Vor 1 Stunde
Die Eroberungen der russischen Armee sind seit Jahresbeginn rückläufig. Grund zum Aufatmen ist das für die Angegriffenen nicht.
Zitat:Kiew – Die russischen Streitkräfte setzen ihre Offensivbemühungen im Osten und Süden der Ukraine mit unverminderter Härte fort. Einem Bericht der ukrainischen Analysegruppe „DeepState“ zufolge verzeichneten die Invasoren im vergangenen Monat einen Geländegewinn von insgesamt 245 Quadratkilometern. Während die reine Zahl der Angriffe im Vergleich zum Dezember leicht rückläufig war, offenbaren die statistischen Details eine gefährliche Verschiebung der taktischen Schwerpunkte.
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Die Truppen Moskaus konzentrieren sich dabei weiterhin massiv auf den Sektor Pokrowsk, der mit einem Drittel aller registrierten Sturmangriffe den unbestrittenen Schwerpunkt der russischen Bemühungen bildet.
Besorgniserregend bewerten Militärbeobachter die Entwicklung im Raum Huljajpole in der Region Saporischschja. Hier stieg die Intensität der Kämpfe sprunghaft an; der Abschnitt rückte mit 21 Prozent aller Angriffe an die zweite Stelle der Frontstatistik auf. Dies entspricht fast einer Verdoppelung der Aktivitäten im Vergleich zum Vormonat und deutet auf den Versuch der russischen Führung hin, die ukrainischen Verteidigungslinien auf breiterer Front zu überdehnen.
Die statistisch auffälligste – und für die ukrainische Seite schmerzhafteste – Entwicklung vollzog sich jedoch im Sektor Slowjansk. Obwohl dort lediglich drei Prozent aller russischen Sturmangriffe gezählt wurden, entfielen auf diesen Abschnitt fast 20 Prozent der gesamten ukrainischen Gebietsverluste des Januars. In Analystenkreisen wird dieser „Anti-Rekord“ als Beleg für eine punktuell hohe Effektivität der russischen Vorstöße gewertet, was Fragen zur dortigen Festigkeit der ukrainischen Verteidigungsstellungen aufwirft....
