17.02.2026, 15:14
(14.02.2026, 17:31)spooky schrieb: Wenn ich es richtig in Erinnerung habe ist das Sonar der Hyuuga auch kein klassisches Flank Array sondern ehr ein erweitertes Bugsonar mit einem Conformal Array um den Bugwulst. Dabei hat man dann keine klassische Zylinderbasis sondern nutzt die Länge des Bugwulst aus und zieht das Sonar an den Seiten in die Länge. Wenn ich recht habe wäre das also auch nur eine sehr moderne Form eines Bugsonars. Bei U-Booten sind Conformal Array Systeme ja schon länger im Gespräch aber so wirklich viele Umsetzungen gibt es da bis heute auch nicht.
Am Ende braucht man bei Überwasserschiffen immer eine Sonarbasis möglichst tief im Wasser und für eine entsprechende Sensorleistung in alle Richtungen auch eine Entsprechende Fläche quer zur gewünschten Aufklärungsachse. Da die Aufklärung vor dem Schiff naturgemäß wichtig ist wird man mit einem reinen Flank Array sowieso nicht weit kommen. Auch bei U-Booten ist das ja eine Ergänzung zum Bugsonar und kein Ersatz.
Ich gehe aber auch davon aus, das die Sensorleistung an der Bordwand irgendwo in der Mitte eines Schiffes aus vielen Gründen ehr suboptimal sind und sich deshalb auch keiner wirklich die Mühe macht ein Bugsonar an Bord eines Schiffes mit einem echten Flank Array Sonar zu ergänzen.
Ich würde den Einfluss eines Bugsonars auf das Gesamtsystem Schiff auch nicht generell so negativ bewerten es macht den Schiffsentwurf erst mal vorallem komplizierter. Klassische Bugwülste haben ja durchaus auch positive Einflüsse auf bestimmte Parameter eines Schiffes. Und Schiffe wie die FDI oder Zumwaldt zeigen, das man damit durchaus auch moderne Rumpfformen realisieren kann.
Nachtrag:
Ich muss mich korrgieren, bei dem OQQ-21 der Hyuuga handlet es sich wohl nicht um ein conformal array sondern um die Kombination einer klassischen Zylinderbasis und dahinter von Flanked Array Systemen im (laut Wiki 40 m langen) Sonardome. Es ist also nicht so modern wie ich dachte aber am Prinzip ändert es nichts, es ist immer noch ein klassischer Sonardome im Bugwulst der nur recht lang ist.
Der Nachteil eine klassischen Wulstbuges ist das er das Überschreiten der Rumpfgeschwindigkeit nahezu unmöglich macht, weshalb er im Militärischen Bereich nur bei sehr großen Einheiten(über 200m) und bei einheiten mit relativ geringer notwendiger Geschwindigkeit(z.B OPVs) zum Einsatz kommt.
Andere Einheiten, wie z.B die Allseits bekannten Burkes oder auch F123/124 haben keinen klassischen Wulstbug sondern einen Normalen Bug, an den unten ein Zusätzlicher Sonardom angebaut ist.
