21.02.2026, 17:59
(21.02.2026, 13:23)Broensen schrieb: Gegenfrage: Was kann denn ein OPV noch leisten, was das LHD mit seinen Subsystemen nicht auch selbst könnte? Was ist der Mehrwert der OPVs?
Der Fehler in deinem Ansatz liegt daran, dass du die Breite und Tiefe des Einsatzgebietes unterschätzt.
Nimm' dir mal das Einsatzgebiet von ATALANTA als Beispiel und rechne mal ganz grob nach, wieviele Assets du brauchst, um das Gebiet halbwegs zeitnah abdecken zu können.
Das LHD ist in diesem Fall der "Anker" und die OPV sind im Einsatzgebiet verteilt, um kurzfristige Reaktionszeiten sicherzustellen.
Wie soll denn ein LHD eine Fläche 3,7 Millionen Quadratkilometer allein abdecken?

Ein OPV kann auch sowas wie die Rajah Sulayman Klasse sein - die trägt auch ein Schleppsonar. 2.400 t bei ~ 70 Mann Besatzung - klein, billig, schnell verfügbar.
(21.02.2026, 13:23)Broensen schrieb: Ein OPV (wir reden hier über die von dir genannte Kategorie von 40Pax) ist schlechter bewaffnet als ein LHD, verfügt über keinen Hubschrauber und kann mit 40 Seeleuten auch nur sehr begrenzt Boarding betreiben, selbst wenn man SOLAS ignoriert.
Über welches Boarding reden wir hier?
Cooperative Boarding? Das machen die Australier bei 21 Mann Besatzung z.B. mit den Armidale.
Non-Cooperative Boarding? Dafür braucht es z.B. eingeschiffte Kräfte vom Seebataillon, nicht die Stammbesatzung von 40 Mann. Die Stammbesatzung ist dafür gar nicht qualifiziert.
Opposed Boarding? Aufgabe von Spezialeinsatzkräften, die vom LHD im Einsatzgebiet operieren können, unter Nutzung dessen Helikoptern und Einsatzbooten. So eine Einsatzart hat Vorlauf von Tagen.
Auch ein OPV hat eine Einschiffungskapazität.
