19.02.2026, 07:10
Ich bin mir nicht einmal so sicher, dass Atomwaffen einen Diktator wirklich schützen. Der Fall Nordkoreas ist hier sehr speziell - zumal das dortige Atomwaffenprogramm schon vor dem Sturz von Saddam, Gaddafi und Co. angestoßen wurde (das "Schutzbedürfnis-Argument" also nicht greift) -, denn man könnte durchaus das Land konventionell angreifen und die recht klar einsehbaren atomaren Anlagen dort zerschlagen, allerdings würde dann ein konventioneller Krieg auf der koreanischen Halbinseln zwangsläufig folgen und dennoch enorme Flurschäden verursachen, zumal Peking das Szenario nicht vor der eigenen Haustüre haben möchte und somit das Risiko einer Ausweitung besteht.
Im Falle Iran greift das Schutzargument also nicht, ebenso wenig wie das Risiko einer Involvierung einer dritten Großmacht (und ich denke nicht, dass Russland sich engagieren wird, denn Moskau hat genügend eigene Baustellen). Und es ist genauso klar, dass ein Regime wie das gegenwärtige dort keinesfalls ein Atomprogramm besitzen darf. Wie grausam und skrupellos die dortigen Herrschaften sind, wurde erst vor wenigen Wochen ersichtlich, als sie ohne zu zögern eine geschätzt fünfstellige Zahl der eigenen Bürger haben massakrieren lassen.
Schneemann
Im Falle Iran greift das Schutzargument also nicht, ebenso wenig wie das Risiko einer Involvierung einer dritten Großmacht (und ich denke nicht, dass Russland sich engagieren wird, denn Moskau hat genügend eigene Baustellen). Und es ist genauso klar, dass ein Regime wie das gegenwärtige dort keinesfalls ein Atomprogramm besitzen darf. Wie grausam und skrupellos die dortigen Herrschaften sind, wurde erst vor wenigen Wochen ersichtlich, als sie ohne zu zögern eine geschätzt fünfstellige Zahl der eigenen Bürger haben massakrieren lassen.
Schneemann
