Vor 6 Stunden
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Putins Vormarsch stockt: Analyse zeigt deutliche Verzögerungen bei Offensive
Putins Vormarsch stockt: Analyse zeigt deutliche Verzögerungen bei Offensive
Zitat:Trotz anhaltender russischer Bemühungen entlang mehrerer Frontabschnitte kommt Moskaus Vormarsch nach Einschätzung des Institute for the Study of War (ISW) zunehmend ins Stocken. So verzögere sich etwa Russlands Plan, über Lyman nach Slowjansk vorzurücken. Nach Einschätzung der Militärexperten fehlt es den Truppen aktuell an ausreichender Schlagkraft, um dieses Ziel bald zu erreichen. Ukrainische Gegenangriffe in der Region Kupjansk erschweren die Lage zusätzlich.
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Die Analyse zeigt, dass russische Kräfte offenbar nicht über ausreichend einsatzfähige Reserven verfügen. Demnach seien bereits alle verfügbaren Einheiten in der Region Kupjansk gebunden. Dort hätten ukrainische Truppen große Teile der Umgebung zurückerobert. Laut Maschowez könne Russland deshalb derzeit keine Verstärkung in der Region Lyman bereitstellen. Möglicherweise müssten Einheiten aus Lyman nach Kupjansk verlegt werden, um dort die Verteidigung zu halten. „Ohne zusätzliche Verstärkungen oder eine Herabstufung der Offensive in Richtung Kupjansk ist es weiterhin unwahrscheinlich, dass russische Streitkräfte ihre Fristen für das Frühjahr 2026 im Raum Slowjansk einhalten können“, heißt es wörtlich in dem ISW-Bericht.
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Das ISW kommt zu dem Schluss, dass die russischen Truppen voraussichtlich mehrere Monate davon entfernt sind, eine Bodenoffensive gegen den sogenannten „Festungsgürtel“ der Ukraine zu starten – weder aus dem Norden noch aus dem Osten. Um Slowjansk von Lyman aus zu erreichen, müssten sie zunächst die Stadt vollständig einnehmen, den Fluss überqueren und rund 14 Kilometer vorrücken. Alternativ wäre ein Vorstoß aus Siwersk möglich, doch auch dort liegen die russischen Linien noch etwa 30 Kilometer entfernt.
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Laut ISW versuche die russische Führung seit Monaten, den Eindruck zu vermitteln, dass ein Durchbruch durch den ukrainischen Verteidigungsgürtel leicht möglich sei. Die Denkfabrik kommt jedoch zu dem Schluss, dass ein solcher Vorstoß – egal ob aus Richtung Kostjantyniwka im Süden oder Lyman im Norden – Jahre dauern könnte.
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