Gestern, 21:53
(Gestern, 13:41)DeltaR95 schrieb: Wie hoch ist Wahrscheinlichkeit, dass dieser karriereorienterte Mensch allen ranghohen "Entscheidern" im zivilen und militärischen Rüstungsapparat auf die Füße tritt und im schlimmsten Fall den Nachweis erbringt, dass das ganze mantraartige Geschwurbel der letzten 20 Jahre um Intensivnutzbarkeit, IKM und F126 reiner Käse war und es auch ohne geht?Meine Einschätzung ist, dass es für eine echte ots-Fregatte eine klare Forderungsdefinition bräuchte, die das Schiff explizit als Sonderfall klassifiziert, an den andere Maßstäbe anzulegen sind als an den Rest der Flotte. Nur so würde man den Spagat hinbekommen zwischen dem Verzicht auf zeitraubende Extrawürste und zugleich der Gesichtswahrung aller, die in den letzten 30 Jahren mit Marinebeschaffungen zu tun hatten.
Richtig, gleich "Null". Ergo ist die A-200 doch jetzt schon allein auf Ebene des Projektmanagements "tot".
(Gestern, 15:05)DopePopeUrban schrieb: Die einzige Existenzberechtigung der A200DEU ist ein Zulauf um 2029. Diese verfällt, wenn 2029 +/- nicht eingehalten werden kann, dafür sind die Fähigkeitsabstriche und Unterhaltungs-Nachteile dieser Einheiten zu groß.Für viele sind aber doch gerade die von dir und mir als problematisch betrachteten Abstriche der große Vorteil dieser Schiffe, durch den sie auch ganz ohne Zeitvorteil als berechtigt betrachtet werden.
(Gestern, 15:29)roomsim schrieb: Wie schon 1000mal ausdiskutiert,Diese von dir als Vorteile angesehenen Punkte, treffen nur unter bestimmten Umständen auch wirklich zu. Und diese sind in der Marine so nicht unbedingt gegeben oder zumindest nicht für die gesamte Flotte so heranzuziehen.
Die A-200 Bestellung hat fast nur Fähigkeitsvorteile, frühere Verfügbarkeit(selbst wenn sie erst 2030 zulaufen), mehr Schiffe --> eine höhere mögliche Missionmenge --> geringere Belastung für Crews und schiffe bei gleicher Workload, ein weitaus Fähigerer K130 L1 Ersatz, die Möglichkeit einer Fähigkeitssteigerung der F126, die 1. Einsatzflotille kann effektiv in der Nordsee aushelfen, .....
Bspw. führen mehr Schiffe nicht automatisch zu weniger Belastung der Crews, weil nicht unbedingt auch entsprechend mehr Crews vorhanden sind. Außerdem ist das auch stark abhängig von der Art und Dauer der Einsätze. Für zeitlich begrenzte Einsätze in Nordeuropa hast du Recht. Für den bisherigen Alltag der Marineeinsätze nicht zwingend. Es hängt also viel daran, wie die Missionsplanung tatsächlich aussehen wird, wenn die Schiffe erstmal im Dienst stehen.
Deshalb ist meine Position eben, dass ein A200 o. vglb. Einheit auf längere Sicht nicht als Allrounder für alle möglichen Einsätze gut geeignet wäre, sondern eben für ein bestimmtes Aufgabenfeld, spezifisch den Geleitschutz. Eine solche Fokussierung kann daraus auch eine für uns gut brauchbare Einheit machen, ganz ohne jede deutsche Extrawurst. Man sollte sich halt nur darüber bewusst sein und nicht einen zu großen Teil der Flotte auf derartigen Einheiten aufbauen.
(Gestern, 16:25)DopePopeUrban schrieb: Die A200 ist vielleicht ein weniger ungeeigneter Ersatz, aber keinesfalls ein Fähiger. Wobei ich selbst da meine Zweifel habe, da die K130 wenigstens noch in ihrer Natur Punkten kann, während die A200 dies nicht könnte.Das geht mir auch zu oft hier durcheinander. Eine A200 kann das erste Los der K130 ablösen, weil es das 2. Los gibt und beide zusammen eine bessere Leistung für die Ostsee bieten als eine der beiden Klassen alleine. Aber die A200 ohne K130 (bzw. einem Nachfolger) wäre insgesamt keine Verbesserung, sondern nur eine Verschiebung der Fähigkeiten und Mängel.
Zitat:Zumindest VLS und ESSM müssen hierfür bestellt werden, was natürlich erweitere Verzögerungen bedeuten kann.VLS ja, aber fehlende Munition verzögert weder Bau, noch Auslieferung oder Indienststellung. Nur halt die Einsatzfähigkeit.
(Gestern, 19:30)HeiligerHai schrieb: Man sollte der Fairness halber aber anmerken, dass eine Aufwuchsreserve immer mit der Tonnage korreliert ist.Vor allem hat Aufwuchspotential aber auch etwas mit verfügbarem Platz zu tun. Der ist auf einer kompakten, vollgestopften Kampffregatte A200 natürlich Mangelware im Vergleich zu einer Interventionskreuzerkorvette deutscher Provenienz.

