15.02.2026, 10:00
Die Rede von Marco Rubio auf der Münchner Sicherheitskonferenz war mit einer gewissen Spannung erwartet worden, zumal ja Vance letztes Jahr mit einigen Formulierungen ziemlich daneben gegriffen hatte. Und es war dann auch so, dass Rubio sich deutlich konzilianter und diplomatischer gab und (nach meinem Empfinden) auch so etwas wie eine Wiederannäherung suchte und zerbrochenes Geschirr wieder zusammenfegen wollte.
Das, was er sagte, gerade in Bezug auf die (im Grunde schon lange bekannte bzw. sich abzeichnende) strategische Umorientierung der USA bzgl. Asien, aber auch den Wunsch nach einem starken Europa, war nicht allzu neu, aber vielleicht hilft es auch den Eiferern - und ja, auch solche gibt es - in Europa etwas den Wind aus den Segeln zu nehmen, die ja in allem was die gegenwärtige US-Administration macht reflexhaft ein Werk des Leibhaftigen sehen wollen.
Schneemann
Das, was er sagte, gerade in Bezug auf die (im Grunde schon lange bekannte bzw. sich abzeichnende) strategische Umorientierung der USA bzgl. Asien, aber auch den Wunsch nach einem starken Europa, war nicht allzu neu, aber vielleicht hilft es auch den Eiferern - und ja, auch solche gibt es - in Europa etwas den Wind aus den Segeln zu nehmen, die ja in allem was die gegenwärtige US-Administration macht reflexhaft ein Werk des Leibhaftigen sehen wollen.
Zitat:Münchner Sicherheitskonferenz: Marco Rubio setzt auf „ein starkes Europa“https://esut.de/2026/02/meldungen/68011/...enz-rubio/
US-Außenminister Marco Rubio hat am zweiten Tag der Münchner Sicherheitskonferenz die Bedeutung der transatlantischen Beziehungen hervorgehoben. „Wir gehören zusammen“, sagte Rubio am Samstag (14. Februar) in der bayerischen Landeshauptstadt. „Unsere Wurzeln liegen hier in Europa.“ [...]
Die Beziehungen zwischen Europa und den Vereinigten Staaten von Amerika haben in den vergangenen Monaten schwer gelitten. Die USA wollten sich jedoch nicht von Europa trennen, sondern eine „alte Freundschaft wiederbeleben“, versicherte Rubio. „Unser Schicksal ist und bleibt untrennbar mit Ihrem verbunden“, sagte er zu den Staats- und Regierungschefs im Bayerischen Hof in der Münchner Innenstadt. [...] Erwartungsgemäß schlug er versöhnlichere Töne an als US-Vizepräsident JD Vance vor einem Jahr an gleicher Stelle, der Europa abgekanzelt hatte. „Für uns Amerikaner mag unsere Heimat zwar in der westlichen Hemisphäre liegen“, sagte Rubio, „aber wir werden immer Kinder Europas bleiben.“ [...]
Den Vereinigten Staaten liege die gemeinsame Zukunft sehr am Herzen. Sein Land ebne den Weg für ein „neues Jahrhundert des Wohlstands“, erklärte der Gesandte von US-Präsident Donald Trump. An ihrer Seite wollten die USA ein Europa sehen, das stolz auf sein Erbe und seine Geschichte sei, sagte Rubio. „Wenn wir manchmal unterschiedlicher Meinung sind, dann rührt diese Meinungsverschiedenheit von unserer tiefen Sorge um ein Europa her, mit dem wir nicht nur wirtschaftlich und militärisch verbunden sind.“
Schneemann
