16.02.2026, 11:21
dann lass uns mal die einzelnen Punkte ansprechen:
Wie dieses Engagement erfolgen soll - darüber besteht aber möglicherweise ein Dissens. In den USA wird gerade erneut auf die einzelnen Nationalstaaten in Europa gesetzt - und eine Stärkung der nationalistisch geprägten Staatsspitzen gewünscht. Da finden nicht grundlos derzeit Besuche in der Slowakei und in Ungarn statt. Das hat natürlich neben dem politischen Aspekt (Teile und herrsche) auch wirtschaftliche Gründe. Denn diese Kleinstaaterei ist dann vollends auf die US-Rüstungsindustrie angewiesen, weil die Kleinstaaten für sich alleine genommen moderne Systeme gar nicht mehr alleine entwickeln können.
Ich fordere dagegen schon seit Jahren - auch wegen der Unsicherheit entsprechender Versorgungen über den Atlantik - den Aufbau einer europäischen Waffenindustrie. Das bringt nicht nur Synergieeffekte und ist damit wirtschaftlich gesehen günstiger, das ermöglicht auch erst eine eigene, unabhängige Interessenspolitik.
Fraglich ist dagegen die von Dir angesprochene Interessenspähre "Ostraum, den Maghreb und den Nahen Osten".
1.1. Einmal ist die "denke" in solchen Interessengebieten längst überholt.
Klar ist, dass eine starke Regionalmacht von sich aus erhebliche Einflüsse auf die Umgebung hat und ausstrahlt. Klar ist aber auch, dass kulturelle Unterschiede nicht einfach übergangen und dominiert werden dürfen. Da sind die "Kolonialmächte" Frankreich in Algerien oder Russland in Zentralasien schon gescheitert.
Wieso sollte die EU im Maghreb den Fehler der Franzosen in Algerien wiederholen?
Wer hier als Hegemonialmacht auftritt, öffnet die Türe zu blutigen Auseinandersetzungen.
Die friedliche Auflösung der UdSSR war dieser Erkenntnis geschuldet, und die von Putin angestrebte Restitution der UdSSR zeigt, dass solche Hegemonialreiche der Vergangenheit angehören.
1.2. Zum anderen hat Europa genug Überseegebiete - etwa in der Karibik - die eine globale Präsenz zur Folge haben müssen.
Und da werden wir zwangsläufig in Konkurrenz und Rivalität - etwa in der Karibik - zu einem MAGA-Amerika oder auch einem regionalen südamerikanischen Bündnis stehen.
Die Folge ist, dass man sich mit Rivalen verständigen muss. Der Weg, der von DT derzeit exerziert wird, ist eben nicht Verständigung sondern gewaltsame Durchsetzung.
"Abschottung" oder "Absperren" im Sinne einer "Mauer" hat noch nie funktioniert. Man muss die Ursachen der Migration "vor Ort" beseitigen. Und das geht nicht mit "besserwisserei" oder rückzahlbaren Krediten. Die Länder wissen selbst, was sie am nötigsten brauchen.
China macht das in Afrika vor.
Ursachen sind zudem vielfältig
- von leer gefischten Küstengewässern, in denen sich die modernen Fangflotten austoben (Island hat nicht ohne Grund auf die eigenen Bewirtschaftung seiner Wirtschaftszone gedrängt und nicht auf die Regelung durch die EU), während die örtlichen Fischer verhungern
- über die Konkurrenz übermächtiger Industrielieferanten (in Sierra Leone ist der Kleidermarkt durch europäische Gebrauchtkleider und chinesische Fabrikate geprägt, einheimische Produkte gibt es kaum) bis zu den
- Folgen des Klimawandels oder der Umweltverschmutzung durch ausländische Förderkonzerne.
- Dazu kommen nationale Probleme wie Korruption usw usw usw.
2.2. Das mit den "Lieferverboten" musst Du näher ausführen.
a) Es gibt etwa im Lebensmittelbereich gesundheitliche Vorschriften, die für alle Lieferanten gelten.
Damit fallen die "Chlorhühnchen" aus den USA unter den Tisch.
