Vor 4 Stunden
„roomsim“ schrieb:Wie schon 1000mal ausdiskutiert,Meiner Auffassung nach sind das alles nach wie vor Behauptungen, die sich nur schwer verargumentieren lassen.
Die A-200 Bestellung hat fast nur Fähigkeitsvorteile, frühere Verfügbarkeit(selbst wenn sie erst 2030 zulaufen), mehr Schiffe --> eine höhere mögliche Missionmenge --> geringere Belastung für Crews und schiffe bei gleicher Workload, […]
Den einzigen Vorteil, den eine A200DEU gegenüber der F126 hätte, wäre ein Rumpfsonar, dass im Blue Water ASW lediglich eine untergeordnete Rolle spielt.
In so gut wie jeder anderen Kategorie schneidet sie schlechter ab. Sie hat weniger Helo-Fähigkeiten, eine für ASW ungeeignetere Powerplant, keine Eignung für DEWs oder HPM, vermutlich einen RAM-Starter weniger, keinerlei Aufwuchsreserven, keinerlei Befähigung außerhalb des LV/BV Kontextes aufgrund des Mangels an Missionsflächen und co, weniger Standkraft und weniger Ausdauer. Und darin ist sie weder besonders günstig, noch Personalsparend.
Ich persönlich komme da definitiv nicht zu der Einschätzung, dass diese Einheit irgendeinen Mehrwert für unsere Flotte bedeuten würde.
Zitat:ein weitaus Fähigerer K130 L1 ErsatzDie A200 ist vielleicht ein weniger ungeeigneter Ersatz, aber keinesfalls ein Fähiger. Wobei ich selbst da meine Zweifel habe, da die K130 wenigstens noch in ihrer Natur Punkten kann, während die A200 dies nicht könnte.
Diese Schiffe sind für die Ostsee schlicht zu schwach bewaffnet. ESSM ist vielleicht besser als RAM, für supersonsiche/hypersonsische Seezielflugkörper ist sie aber trotzdem nicht geeignet. Ich weiß auch nicht wo dieser Ansatz „die Ostsee braucht weniger Bewaffnung als die Nordsee“ überhaupt herkommt, aufgrund der Nähe zu feindlichen Aufklärungsensoren und der generellen Effektordichte wäre eigentlich genau das Gegenteil der Fall.
Die CWIS/RWS-Fähigkeiten sind eingeschränkt und die möglichen ELOKA Anlagen vermutlich leistungsschwächer als die UL 5000 der K130er. Hinzu kommt ein vergleichsweise größerer Tiefgang und der Mangel an Minenkampf/MCM-Fähigkeiten. Und nicht zu vergessen die fehlende Eisklasse, die zwar schon im Nordmeer zu Problemen führen kann aber spätestens in der Ostsee relevant wird, da die dazu neigt teils großflächig zuzufrieren.
Die A200 wäre in der Ostsee das schlechteste von beiden Welten. Zu groß um als littorale Einheit mit geringer Signatur verwendet werden zu können und zu schwach bewaffnet, um einer luftseitigen Breitseite im Rahmen von Versorgungskonvois gen Osten standzuhalten.
Eine Pohjanmaa könnte auch keiner Breitseite standhalten, ist aber in ihrer Natur primär zum Küstenschutz und Minenkampf ausgelegt (daher bspw auch die geringe Ausdauer von nur 14 Tagen).
Eine Wicher und eine Lulea sind nicht für littorale Operationen befähigt, können aber ihre Aufgaben im Verbandsschutz im Kontext von Sea Control wahrnehmen und sich dabei gegen alles verteidigen, was die Russen ihnen potenziell entgegenwerfen könnten.
Die A200 kann weder noch.
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„ alphall31“ schrieb:Die Meko hat wohl keine waffensysteme die im Ausland beschafft werden müssen wo man sich bei der Bestellung hinter allen anderen Kunden anzustellen hat?Bekanntlich ist nur bei europäischen Komponenten mit Lieferengpässen zu rechnen, amerikanische Komponenten stehen stets und unverzüglich in gigantischen Mengen zur Verfolgung

Aber mal Spaß beiseite, das ist ein weiterer Knackpunkt. Zumindest VLS und ESSM müssen hierfür bestellt werden, was natürlich erweitere Verzögerungen bedeuten kann. Da sowas Government zu Government passiert, kann jede Krise diese Verhandlungen lahmlegen.
Ich hatte ja mal vor einiger Zeit die Lieferzeiten von Mk41 Modulen angesprochen, die aktuell nicht allzu rosig ist. Je nach Kontext erhalten Kunde ihre Systeme aktuell nach 3-5 Jahren nach Vertragsschluss, was knapp werden dürfe. Vor allem da sich diese Angabe noch auf pre „Die US Rüstungsindustrie wird jetzt erstmal wieder für Great America produzieren“ Zeiten beziehen.
