Vor 7 Stunden
(Vor 8 Stunden)DeltaR95 schrieb: Wie soll ein MCM Fahrzeug oder eine F126 gegen ein UUV wirken? Neben der Sensorik für solch kleine Ziele - und da ist das auf U-Jagd ausgelegte Schleppsonar der F126 wohl eher schlecht geeignet, dafür bräuchte man eher ein Schleppsonar im aktiven HF-Bereich - bräuchte man noch Effektoren.Ich denke da an potentielle zukünftige Bedrohungen, die sich zwischen klassischen Minen und UUVs bewegen, insbesondere auch asymmetrischer Natur, vor allem in Situationen, in denen ein großes Schleppsonar gar nicht zum Einsatz kommen kann, sei es wegen fehlender Gewässertiefe oder aufgrund eingeschränkter Bewegungsräume in Küstenzonen, in Häfen o.ä. Da geht es dann um das Zusammenwirken von MCM-UxV mit Minen-/Taucherabwehrsonaren. Das MM ASW würde ja in dem Fall auch eben gar nicht eingerüstet sein, sondern das MM MCM. Das kann natürlich auch u.a. ein spezifisches Schleppsonar beinhalten für die Suche nach kleinen Objekten im Nahbereich, aber eben auch USV mit solchen Sonaren und MCM-UUV, die als Effektoren wirken oder solche verbringen können. Auch kann man über die Sonar-Tore im Heck alternativ Effektoren in der Art von SeaSpider zum Einsatz bringen oder man stellt entsprechende Werfer in die seitlichen Bootsbuchten. Es gibt eine Menge Möglichkeiten, sich entsprechend geeignete Module zusammenzustellen, wenn man erstmal die Bedrohungen kennt, um die es gehen muss.
Um das nochmal zu betonen: Ein ganz wichtiges Argument für die modulare Auslegung unserer Schiffe ist der Konflikt zwischen ihrer langen Planungs- und Dienstzeit einerseits sowie der sich ständig verändernden Bedrohungslage andererseits. Man plant einen Teil der heute relevanten Fähigkeiten deshalb modular ein, um die Möglichkeit zu haben, diese später vergleichsweise unkompliziert durch andere Fähigkeiten ersetzen zu können, für die man heute eben noch keinen Bedarf sieht. Das war doch eben gerade die Lehre aus der F125, die man zu sehr auf die Bedrohungslage zu ihrem Planungszeitpunkt ausgerichtet hat, ohne die Möglichkeit, schnell an eine geänderte Lage angepasst zu werden. Deshalb haben wir die jetzt an der Backe und brechen uns einen ab bei der Suche nach Aufrüstpotential auf einer 7kto-Fregatte. Hätte man die F126 nicht modular geplant, wäre sie ggf. mit Gewahrsamszellen, aber ganz ohne Schleppsonar gekommen.
