18.02.2026, 04:27
@Phalanx
Persönlich habe ich immer die Ansicht vertreten, dass man erst dann überhaupt eine Aussicht darauf hat, den Personalbedarf auf freiwilliger Basis zu decken, wenn die neue Kaserne steht und die ersten Erfahrungsberichte aus eigener Anschauung eintrudeln.
Wir haben es schon in diesem Faden erlebt (siehe z.B. @alphall31's Kommentare), dass viele Soldaten von ihrer eFP-Zeit nicht beeindruckt waren: Schlechte Einrichtungen im Nirgendwo, nach Feierabend Langeweile, und manche TrpGt (z.B. ArtTrp) konnten in Litauen gar nicht richtig üben, mangels geeigneter Anlagen.
Irgendwie ist es ja auch verständlich, wenn Du Dir eine neue Wohnung suchst, unterschreibst Du den Mietvertrag ja auch nicht auf der Basis von ein paar Prospektbildern. Insofern wäre es z.B. eine gute Werbung gewesen, Personen, die sich prinzipiell den Dienst in Litauen vorstellen könnten, einfach mal für zwei, drei Tage dorthin zu schicken, damit sie sich umsehen und umhören können.
Die Ukraine steht vor einer demographischen Krise, insofern ist die (durchaus nicht unumstrittene) Entscheidung, Wehrpflichtige zwischen 18 und 25 Jahren nicht an die Front zu schicken, verständlich—und ein völlig irrelevanter Bewertungsmaßstab für uns. Zumal es eben nicht an "die Front" geht.
Wenn die Einrichtungen in Litauen halten, was der Dienstherr versprochen hat, wird der Dienstalltag für viele Soldaten kaum anders sein als in Deutschland jetzt. Ich meine, welchen Unterschied macht es für mich, ob ich jetzt jeden Freitag drei Stunden im Zug sitze, um innerhalb Deutschlands nach Hause zu kommen, oder drei Stunden in Bus/Taxi/Uber und Flugzeug?
Persönlich habe ich immer die Ansicht vertreten, dass man erst dann überhaupt eine Aussicht darauf hat, den Personalbedarf auf freiwilliger Basis zu decken, wenn die neue Kaserne steht und die ersten Erfahrungsberichte aus eigener Anschauung eintrudeln.
Wir haben es schon in diesem Faden erlebt (siehe z.B. @alphall31's Kommentare), dass viele Soldaten von ihrer eFP-Zeit nicht beeindruckt waren: Schlechte Einrichtungen im Nirgendwo, nach Feierabend Langeweile, und manche TrpGt (z.B. ArtTrp) konnten in Litauen gar nicht richtig üben, mangels geeigneter Anlagen.
Irgendwie ist es ja auch verständlich, wenn Du Dir eine neue Wohnung suchst, unterschreibst Du den Mietvertrag ja auch nicht auf der Basis von ein paar Prospektbildern. Insofern wäre es z.B. eine gute Werbung gewesen, Personen, die sich prinzipiell den Dienst in Litauen vorstellen könnten, einfach mal für zwei, drei Tage dorthin zu schicken, damit sie sich umsehen und umhören können.
(15.02.2026, 12:33)lime schrieb: Man schickt also Leute an eine (fiktive) Front die sogar in der Ukraine freigestellt würden?Und damit willst Du was genau sagen?
Die Ukraine steht vor einer demographischen Krise, insofern ist die (durchaus nicht unumstrittene) Entscheidung, Wehrpflichtige zwischen 18 und 25 Jahren nicht an die Front zu schicken, verständlich—und ein völlig irrelevanter Bewertungsmaßstab für uns. Zumal es eben nicht an "die Front" geht.
Wenn die Einrichtungen in Litauen halten, was der Dienstherr versprochen hat, wird der Dienstalltag für viele Soldaten kaum anders sein als in Deutschland jetzt. Ich meine, welchen Unterschied macht es für mich, ob ich jetzt jeden Freitag drei Stunden im Zug sitze, um innerhalb Deutschlands nach Hause zu kommen, oder drei Stunden in Bus/Taxi/Uber und Flugzeug?