Hintergrund ist ein diametral entgegenstehendes Lebensmittelsystem.
In Europa darf nur auf den Tisch, was geprüft und gesundheitlich unbedenklich ist.
In den USA darf alles konsumiert werden, bis ein Schaden nachgewiesen wird. Dann greift zwar ein heftiges Regressrecht mit hohen Schadensersatzzahlungen - aber dann ist das Kind schon im Brunnen.
b) Und wenn wir besondere Abgasvorschriften haben, oder in den engen europäischen Städten die US-Straßenkreuzer nicht überall durchpassen, dann wirkt das wie ein Lieferverbot.
Aber diese Vorschriften gelten für alle. Das sind also keine gezielten Ausschlüsse etwa von US-Waren. Und es liegt an den Lieferanten etwa in den USA, sich auf diese Vorgaben einzustellen.
Das sind nur zwei Themen, in denen uns "Lieferverbote" vorgeworfen wurden. Ich würde Deine Themen dazu gerne beantworten, aber dazu musst Du "Ross und Reiter nennen".
2.3. Klima- und Umweltschutz:
Wir haben im Ergebnis keinen Dissens. Ob jetzt regenerative und damit dezentrale Energie aus strategischen Gründen bevorzugt werden (geringere Gefährdung bei Angriffen, weniger Abhängigkeiten) oder aus Klimagründen kann dahin gestellt werden.
Es gibt nun einmal andere Gesellschaften und Kulturkreise mit anderen Wertehierarchien. Wieso muss der westliche Kulturkreis - der ohnehin zwischen EU und USA schon erhebliche Differenzen aufweist - jeder Gesellschaft seinen Stempel aufdrücken und "übergestülpt" werden.
Respekt vor anderen Kulturen ist die Grundlage für eine friedliche Koexistenz und einen friedlichen Wettbewerb der Ideen.
Und die Neuausrichtung der internationalen Ordnung ist nach der Bipolarität des "Kalten Krieges", der kurzen Zeitspanne der Unipolar agierenden Weltmacht USA danach doch inzwischen schon längst unwiderruflich auf dem Weg.
Die Machtzentren der Welt etablieren und regionalisieren sich, und lassen sich nicht mehr durch eine oder mehrere "westliche Hegemonialmächte" dominieren. Die Kolonialzeit ist vorbei. Das müssen auch Putin und Trump lernen.
Kennzeichnend sind dann auch kulturelle - also insbesondere sprachliche und religiöse - Prägungen, die diese regionalen Machtzentren voneinander abgrenzen.
Wenn es gut ist, wird es ohnehin übernommen - so wie in der Geschichte entsprechende Sozialkulturen immer wieder ausgestrahlt haben.
Georgien oder auch Moldawien als anderes Beispiel ist jeweils alleine zu schwach, um sich seinen Nachbarn "entziehen" zu können. Und dann stellt sich die Frage, welche Nachbarschaft für die Georgier oder Moldawier die adäquateste Verbindung ist. Das nennt sich "freie Bündniswahl" und ist längst im Völkerrecht verankert und in vielen Verträgen anerkannt (ich erinnere an Helsinki).
Dafür plädiere ich auch weiterhin.
Und wer - wie Putin - meint, er müsse seine hegemonialen Ambitionen mit Gewalt durchdrücken, der verstößt halt gegen das Selbstbestimmungsrecht und muss damit rechnen, dass er auf gewaltsame Widerstände stößt.
Der Ansatz ist nicht "was stärkt uns und unseren Interessen" sondern der Ansatz ist das völkerrechtliche Selbstbestimmungsrecht, das von niemandem verletzt werden darf, wenn nicht die Gefahr neuer Kriege vom Zaun gebrochen werden soll.
Und es liegt im Interesse einer friedlichen Zukunft, solchen gewaltsamen Übergriffen entgegen zu treten. Wer sich nicht gegen Übergriffe wehrt provoziert den nächsten Schritt.
Insofern stärkt das Selbstbestimmungsrecht und dessen Durchsetzung auch für Moldawien, die Ukraine oder Georgien allerdings tatsächlich auch uns.
