Vor 2 Stunden
Sehr richtig. Als Soldat kann ich doch unmöglich den Feind zu härterem Widerstand anstacheln wollen; aber das ist halt ein Wesensmerkmal jedes (wie auch immer gearteten) Fanatismus, der Fanatiker sabotiert sich lieber selbst, als utilitaristisch zu handeln.
Man vergleiche das übrigens mit dem Verhalten der Koalitionstruppen 1991 und 2003, die damit "belohnt" wurden, dass sich ihnen die Iraker zu Hunderttausenden ergaben. Hätten sich die Russen wirklich verhalten wie die "Befreier", für die sie sich hielten …
Das Morden der russischen Soldateska in Butscha und Irpin hat den Widerstandswillen des ukrainischen Volkes entzündet. Die Behandlung der Kriegsgefangenen und die fortwährenden Angriffe auf Zivilisten fachen ihn immer aufs Neue an.
Bezeichnend, dass man von Gestalten wie Varwick, Kujat, Teltschick, Schulenburg und Konsorten nichts zu diesem Thema hört. Die Wahrheit ist doch: Russland lehrt die Ukrainer tagtäglich, dass jene ein bitteres Schicksal erwartet, die sich Russen auf Gedeih und Verderb ausliefern.
Apropos Selbst-Sabotage …
Moskau hat damit begonnen, 'Telegram' zu blockieren. Ganze Regionen und Nutzergruppen können nicht mehr auf die App zugreifen, außerdem werden die Datenraten gedrosselt. Das hat schwerwiegende Folgen für die russische Armee, die durch die Abschaltung von Starlink letzte Woche noch verschärft werden. 'Telegram' wird nämlich nicht nur zur Kommunikation mit der Heimat oder zur Organisation von Spendensammlungen genutzt, der Messenger kommt auch als Mittel der taktischen Kommunikation im Feld zur Anwendung.
Militärische Führer erteilen ihren Soldaten per App Befehle, Offiziere verschiedener Verbände sprechen sich miteinander ab, sogar Feueraufträge an die Artillerie werden über 'Telegram' weitergeleitet. Nicht zuletzt dient es sogar als eine Art Gegenöffentlichkeit innerhalb der Armee; die App wird genutzt, um anonym Missstände zu melden und sich gegenseitig wichtige Hinweise zu geben, die der offiziellen Linie widersprechen.
Die Regierung erwartet, dass Soldaten nur noch die offiziell zugelassene App 'Max' auf dienstlich gelieferten bzw. genehmigten Smartphones verwenden. Diese Lösung schneidet bei Milbloggern aber extrem schlecht ab. 'Vault8' schreibt zum Beispiel, dass es keine Antwortfunktion gibt. Fehler lassen sich nur beheben, indem das ganze Telefon an den Support eingeschickt wird, was Wochen dauern kann. (Quelle 1, Quelle 2, Quelle 3)
Die Lage wird auch an anderer Stelle als kritisch dargestellt, 'dva_majors' spricht sogar von Sabotage, eine effektive Führung sei in vielen Sektoren kaum noch möglich. Besonders wütend macht die Blogger, dass die russische Regierung offensichtlich keine Kenntnis von der Lage an der Front hat. So ließ sich Kreml-Sprecher Dmitri Peskow gestern mit der Aussage zitieren: "Ich halte es für unvorstellbar, dass die Kommunikation an der Front über Telegram oder eine andere Messenger-App abläuft"—exakt das ist aber der Fall. (Quelle)
Ach, wenn die Ukrainer jetzt Reserven hätten, um das Chaos auszunutzen …
Man vergleiche das übrigens mit dem Verhalten der Koalitionstruppen 1991 und 2003, die damit "belohnt" wurden, dass sich ihnen die Iraker zu Hunderttausenden ergaben. Hätten sich die Russen wirklich verhalten wie die "Befreier", für die sie sich hielten …
Das Morden der russischen Soldateska in Butscha und Irpin hat den Widerstandswillen des ukrainischen Volkes entzündet. Die Behandlung der Kriegsgefangenen und die fortwährenden Angriffe auf Zivilisten fachen ihn immer aufs Neue an.
Bezeichnend, dass man von Gestalten wie Varwick, Kujat, Teltschick, Schulenburg und Konsorten nichts zu diesem Thema hört. Die Wahrheit ist doch: Russland lehrt die Ukrainer tagtäglich, dass jene ein bitteres Schicksal erwartet, die sich Russen auf Gedeih und Verderb ausliefern.
Apropos Selbst-Sabotage …
Moskau hat damit begonnen, 'Telegram' zu blockieren. Ganze Regionen und Nutzergruppen können nicht mehr auf die App zugreifen, außerdem werden die Datenraten gedrosselt. Das hat schwerwiegende Folgen für die russische Armee, die durch die Abschaltung von Starlink letzte Woche noch verschärft werden. 'Telegram' wird nämlich nicht nur zur Kommunikation mit der Heimat oder zur Organisation von Spendensammlungen genutzt, der Messenger kommt auch als Mittel der taktischen Kommunikation im Feld zur Anwendung.
Militärische Führer erteilen ihren Soldaten per App Befehle, Offiziere verschiedener Verbände sprechen sich miteinander ab, sogar Feueraufträge an die Artillerie werden über 'Telegram' weitergeleitet. Nicht zuletzt dient es sogar als eine Art Gegenöffentlichkeit innerhalb der Armee; die App wird genutzt, um anonym Missstände zu melden und sich gegenseitig wichtige Hinweise zu geben, die der offiziellen Linie widersprechen.
Die Regierung erwartet, dass Soldaten nur noch die offiziell zugelassene App 'Max' auf dienstlich gelieferten bzw. genehmigten Smartphones verwenden. Diese Lösung schneidet bei Milbloggern aber extrem schlecht ab. 'Vault8' schreibt zum Beispiel, dass es keine Antwortfunktion gibt. Fehler lassen sich nur beheben, indem das ganze Telefon an den Support eingeschickt wird, was Wochen dauern kann. (Quelle 1, Quelle 2, Quelle 3)
Die Lage wird auch an anderer Stelle als kritisch dargestellt, 'dva_majors' spricht sogar von Sabotage, eine effektive Führung sei in vielen Sektoren kaum noch möglich. Besonders wütend macht die Blogger, dass die russische Regierung offensichtlich keine Kenntnis von der Lage an der Front hat. So ließ sich Kreml-Sprecher Dmitri Peskow gestern mit der Aussage zitieren: "Ich halte es für unvorstellbar, dass die Kommunikation an der Front über Telegram oder eine andere Messenger-App abläuft"—exakt das ist aber der Fall. (Quelle)
Ach, wenn die Ukrainer jetzt Reserven hätten, um das Chaos auszunutzen …
