11.02.2026, 12:33
Burkina FAso, Mali und Niger bilden einen Halbkreis um Nigeria. Und dort werden die USA jetzt auch aktiv:
Der Bischof von Kontagora im Nordwesten Nigerias hat in einem Appell an den nigerianischen Präsidenten Bola Ahmed Tinubu gefordert, eine Militärbasis in der Region um Papiri im Bundesstaat Niger einzurichten.
Ich bezweifle aber, dass der Deckel mit Gewalt auf dem Topf gehalten werden kann. Die Wirtschaftsverhältnisse in den Ländern der Region führen zur Explosion - und vorher schon dazu, dass die Bevölkerung diffundiert wie kochendes Wasser. Das wird wieder an Burkina Faso deutlich:
Man muss die Wirtschaftsverhältnisse verbessern, um die schiere Not der Menschen zu lindern. Soldaten alleine helfen dabei nicht.
Und die Verschlechterung der Wirtschaftsverhältnisse ist auch und gerade dem von DT geleugneten Klimawandel geschuldet. Der wird vielmehr durch die aktuelle Politik aus Washington verstärkt. Was eine Kohorte oder eine ganze Legion an US-Soldaten daran ändern soll, erschließt sich mir nicht.
Zitat:Sie werden im ganzen Land stationiertin dem Kontext steht wohl auch diese Schlagzeile:
USA schicken 200 Soldaten nach Nigeria, um Dschihadisten zu bekämpfen
An Weihnachten hat Donald Trump IS-Stellungen in Nigeria angreifen lassen. Nun schickt er US-Militär in das westafrikanische Land, berichtet das »Wall Street Journal«. Die Soldaten sollen aber nicht kämpfen.
11.02.2026, 08.01 Uhr
Die USA haben am 25. Dezember Luftangriffe auf Stellungen der Extremistengruppe »Islamischer Staat« (IS) im Nordwesten Nigerias geflogen. Donald Trump begründete den Einsatz seinerzeit mit Angriffen und Entführungen von Christen durch IS-Kämpfer.
Nun meldet das »Wall Street Journal«, dass die Vereinigten Staaten in den kommenden Wochen 200 Soldaten in das westafrikanische Land entsenden werden. Sie sollen an verschiedenen Standorten stationiert sein und die nigerianischen Truppen beim Kampf gegen Terroristen unterstützen, etwa bei der Identifizierung von militärischen Zielen oder bei Operationen, die parallel an Land und in der Luft durchgeführt werden; die US-Soldaten sollen aber nicht selbst kämpfen. Bereits jetzt sind einige wenige US-Soldaten in Nigeria im Einsatz.
Rotkreuz-Bericht: Mutmaßliche Dschihadisten töten mindestens 162 Menschen in Nigeria
Erst diese Woche haben bewaffnete Angreifer im Norden Nigerias drei Menschen getötet und mehrere Personen entführt. Unter den Verschleppten ist auch ein katholischer Priester, wie Kirchenvertreter und die Polizei mitteilten. Der Überfall auf die Residenz des Geistlichen in Karku im Bundesstaat Kaduna habe sich am frühen Samstagmorgen ereignet.
Zu den genauen Opferzahlen gab es widersprüchliche Angaben. Die Diözese von Kafanchan erklärte, neben dem Priester seien zehn weitere Personen entführt und drei Bewohner getötet worden. Ein Polizeisprecher sprach dagegen von insgesamt fünf Verschleppten. Bei den Toten handele es sich um zwei Soldaten und einen Polizisten, die bei einem Schusswechsel mit den Angreifern ums Leben gekommen seien. Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International warf der Regierung angesichts der zunehmenden Gewalt »grobe Inkompetenz« vor. Die Sicherheitskrise gerate zunehmend außer Kontrolle.
Erst vor wenigen Tagen hatten Sicherheitskräfte 166 Gläubige befreit, die zuvor bei Angriffen auf zwei Kirchen in Kaduna verschleppt worden waren. Die Gewalt hat inzwischen auch international für Aufsehen gesorgt.
dop/Reuters
Der Bischof von Kontagora im Nordwesten Nigerias hat in einem Appell an den nigerianischen Präsidenten Bola Ahmed Tinubu gefordert, eine Militärbasis in der Region um Papiri im Bundesstaat Niger einzurichten.
Ich bezweifle aber, dass der Deckel mit Gewalt auf dem Topf gehalten werden kann. Die Wirtschaftsverhältnisse in den Ländern der Region führen zur Explosion - und vorher schon dazu, dass die Bevölkerung diffundiert wie kochendes Wasser. Das wird wieder an Burkina Faso deutlich:
Zitat:Wie Krisen den Menschenhandel befeuernwenn "der Druck im Kessel trotzdem weiter steigt" wird die Gefahr eine Explosion immer größer. Im nördlichen Teil Nigers brodelt es schon längere Zeit.
Anlässlich des Weltgebetstages gegen den Menschenhandel am 8. Februar haben Experten vor der zunehmenden Gefahr für junge Menschen in Burkina Faso gewarnt. Der Soziologe Roger Dayamba vom panafrikanischen Netzwerk PACTPAN analysiert im Gespräch mit den Vatikan-Medien die gefährliche Verflechtung von Sicherheitskrisen, familiärem Druck und den skrupellosen Methoden der Schlepperbanden.
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Man muss die Wirtschaftsverhältnisse verbessern, um die schiere Not der Menschen zu lindern. Soldaten alleine helfen dabei nicht.
Und die Verschlechterung der Wirtschaftsverhältnisse ist auch und gerade dem von DT geleugneten Klimawandel geschuldet. Der wird vielmehr durch die aktuelle Politik aus Washington verstärkt. Was eine Kohorte oder eine ganze Legion an US-Soldaten daran ändern soll, erschließt sich mir nicht.