(15.02.2026, 18:57)Schneemann schrieb: @Kongo Erichwas die Stärkung der EU betrifft, rennst Du bei mir offene Türen ein. Ich habe schon vor Jahren gefordert, die NATO in ein 2-Säulen-Bündnis zu verwandeln. Und auch die Amerikaner fordern schon seit Jahren mehr Engagement.
Ich werde nun nicht auch noch irgendwelche Newsmeldungen hier einstellen, sondern versuche auf einzelne Punkte direkt einzugehen.
1.) Zitat aus der FAZ:
Das ist etwas, was ich so unterstützen würde. Wenn das Verständnis über die US-Politik vorherrschen würde, damit meine ich nicht ein blindes Abnicken etc., sondern den strategischen Aspekt, wäre dies die zwingende Notwendigkeit. Europa erstarkt und wird für die USA wieder ein echter Partner, aber eben nicht nur ein wirtschaftlicher Ballungsraum, sondern auch ein militärischer. Und während die USA sich um Asien kümmern, zumindest im Schwerpunkt, ordnen die Europäer den Ostraum, den Maghreb und den Nahen Osten. Und wenn beide dabei zusammenarbeiten, dann wird der Westen wieder erstarken.
Wie dieses Engagement erfolgen soll - darüber besteht aber möglicherweise ein Dissens. In den USA wird gerade erneut auf die einzelnen Nationalstaaten in Europa gesetzt - und eine Stärkung der nationalistisch geprägten Staatsspitzen gewünscht. Da finden nicht grundlos derzeit Besuche in der Slowakei und in Ungarn statt. Das hat natürlich neben dem politischen Aspekt (Teile und herrsche) auch wirtschaftliche Gründe. Denn diese Kleinstaaterei ist dann vollends auf die US-Rüstungsindustrie angewiesen, weil die Kleinstaaten für sich alleine genommen moderne Systeme gar nicht mehr alleine entwickeln können.
Ich fordere dagegen schon seit Jahren - auch wegen der Unsicherheit entsprechender Versorgungen über den Atlantik - den Aufbau einer europäischen Waffenindustrie. Das bringt nicht nur Synergieeffekte und ist damit wirtschaftlich gesehen günstiger, das ermöglicht auch erst eine eigene, unabhängige Interessenspolitik.
Fraglich ist dagegen die von Dir angesprochene Interessenspähre "Ostraum, den Maghreb und den Nahen Osten".
1.1. Einmal ist die "denke" in solchen Interessengebieten längst überholt.
Klar ist, dass eine starke Regionalmacht von sich aus erhebliche Einflüsse auf die Umgebung hat und ausstrahlt. Klar ist aber auch, dass kulturelle Unterschiede nicht einfach übergangen und dominiert werden dürfen. Da sind die "Kolonialmächte" Frankreich in Algerien oder Russland in Zentralasien schon gescheitert.
Wieso sollte die EU im Maghreb den Fehler der Franzosen in Algerien wiederholen?
Wer hier als Hegemonialmacht auftritt, öffnet die Türe zu blutigen Auseinandersetzungen.
Die friedliche Auflösung der UdSSR war dieser Erkenntnis geschuldet, und die von Putin angestrebte Restitution der UdSSR zeigt, dass solche Hegemonialreiche der Vergangenheit angehören.
1.2. Zum anderen hat Europa genug Überseegebiete - etwa in der Karibik - die eine globale Präsenz zur Folge haben müssen.
Und da werden wir zwangsläufig in Konkurrenz und Rivalität - etwa in der Karibik - zu einem MAGA-Amerika oder auch einem regionalen südamerikanischen Bündnis stehen.
Die Folge ist, dass man sich mit Rivalen verständigen muss. Der Weg, der von DT derzeit exerziert wird, ist eben nicht Verständigung sondern gewaltsame Durchsetzung.
