(Sonstiges) Helsing (Unternehmen) Künstliche Intelligenz
#48
(13.02.2026, 08:04)Helios schrieb: Alles was Elektronik nutzt kann auch elektronisch angegriffen werden. Es ist ein Irrglaube, dass es bei EloKa nur um die Störung irgendwelcher Datenverbindungen geht.

Ein EF Ingenieur hat mir auf der ILA mal erzählt, dass sehr viel Geld und Aufwand darin investiert wird, interne Elekronik möglichst EMP und ELOKA störsicher in einer "Black Box" zu gestalten.
(Interne LWL kann man zB nicht durch ELOKA stören...Kupfer Leitungen sind aber anfällig)

Nach seiner Aussage wird das aber primär auf überlebenswichtige Systeme (Flugsteuerung Navigation..) konzentriert, um den EF + Pilot sicher nach Hause zu bringen.

Bei den "Kampfsystemen" (Radar, Feuerleitung, Waffenlaststeuerung etc.) wird es "so gut es in der Serie preiswert geht" durchgeführt...da muss man es halt "drauf ankommen lassen, da bei Störungen viele Parameter für die Effektivität eine Rolle spielen (Stärke, Frequenzspektrum, Angriffsvektor etc.)
Das Ganze soll insgesamt höchst komplex sein und nicht 100% voraus zu berechnen.

Ist das so ?

(13.02.2026, 08:04)Helios schrieb: Alles was Elektronik nutzt kann auch elektronisch angegriffen werden. Es ist ein Irrglaube, dass es bei EloKa nur um die Störung irgendwelcher Datenverbindungen geht.


Einweg-Systeme sind günstiger als Mehrweg-Systeme, aber immer nur auf die einzelne Mission bezogen. Je länger die Mehrweg-Systeme also überleben, umso günstiger werden sie. Sofern die Überlebenswahrscheinlichkeit hoch ist, ergibt es sehr viel mehr Sinn, günstige Kurzstreckenwaffen per wiederverwendbaren Systemen (egal ob nun Kampfflugzeug oder Drohne) zum Einsatz zu bringen als Langstreckenwaffen. Hinzu kommen operative Vorteile, wie etwa kürzere Bereitstellungszeiten oder integrierte Aufklärungsmöglichkeiten ohne Systemverlust.

Um da mal ein banales Beispiel zu bringen, schwere Feuerunterstützung für die Infanterie, der Marschflugkörper aus 300 km Entfernung braucht 20 Minuten und kostet drei Millionen Euro, die in Bereitschaft befindliche Drohne 50 km hinter dem Gefechtsraum ist in zwei Minuten am Abwurfpunkt und liefert in vier Minuten zwei gelenkte Bomben für 300.000 Euro.

Die Voraussetzung dafür ist natürlich, dass die Überlebenswahrscheinlichkeit auch tatsächlich hoch ist. Um das zu sichern werden wieder andere Systeme benötigt, die ebenfalls einkalkuliert werden müssen. Am Ende haben alle Systeme ihre Berechtigung jeweils in einem bestimmten operativen Umfeld.

Neben dieser singulären Verwendung gilt dann noch das, was Gecktron völlig richtig beschrieben hat; der kollaborative Einsatz zusammen mit bemannten Kampfflugzeugen zur Erweiterung von deren Fähigkeiten.

Dann bleibt zu hoffen, dass diese Systeme tatsächlich ein paar Einsätze überleben.
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RE: Helsing (Unternehmen) Künstliche Intelligenz - von Milspec_1967 - 13.02.2026, 14:29

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