21.02.2026, 19:44
(21.02.2026, 19:01)Broensen schrieb: OPV ist halt ein breites Spektrum, das reicht von Potsdam bis Baden-Württemberg.
Die F125 ist mit Sicherheit kein OPV, sondern das Ergebnis der Debatte, die hier geführt wird - nämlich "hätte, wäre, könnte".
Ein LHD wie die TCG Anadolu (als aktuelles Beispiel) braucht in einem Einsatz wie ATALANTA keinen Schutz durch eine ausgewachsene Fregatte. Dafür reicht die Bewaffnung ink. Air Assets mehr als aus. Über genau diese Art von IKM Missionen sprechen wir doch gerade und da reicht ein "IKM-OPV" mit "gering qualifizierter Besatzung" mehr als aus. Selbst von einem 40 Mann OPV + 15 Mann Seebataillon würdest du noch Non-Cooperative Boarding ausführen können, sofern ein LHD im Einsatzgebiet steht um z.B. die sanitätsdienstliche Versorgung oberhalb der Role 1 zu gewährleisten - und diese Rettungskette muss sowieso stehen, egal ob OPV oder Fregatte.
Für die "klassische Operation ATALANTA" war der Einsatz von Fregatten egal welcher Art eine Verschwendung von Ressourcen.
Wenn wir jetzt darüber diskutieren wollen, was es heutzutage "darüber" noch geben könnte, musst du erstmal die Art der Bedrohung definieren. In ASPIDES wirst du wohl kaum Boarding-Operationen durchführen müssen und wenn, wird das für beide Seite hohe Verluste bedeuten. Auch Opposed Boarding ist im Kern gemessen an der Gleichung "Spezialkräfte gegen bewaffneten Piraten". Wenn du aber keine Piraten an Bord hast, sondern militärisch ausgestattete und ausgebildete Gegner, sieht diese Gleichung komplett anders aus und wir reden nicht mehr von IKM.
Was macht denn ein OPV oder eine Fregatte in der IKM Mission vom Typ ATALANTA? Erstmal aufklären und beobachten, Kontakte abfragen, Meldungen absetzen und Kontakte verfolgen - evtl. mal ein Cooperative Boarding, dass war es dann aber auch.
Hier geht es auch um den Einsatz knapper Ressourcen und deren Inübunghaltung - wie gesagt, es macht keinen Sinn, jeder Fregatte in so einem Einsatzgebiet ein Spezialkräfte-Einsatzteam mitzugeben, wozu auch?
Militärische Kräfte werden einem Einsatz nach der Wahrscheinlichkeit des Eintretens einer Situation bemessen zugeteilt, nicht nach dem, was alles irgendwo im Einsatzgebiet evtl. mal irgendwann passieren könnte.