Zitat:2.) Zitat aus der NZZ:2.1. Migration:
Ja und Nein. Beim Thema Migration wird auch Europa umdenken müssen, ansonsten ist der innergesellschaftliche Zusammenhalt zu stark gefährdet; beim Handel wird es nur bedingt so sein, dass man sich völlig umändern muss, denn hier bemängeln die USA zumindest vordergründig berechtigt, dass man manche Güter nicht in die EU liefern dürfe. Ich denke hier könnte man einen "Deal" machen und zugleich die nervigen Zölle vom Tisch bringen, wenn man sich nicht sofort wieder in der Anti-Trump-Rhetorik verheddert. Beim Klimaschutz sollten wir weiterhin den Ausbau der erneuerbaren Energien vorantreiben, egal was wer wann wo sagt.
"Abschottung" oder "Absperren" im Sinne einer "Mauer" hat noch nie funktioniert. Man muss die Ursachen der Migration "vor Ort" beseitigen. Und das geht nicht mit "besserwisserei" oder rückzahlbaren Krediten. Die Länder wissen selbst, was sie am nötigsten brauchen.
China macht das in Afrika vor.
Ursachen sind zudem vielfältig
- von leer gefischten Küstengewässern, in denen sich die modernen Fangflotten austoben (Island hat nicht ohne Grund auf die eigenen Bewirtschaftung seiner Wirtschaftszone gedrängt und nicht auf die Regelung durch die EU), während die örtlichen Fischer verhungern
- über die Konkurrenz übermächtiger Industrielieferanten (in Sierra Leone ist der Kleidermarkt durch europäische Gebrauchtkleider und chinesische Fabrikate geprägt, einheimische Produkte gibt es kaum) bis zu den
- Folgen des Klimawandels oder der Umweltverschmutzung durch ausländische Förderkonzerne.
- Dazu kommen nationale Probleme wie Korruption usw usw usw.
2.2. Das mit den "Lieferverboten" musst Du näher ausführen.
a) Es gibt etwa im Lebensmittelbereich gesundheitliche Vorschriften, die für alle Lieferanten gelten.
Damit fallen die "Chlorhühnchen" aus den USA unter den Tisch.
Hintergrund ist ein diametral entgegenstehendes Lebensmittelsystem.
In Europa darf nur auf den Tisch, was geprüft und gesundheitlich unbedenklich ist.
In den USA darf alles konsumiert werden, bis ein Schaden nachgewiesen wird. Dann greift zwar ein heftiges Regressrecht mit hohen Schadensersatzzahlungen - aber dann ist das Kind schon im Brunnen.
b) Und wenn wir besondere Abgasvorschriften haben, oder in den engen europäischen Städten die US-Straßenkreuzer nicht überall durchpassen, dann wirkt das wie ein Lieferverbot.
Aber diese Vorschriften gelten für alle. Das sind also keine gezielten Ausschlüsse etwa von US-Waren. Und es liegt an den Lieferanten etwa in den USA, sich auf diese Vorgaben einzustellen.
Das sind nur zwei Themen, in denen uns "Lieferverbote" vorgeworfen wurden. Ich würde Deine Themen dazu gerne beantworten, aber dazu musst Du "Ross und Reiter nennen".
2.3. Klima- und Umweltschutz:
Wir haben im Ergebnis keinen Dissens. Ob jetzt regenerative und damit dezentrale Energie aus strategischen Gründen bevorzugt werden (geringere Gefährdung bei Angriffen, weniger Abhängigkeiten) oder aus Klimagründen kann dahin gestellt werden.
Zitat:4.) Zitat von dir:Wieso hängst Du der westlichen Dominanz hinterher?
Wenn wir so weiter machen und die Zeichen der Zeit nicht verstehen wollen, dann wird es eher das Ende der westlichen Dominanz sein. Anstatt die teils überzogenen, manchmal auch wirklich dämlichen Töne mancher Politiker in den USA an allen Ecken und ständig "hochzujubeln", sollten wir abwägend und sachlich reagieren, stillschweigend unsere v. a. militärischen Kräfte ausbauen und hinter verschlossenen Türen gemeinsame Sache mit den Amerikanern machen. Und dann eine Neuausrichtung der internationalen Ordnung gemeinsam vorantreiben.
