Dementsprechend können auch die Anteile verteilt werden, sofern die Verknüpfung von Finanzierung und Wertschöpfung gewahrt bleibt.
Ich würde übrigens sogar davon ausgehen, dass bei den CCA die Vorstellungen zwischen D und F hinsichtlich der technischen Auslegung weiter auseinander gehen werden als beim NGF. Insofern wäre es für uns jetzt einfach eine Schwerpunktsetzung zugunsten der zukünftig ohnehin relevanteren, unbemannten Komponenten, wenn wir dort unsere Führungsrolle ausbauen und Dassault mehr Entscheidungsbefugnis beim NGF gewähren.

