Aufbau einer europäischen Souveränität
#44
Mein Beitrag könnte auch hier stehen:
(23.02.2026, 21:51)Kongo Erich schrieb: Die Ukraine kann nichts dafür, dass Russland das Land überfallen hat, durch das die Pipeline führt, und das Russland offenbar auch die Pipeline bombardiert und so den Transport unterbrochen hat,
...

Wobei es mich schon etwas wundert, dass nach Jahren immer noch Ungarn und "die Slowakei weitgehend von den durch ein Kriegsgebiet führenden Öllieferungen aus Russland abhängig" sind. Ich frage mich woran das liegt. Andere Staaten konnten sich doch auch von der Abhängigkeit von russischem Öl befreien.
Beide Staaten haben keinen Meereszugang. Derzeit (jetzt erst?) laufen technische Vorbereitungen dafür, dass Erdöl aus Kroatien über Ungarn in die Slowakei geliefert werden und zumindest einen Teil des Bedarfs decken kann.
Kann man da nicht wenigstens mit Tank-/Ölzügen von westeuropäischen Verladestationen aus einen Ausgleich schaffen?
...

Es müsste doch möglich sein, den bestehenden Pipeline-Strang über Rostock - Schwedt und Leuna zu nutzen, die Verbindung nach Prag (ggf. mit Bahntransporten) zu schließen und dann weiter die Slowakei und Ungarn zu vorsorgen?
...
Hier nochmal ein Überblick über die bestehenden Pipelines bzw. das Pipeline-Netz:
[Bild: https://upload.wikimedia.org/wikipedia/c...Europe.png]
Quelle: Wikipedia

Die Adria-Pipeline führt vom Entladehafen Omisaj (Kroation) nach Ungarn und könnte wohl seit Jahren mit der Druschba-Pipleine verbunden werden,
und die Druschba-Pipeline ist von Prag über Ingolstadt bis Karlsruhe verlängert - also wenn die nicht genutzt werden können ...
und von Wien nach Bratislava ist es auch nicht so weit. Was also hindert daran, die Netze zur Versorgung der Slowaken und Ungarn zu nutzen?

Tatsächlich gibt es Überlegungen, Griechenland für die Staaten (Süd-)Osteuropas zur Energiedrehscheibe für LNG-Gas zu machen
Zitat:LNG aus den USA – Griechenland wird zur Gas-Drehscheibe
Mit dem EU-Importstopp für russisches Gas wollen die USA wichtiger Energielieferant werden. Eine Schlüsselrolle soll Griechenland spielen. Die Infrastruktur ist dafür aber noch nicht bereit.


Athen. Spätestens ab November 2027 sollen die Staaten der Europäischen Union (EU) kein verflüssigtes Erdgas und Pipelinegas mehr aus Russland importieren. Der Beschluss zum Importstopp von Januar dieses Jahres trifft vor allem Mittel- und Osteuropa. Dort sind zahlreiche Länder stark von russischen Lieferungen abhängig.

Die US-Regierung will die in der Region drohende „Gaslücke“ schließen. Analysten beziffern sie bis 2030 auf etwa 35 Milliarden Kubikmeter. Das entspricht etwa 40 Prozent des deutschen Jahresverbrauchs. Eine Schlüsselrolle sollen in den US-Plänen künftig LNG-Terminals und Gasleitungen in Griechenland spielen. Doch viele Anlagen laufen bereits nahe an der Kapazitätsgrenze.

Daher hat US-Energieminister Chris Wright seinen griechischen Amtskollegen Stavros Papastavrou sowie Regierungsvertreter aus Rumänien, Bulgarien, Moldawien und der Ukraine am kommenden Dienstag zu einer Konferenz nach Washington eingeladen. Auch Vertreter der Europäischen Kommission, von Regulierungsbehörden, Netzbetreibern, Banken und Unternehmen werden erwartet.

Im Zentrum der Beratungen steht der sogenannte vertikale Korridor – ein Pipelineverbund, der die griechischen LNG-Terminals mit den Gasnetzen Bulgariens und Rumäniens verbindet und Lieferungen bis nach Moldawien und in die Ukraine ermöglicht. Über westliche Abzweigungen könnten zudem Nordmazedonien, Serbien, Ungarn, die Slowakei und Österreich versorgt werden.
(Kopie hier)

Aber wieso erst nach 4 Jahren Transit durchs Kriegsgebiet?
Gab es da von irgendjemandem (und wenn, von wem?) Blockaden - und wenn ja warum ... finanzielle Interessen ?
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RE: Aufbau einer europäischen Souveränität - von Kongo Erich - Vor 7 Stunden

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