Es gibt nun einmal andere Gesellschaften und Kulturkreise mit anderen Wertehierarchien. Wieso muss der westliche Kulturkreis - der ohnehin zwischen EU und USA schon erhebliche Differenzen aufweist - jeder Gesellschaft seinen Stempel aufdrücken und "übergestülpt" werden.
Respekt vor anderen Kulturen ist die Grundlage für eine friedliche Koexistenz und einen friedlichen Wettbewerb der Ideen.
Und die Neuausrichtung der internationalen Ordnung ist nach der Bipolarität des "Kalten Krieges", der kurzen Zeitspanne der Unipolar agierenden Weltmacht USA danach doch inzwischen schon längst unwiderruflich auf dem Weg.
Die Machtzentren der Welt etablieren und regionalisieren sich, und lassen sich nicht mehr durch eine oder mehrere "westliche Hegemonialmächte" dominieren. Die Kolonialzeit ist vorbei. Das müssen auch Putin und Trump lernen.
Kennzeichnend sind dann auch kulturelle - also insbesondere sprachliche und religiöse - Prägungen, die diese regionalen Machtzentren voneinander abgrenzen.
Zitat:5.) Zitat von dir:ein Grund mehr, regionale Kulturkreise und damit entsprechende regionale Mächte zu respektieren und denen nicht den US-Way of life oder eine andere Eigenart aufzuzwingen.
Ja, aber radikale Umbrüche gehen immer auch bzw. sehr oft einher mit Jakobinertum, rotem und weißem Terror und Allmachtsphantasien. Wenn du das schon so idealisierend bemühst, solltest du dich doch daran erinnern, dass die USA bereits 1776 ihre Unabhängigkeit erlangten und mit der Unabhängigkeitserklärung eines der symbolhaftesten und wichtigsten Elemente der demokratischen Staatsphilosophie schufen - und das übrigens ohne Guillotine oder Massenmorde wie in der Vendée in Frankreich nach 1789.
Wenn es gut ist, wird es ohnehin übernommen - so wie in der Geschichte entsprechende Sozialkulturen immer wieder ausgestrahlt haben.
Zitat:6.) Zitat aus dem ZDF-Beitrag:wir müssen Georgien nicht umwerben.
Auch hier eine gewisse Ambivalenz. Und nein, Europa steht nicht vor dem Niedergang bzw. noch nicht (es hängt davon ab, wie oben schon skizziert, wie wir uns zukünftig aufstellen werden). Indessen jedoch teile ich den Positivismus von Fr. Kallas so nicht, auch wenn ich sie für eine durchaus ehrliche Person halte, denn es wird uns sicherlich nicht stärken, wenn wir z. B. Georgien umwerben.
Schneemann
Georgien oder auch Moldawien als anderes Beispiel ist jeweils alleine zu schwach, um sich seinen Nachbarn "entziehen" zu können. Und dann stellt sich die Frage, welche Nachbarschaft für die Georgier oder Moldawier die adäquateste Verbindung ist. Das nennt sich "freie Bündniswahl" und ist längst im Völkerrecht verankert und in vielen Verträgen anerkannt (ich erinnere an Helsinki).
Dafür plädiere ich auch weiterhin.
Und wer - wie Putin - meint, er müsse seine hegemonialen Ambitionen mit Gewalt durchdrücken, der verstößt halt gegen das Selbstbestimmungsrecht und muss damit rechnen, dass er auf gewaltsame Widerstände stößt.
Der Ansatz ist nicht "was stärkt uns und unseren Interessen" sondern der Ansatz ist das völkerrechtliche Selbstbestimmungsrecht, das von niemandem verletzt werden darf, wenn nicht die Gefahr neuer Kriege vom Zaun gebrochen werden soll.
Und es liegt im Interesse einer friedlichen Zukunft, solchen gewaltsamen Übergriffen entgegen zu treten. Wer sich nicht gegen Übergriffe wehrt provoziert den nächsten Schritt.
Insofern stärkt das Selbstbestimmungsrecht und dessen Durchsetzung auch für Moldawien, die Ukraine oder Georgien allerdings tatsächlich auch uns.
