Bangladesch
#25
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Zitat:USA bieten Bangladesch Rüstungsgüter an – aus Angst vor China
Die USA zeigen sich besorgt über die steigende Präsenz von China in der Region. China investiert unter anderem in die Waffenproduktion im Land. Die USA haben auch wirtschaftliche Pläne.
11.02.2026

Dhaka. Die USA wollen den wachsenden Einfluss Chinas in Südasien eindämmen und bieten der künftigen Regierung in Bangladesch westliche Rüstungsgüter an. Washington sei besorgt über die zunehmende Präsenz der Volksrepublik in der Region, sagte US-Botschafter Brent T. Christensen der Nachrichtenagentur Reuters am Dienstag unmittelbar vor der Parlamentswahl in Bangladesch.

Die USA seien bereit, eng mit der neuen Regierung in Dhaka zusammenzuarbeiten, um die Risiken bestimmter Kooperationen mit China deutlich zu machen. Man biete eine Reihe von Optionen an, um den militärischen Bedarf des Landes zu decken. Dazu gehörten US-Systeme sowie Rüstungsgüter von verbündeten Partnern als Alternativen zu chinesischer Ausrüstung.

Hintergrund der US-Initiative sind jüngste Rüstungsvereinbarungen zwischen Bangladesch und China. Peking hatte kürzlich ein Abkommen zum Bau einer Drohnenfabrik nahe der indischen Grenze unterzeichnet, was bei ausländischen Diplomaten Besorgnis auslöste. Zudem führt Bangladesch Gespräche mit Pakistan über den Kauf von Kampfflugzeugen des Typs JF-17 Thunder, die gemeinsam mit China entwickelt wurden.

In Bangladesch wird diesen Donnerstag ein neues Parlament gewählt. Die Abstimmung folgt auf den Sturz der langjährigen, mit Indien verbündeten Ministerpräsidentin Sheikh Hasina im August 2024 durch einen von der jungen Generation angeführten Aufstand. Hasina floh nach Neu-Delhi. Seitdem haben sich die Beziehungen zum Nachbarn Indien deutlich abgekühlt, während China seinen Einfluss ausweiten konnte.

Das Außenministerium in Peking wies die US-Vorstöße zurück. China und Bangladesch arbeiteten als strategische Partner in Politik, Wirtschaft und Sicherheit zum beiderseitigen Vorteil zusammen, hieß es in einer Stellungnahme gegenüber Reuters. Diese Kooperation richte sich nicht gegen Dritte, und man werde keine Einmischung dulden.

Botschafter Christensen betonte, die Regierung von US-Präsident Donald Trump wünsche sich gute Beziehungen zwischen Bangladesch und Indien, um die Stabilität in der Region zu fördern.

Mehr Unterstützung angekündigt
Neben der Sicherheitspolitik bezeichnete der Botschafter die Wirtschaftsdiplomatie als Priorität. Viele US-Unternehmen prüften Investitionen, warteten jedoch auf Signale der neuen Regierung, dass das Land offen für Geschäfte sei. Bislang sind nur wenige US-Konzerne wie der Energieversorger Chevron in dem dicht besiedelten Land mit 175 Millionen Einwohnern präsent. Hohe Steuern und Schwierigkeiten beim Gewinntransfer gelten als Investitionshemmnisse.

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