Gestern, 09:26
(Gestern, 09:10)Quintus Fabius schrieb: Für vier Jahre eines großen konventionellen Krieges sind die Verluste für beide Seiten eigentlich moderat. Um diese revisionistische Sichtweise mal mit Zahlen zu unterlegen: Im Zweiten Weltkrieg verloren die Russen ein Minimum von ca. 80.000 Kampfpanzern. Lassen wir es heute mal 5.000 sein, also mehr als die Zahl welche bildlich bestätigt ist.Ich würde sagen: Jain. Denn die Frontlinie mag zwar deutlich über 1.000 km lang sein, doch 90% aller Feindberührungen geschehen laut den Ukrainern in den Oblasten Donezk, Charkiw und Saporischschja.
Mit anderen Worten, das Gros der Kämpfe (und der entsprechenden Verluste) ereignet sich an vergleichsweise kurzen, räumlich abgegrenzten Frontabschnitten, nicht auf breiter Front wie im Zweiten Weltkrieg. (Beispiel: Während der Operation Bagration stieß die Rote Armee auf fast 400 km Breite vor.)
Die Verlustrate pro Gebietseinheit dürfte zumindest bei den Schlachten um Bachmut, Tschassiw Jar, Awdijiwka und Pokrowsk den Verlusten im "Großen Vaterländischen" nahegekommen sein.
