17.02.2026, 13:59
(17.02.2026, 13:43)Milspec_1967 schrieb: Kurze Frage:
Warum wurde hier eigentlich der wafenkauf für MSI entschieden ... und nicht Rheinmetall Seasnake
30 (mit integriertem Sensor an der waffe, was ich für vroteilhafter erachte)
War MSI günstiger ???
Schweden beschafft zunächst für seine CB90 Seasnake 30 + Hensoldt Spexer Radar
https://www.hartpunkt.de/schweden-bescha...-hensoldt/
Weil das ein Vergleich von Äpfeln und Birnen ist.
Die Seahawk A2 hat 2 x 200 Schuss zzgl. bestimmt ca. 80 Schuss in den Gurtzuführungen sowie eine Doppelgurtzuführung mit zwei Munitionsarten. Dafür ist das Teil bestimmt mehrere Tonnen schwer, aber für die AAW einer Fregatte wegen der zwei Munitionsarten an der Waffe und der größeren Magazintiefe besser geeignet.
Die Seasnake 30 hat nur ca. 150 Schuss an der Waffe und nur eine Munitionssorte, dafür wiegt das Ding fast nichts und passt daher halt auch problemlos auf ein CB90.
Einen abgesetzten Sensor halte ich auf einer Fregatte für vorteilhaft. Erstens wird er nicht durch die Erschütterungen der Waffe beim Feuern gestört und ferner kann man ihn zu Aufklärungszwecken verwenden, ohne die Waffe zu drehen bzw. ein drehendes Teil an der Waffe zu haben.
Abgesehen davon hat Saab die Seahawk schon für die thailändische Marine in das 9LV integriert.
Waffen wählt man halt primär nach Fähigkeiten aus und nicht nur nach Querschnittlichkeit - international zumindest

Nebenbei, die Seahawk A2 gibt es auch mit Sensor an der Waffe - nennt sich dann halt A1.
Ebenso noch mit der Option auf ein .50 Koaxial-MG bzw. Lenkflugkörper. Das .50 hat z.B. die US Navy als Mk 38 Mod 4 beschafft und auf den Arleigh Burke eingerüstet.
https://msi-defencesystemsus.com/product...k38-mod-4/
Ich würde wetten, dass die F123B auch die US Variante erhalten.
Solche Optionen gibt es bei der Seasnake 30 nicht. Wenn man den Preis des schwedischen Vertrages auf die Waffe runterrechnet kommt man auf rund 7,8 Mio. EUR. Wenn man das mit dem Erstvertrag aus dem asiatischen Raum für die Seahawk vergleicht, liegt diese nur bei rund 2,5 Mio. EUR pro Stück.
Mal ganz abgesehen davon nutzt die Seasnake 30 mal wieder eine Revolverkanone aus der Luftfahrt - die Mk 44-S halte ich für wesentlich robuster für den Einsatz auf See.
