Vor 5 Stunden
(Vor 6 Stunden)Broensen schrieb: Meine Einschätzung ist, dass es für eine echte ots-Fregatte eine klare Forderungsdefinition bräuchte, die das Schiff explizit als Sonderfall klassifiziert, an den andere Maßstäbe anzulegen sind als an den Rest der Flotte. Nur so würde man den Spagat hinbekommen zwischen dem Verzicht auf zeitraubende Extrawürste und zugleich der Gesichtswahrung aller, die in den letzten 30 Jahren mit Marinebeschaffungen zu tun hatten.
Für viele sind aber doch gerade die von dir und mir als problematisch betrachteten Abstriche der große Vorteil dieser Schiffe, durch den sie auch ganz ohne Zeitvorteil als berechtigt betrachtet werden.
Diese von dir als Vorteile angesehenen Punkte, treffen nur unter bestimmten Umständen auch wirklich zu. Und diese sind in der Marine so nicht unbedingt gegeben oder zumindest nicht für die gesamte Flotte so heranzuziehen.
Bspw. führen mehr Schiffe nicht automatisch zu weniger Belastung der Crews, weil nicht unbedingt auch entsprechend mehr Crews vorhanden sind. Außerdem ist das auch stark abhängig von der Art und Dauer der Einsätze. Für zeitlich begrenzte Einsätze in Nordeuropa hast du Recht. Für den bisherigen Alltag der Marineeinsätze nicht zwingend. Es hängt also viel daran, wie die Missionsplanung tatsächlich aussehen wird, wenn die Schiffe erstmal im Dienst stehen.
Deshalb ist meine Position eben, dass ein A200 o. vglb. Einheit auf längere Sicht nicht als Allrounder für alle möglichen Einsätze gut geeignet wäre, sondern eben für ein bestimmtes Aufgabenfeld, spezifisch den Geleitschutz. Eine solche Fokussierung kann daraus auch eine für uns gut brauchbare Einheit machen, ganz ohne jede deutsche Extrawurst. Man sollte sich halt nur darüber bewusst sein und nicht einen zu großen Teil der Flotte auf derartigen Einheiten aufbauen.
Das geht mir auch zu oft hier durcheinander. Eine A200 kann das erste Los der K130 ablösen, weil es das 2. Los gibt und beide zusammen eine bessere Leistung für die Ostsee bieten als eine der beiden Klassen alleine. Aber die A200 ohne K130 (bzw. einem Nachfolger) wäre insgesamt keine Verbesserung, sondern nur eine Verschiebung der Fähigkeiten und Mängel.
VLS ja, aber fehlende Munition verzögert weder Bau, noch Auslieferung oder Indienststellung. Nur halt die Einsatzfähigkeit.
Vor allem hat Aufwuchspotential aber auch etwas mit verfügbarem Platz zu tun. Der ist auf einer kompakten, vollgestopften Kampffregatte A200 natürlich Mangelware im Vergleich zu einer Interventionskreuzerkorvette deutscher Provenienz.
Bin ich so voll bei dir, die Schiffe sind keine Eierlegende Wollmilchsau und das sollen sie auch nicht sein.
(Vor 5 Stunden)C-152 schrieb: Nochmal zur CIWS-Diskussion: Welches MLG ist den eigentlich für die F126 final geplant gewesen? Die Entscheidung für MSI kam doch nach der Festlegung eines Modells für die F126?! Auf allen Renderings sieht man zwei unterschiedliche Kaliber an Bug und achtern. Sind das Modelle von Leonardo oder Rheinmetall? Eine Bestellung müsste doch auf die A200 übertragen werden, sollte es zu keiner F126 mehr kommen. Es sei denn, man zahlt eine Vertragsstrafe.
27mm war die Planung, aber eine Komplette F126 Stornierung ist das unwahrscheinlichste Szenario, da es den Gesichtsverlust für sehr viele Politiker und einen potenziell irreparablen schaden an NVL zur folge hätte.
