Vor 2 Stunden
(Vor 8 Stunden)DeltaR95 schrieb: Stimmt, dafür brauchst du aber auch kein Modul IKM, da reicht eine stink normale AAW-Einheit aus - ohne jeglichen IKM-Schnick Schnack oder Modularität. Bei ASPIDES wirst du auch keine Spezialkräfte anlanden oder Boarding betreiben.Nur hat der "reguläre Pirat" als IKM-Thema so gut wie ausgedient. Und klar: Aspides ist hochintensives IKM, das die Fähigkeiten eines vollwertigen Kriegsschiffs erfordert. Das Problem beschreibt aber DPU schon genau richtig:
Gegen den "regulären" Piraten reicht ein OPV absolut aus.
(Vor 4 Stunden)DopePopeUrban schrieb: Zumal die Grenze zwischen IKM und LV/BV sowieso immer weiter verschwimmt. Wenn schon B-Klasse Milizen heute Zugriff auf AShM und teilweise sogar BM haben, ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis das selbe für USV und UUV gilt.Die Frage bei IKM-Missionen wird zukünftig nicht mehr sein, welches Schiff für den Einsatzzweck befähigt ist, sondern vielmehr: Welches Schiff ist im Einsatzraum durchsetzungsfähig? Man erinnere sich an die F125, deren Auftrag es lediglich sein sollte, einer der meistbefahrenen Handelsschifffahrtsrouten zu folgen, was dann aufgrund der Sicherheitslage auf dieser Route abgesagt werden musste.
Generell bin ich dem Ansatz von OPVs für bestimmte Szenarien gar nicht abgeneigt, aber wenn wir das machen wollen, dann konsequent außerhalb der Marine als Auslandspolizeieinsätze. Denn Szenarien, in denen kein vollwertiges Kriegsschiff gebraucht wird, werden sich zukünftig auf wenige Einsätze im Bereich Außengrenzschutz, Embargokontrollen, Organisierte Kriminalität u.ä. beschränken, also im weiteren Sinne Küstenwachaufgaben. Und das auch vornehmlich in Nord- und Westafrika, wo wir über nahgelegene europäische Basen verfügen.
Das eigentliche Feld des IKM ist der ostafrikanisch-arabisch-persische Raum, in dem ein OPV allein auf absehbare Zeit nicht mehr überlebensfähig sein wird. Also entweder machen wir da das gleiche, was die "Traditionalisten" auch für die U-Jagd im Nordatlantik vorsehen, und schicken zu jeder Mission ein Schiff für den Missionszweck und ein weiteres, viel teureres, zu dessen Schutz. Dann haben wir permanent einen MAD in arabischen Gewässern stationiert, um dort unsere OPVs zu decken. Oder wir nehmen einfach direkt eine Einheit, die in der Lage ist, sowohl die Mission zu erfüllen, als auch deren Schutz zu gewährleisten und bei Bedarf sogar zu eskalieren.
Unsere Gegner im IKM sind nicht mehr Piraten und Waffenschmuggler, sondern Akteure mit Zugriff auf vollwertiges Kriegsgerät. Also brauchen wir dort auch vollwertige Kriegsschiffe.
Die Frage für uns kann also nur sein: Gestalten wir unsere Kriegsschiffe derart, dass sie auch für die Besonderheiten dieser Einsatzszenarien besonders ausgestattet werden können, oder tun wir das nicht, weil wir der Meinung sind, das würde unsere Schiffe zu groß werden lassen für ihre klassischen Aufgaben im LV/BV?
(Vor 4 Stunden)DopePopeUrban schrieb: Ich gebe dir ja grundsätzlich recht, dass die ASW-Fähigkeiten der DM stärker beübt werden sollten aber das darf nicht zu lasten aller oder der meisten restlichen Fähigkeiten geschehen. Wenn man darin mehr praktische Erfahrungen sammeln will, muss man es machen wie die Briten und in der Barentsee herumlungern um russische Boote zu "beschatten".Auch das wird man tun müssen, zumindest gemeinschaftlich im Rahmen einer Nordmeer-Koalition aus UK, NO, DK und DE. Aber es macht halt schon einen Unterschied, ob eine Mannschaft nie etwas anderes kennenlernt als das oder ob sie solche "Fach"-Übungen abwechselnd mit potentiell "heißen" Einsätzen durchführt, auch wenn letztere keine U-Jagd umfassen.
Zitat:Mal unabhängig davon würde ich mich auch ehrlich gesagt nicht so auf ASW als Kernprofil der DM "einschießen"... Hingegen halte ich A2/AD Bedrohungen auch im Nordmeer für die auf Dauer gefährlichere Bedrohungslage als U-BooteIch weiß nicht, ob man das so voneinander trennen kann. Denn im Rahmen dessen, wie die Russen im Nordmeer operieren können, werden die U-Boote eine so gewichtige Rolle spielen, dass sie für unsere Überwassereinheiten dort ein entscheidendes Operationshindernis sein werden. Also um überhaupt im Nordmeer operieren zu können, muss zuallererst die U-Jagd erfolgreich durchgeführt werden. Alles weitere (außer maritime Strike) wird ohnehin für diese Aufgabe benötigt. Ohne ausreichende ASuW und AAW-Kapazitäten vor Ort, kann auch keine U-Jagd betrieben werden. Das ist also alles ein Komplex.
Hinsichtlich maritime strike bin ich da etwas anderer Ansicht, weil ich einfach nicht die großen realen Vorteile sehe, wenn wir einen MFK von einem Überwasserschiff aus dem Nordmeer gegen russisches Gebiet abfeuern können im Vergleich mit entsprechenden Kapazitäten aus der Luft oder vom eigenen Boden aus. Das wäre für mich also eher eine Sekundärfähigkeit für U-Boote oder im expeditionären Kontext und weniger im LV/BV gegen Russland.
